DSM Hannover e.V.

Zusammenarbeit vertraglich besiegelt

Deutsche Seemannsmission Hannover e.V. und Havariekommando festigen Partnerschaft

Heute unterzeichneten Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy und Hans- Werner Monsees, Leiter Havariekommando, in Cuxhaven die Vereinbarung über besondere Dienstleistungen im Rahmen der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV).

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Foto: Hans-Werner Monsees, Dirk Obermann, Dorothea Wichterich, Dr. Hans Christian Brandy und Martin Struwe | Quelle: Havariekommando

Damit wird die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Seemannsmission Hannover e.V. und dem Havariekommando auf eine neue Ebene gehoben. Das Havariekommando hat bereits in der Vergangenheit bei der Bewältigung komplexer Schadenslagen eng mit den Seemannsmissionen zusammengearbeitet. Im September 2013 haben unter der Leitung des Havariekommandos beide Organisationen die Versorgung dreier Schiffsbesatzungen auf der Nordsee sichergestellt, nachdem deren Reederei diese nicht aufrecht erhalten konnte.
„Durch die vertragliche Bindung können die Mitglieder der Seemannsmissionen noch tiefer in die Struktur der maritimen Notfallvorsoge integriert werden. Die PSNV ist ein wichtiger Teil der Maritimen Notfallvorsorge“, so Hans-Werner Monsees. Insgesamt werden drei Fachberater der Seemannsmissionen Bremerhaven und Cuxhaven das Havariekommando unterstützen und die Betreuung von Betroffenen und Einsatzkräften während einer komplexen Schadenslage koordinieren.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung erklärt Dr. Hans Christian Brandy: „Kirche und Seemannsmission bringen in der Seelsorge eine große Erfahrung in der Begleitung von Menschen in Krisensituationen mit. In den letzten Jahrzehnten sind wir durch den flächendeckenden Einsatz in Notfallseelsorge-Teams noch professioneller geworden. Daher freue ich mich, dass durch den Vertrag mit dem Havariekommando die bewährte und gute Arbeit nun auf eine solide rechtliche Basis gestellt wird. Die technischen Einsatzmöglichkeiten hier im neuen Sonderlageraum des Havariekommandos bieten dafür perfekte Arbeitsbedingungen.“

Neben den Seemannsmissionen in Niedersachsen arbeitet das Havariekommando mit den Seemannsmissionen der anderen vier norddeutschen Bundesländer und den Seel- sorgern der Deutschen Marine zusammen.
  

 

DSM Rotterdam

Bischof Jan Janssen zu Besuch in Rotterdam

Der oldenburgische Landesbischof und Vorsitzende des Evangelischen Missionswerkes Jan Janssen war vergangenes Wochenende (6.-8.01.2017) zu einem Besuch in Rotterdam, um die dortige Arbeit der Deutschen Seemannsmission kennen zu lernen. Zusammen mit Seemannspastor Walter Köhler besuchte er mehrere Schiffe in Stadtnähe als auch im 50 km von Rotterdam entfernten Container - Tiefseehafen draußen in der Maasvlakte.

Der Alltag auf den Schiffen wird geprägt von Zeitmangel und Personalknappheit. Vor allem im Containerbereich ist der Druck, welcher auf dem Schiffspersonal lastet, nicht zu übersehen.  Trotzdem haben sich zahlreiche Seeleute die Zeit genommen, um mit den beiden Besuchern zu sprechen und ihnen von der Arbeit auf ihrem Schiff zu berichten.

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Bischof Jan Janssen mit Walter Köhler  vor dem neuen
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Kapitän eines Containerschiffs und Bischof Janssen

Weil das orthodoxe Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert wird, war dies ein guter Anlass, den betroffenen Seeleuten zu ihrem Fest zu gratulieren. Ein russischer Chief Ingenieur berichtete, wie bei ihm zuhause das Christfest gefeiert wird. Im Arbeitsalltag an Bord ist davon leider nicht viel umzusetzen. Aber er möchte an diesen Tagen zumindest mit seinen Angehörigen telefonieren und skypen und hat sich hierfür bei Walter Köhler die entsprechenden Telefonkarten besorgt. Dass an Bord der Schiffe internationale Mannschaften in Frieden zusammenarbeiten, sieht der russische Ingenieur als Vorbild für Staaten und Gesellschaften an. Er selbst war in der Ukraine aufgewachsen, kann aber dorthin derzeit nicht zurückkehren, während an Bord die russischen und ukrainischen Seeleute keine Probleme miteinander haben. Auf dem Schiff wird ein Stück die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden im Alltag gelebt und praktisch umgesetzt.

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festmachen jahreslosungFestmachen 2017 - Jahreslosung

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Ezechiel 36,26 (Einheitsübersetzung)

Sind wir eigentlich noch zu retten? Werden wir das Wüten der Kriege je befrieden? Können wir die Folgen des Klimawandels noch abschwächen? Wie und wo finden Menschen auf der Flucht weltweit wieder Heimat? Wird der Traum eines vereinten Europas zerplatzen wie eine Seifenblase?

Mitten hinein in diese Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint lässt Gott seinen Propheten sprechen: Ich schenke euch ein neues Herz. Ich will nicht zulassen, dass ihr untergeht. Veränderung ist möglich, und sie beginnt in euch. Neuanfang ist möglich, doch das geht nicht von allein. Nicht, solange ihr euren Besitz und eure Chancen hartherzig verteidigt vor den Bedürfnissen des anderen. Nicht, solange ihr euch denen verweigert, die um Zuflucht und Schutz bitten. Ich schenke euch ein neues Herz. Ein Herz, das für Miteinander schlägt, statt für Egoismus. Für ehrlichen Ausgleich statt für faule Deals.

Und ich lege einen neuen Geist in euch. Einen Geist, der euch unruhig macht, damit ihr nicht länger hin- nehmt, dass hier verschwendet wird, was anderen die Lebensgrundlage raubt. Der euch mutig sein lässt und aufstehen gegen Unrecht und dumpfe rassistische Parolen. Einen Geist, der euch umdenken lässt und großherzig teilen.
Denn Gott sagt uns zu: Wir sind gerettet. Und des- halb sind auch wir diejenigen, die retten können. Wer, wenn nicht wir?

Prof. Dr. Christina Aus der Au, Präsidentin Deutscher Evangelischer Kirchentag Berlin-Wittenberg 2017
Geschäftsführerin des Zentrums für Kirchenentwicklung an der Universität Zürich
 

Schifffahrt International

Indian Government approves new welfare measures for seafarers

Indian Government move to ensure that seafarers held in captivity of pirates continue to receive wages until they return home.

The Union Cabinet of the Government of India, led by Prime Minister Modi, has approved the introduction of the revamped Merchant Shipping Bill in Parliament. The Merchant Shipping Act of 1958 has been amended various times on previous occasions between 1966 and 2014. The provisions of the Act have been shortened and simplified in order to reduce regulation, increase transparency and promote effective delivery of services.

One of the significant reforms that will follow enactment of the Bill includes the introduction of welfare measures for seafarers. More than 400 Indian seafarers have been held hostage in Somalia and in the Gulf of Guinea in the past, some of those held by Somali pirates for more than four years. Among these, a small minority of seafarers have not been paid their wages by their owners and manning agents. There has been a growing consensus among the shipping fraternity to ensure that seafarers receive their wages for the full time that they are held in captivity. The Government of India supports the introduction of the provision of wages from capture until release.

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alex boatpeopleDSM Alexandria - Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

"Seeleute sind Weltmeister im Verdrängen"

Markus Schildhauer  im Gespräch mit Philipp Gessler

Kenternde Flüchtlingsboote, Menschen, die vor ihren Augen ertrinken - Seeleute erleben im Zusammenhang mit Flucht und Migration übers Mittelmeer Traumatisches. Wie sie damit umgehen, berichtet der Seelsorger Markus Schildhauer von der Deutschen Seemannsmission.

Philipp Gessler: Wenn wir davon hören, dass jährlich Tausende von Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil die Flucht über diese See auf schreckliche Weise scheitert, ist das schon schockierend genug. Was aber, wenn man das mit den eigenen Augen sieht? Was, wenn man helfen will, aber die Hilfe für manche missglückt, ja, sie bei der Rettung selbst umkommen? Solche Horrorgeschichten hört Markus Schildhauer immer wieder von Seeleuten. Schildhauer, geboren 1959 im bayrischen Fürstenfeldbruck, ist Leiter der Station Alexandria der Deutschen Seemannsmission in Ägypten. Er erzählt von den schrecklichen Erfahrungen der Seeleute und seinen Versuchen, ihnen zu helfen. Meine erste Frage an ihn war, ob das Klischee denn stimme: Seeleute haben eine harte Schale, aber einen weichen Kern.

Markus Schildhauer: Also dieses Klischee trifft absolut zu. Eine harte Schale, Seeleute sind Weltmeister im Verdrängen von irgendwelchen unangenehmen Sachen, der weiche Kern, der muss aufgebrochen werden. Es ist oft schwierig, aber innen drin sind es Menschen wie Sie und ich, und mit allen Belastungen, die dazu sind, ganz im Gegenteil sogar meistens noch mit mehr Belastungen als gedacht.

Gesamten Beitrag auf Deutschlandradio Kultur hören

   

 

Piracy

piracy nahm crew

Crew of FV Naham 3 Released After Four and Half Years In Captivity

Nairobi, Kenya – 22 October 2016: The Hostage Support Partners announce the release of the 26 remaining hostages of the FV Naham 3. The Omani flagged fishing vessel was hijacked on 26 March 2012 roughly 65 nautical miles south of the Seychelles. Of the original 29-member crew, sadly one died during the hijacking and two more succumbed to illness during their captivity. The remaining 26 crewmembers spent much of their captivity on land in Somalia. The crew of the Naham 3 consisted of members from Cambodia, China, Indonesia, Philippines, Taiwan and Vietnam.

“We are very pleased to announce the release of the Naham 3 crew early this morning. They are currently in the safe hands of the Galmudug authorities and will be repatriated using a UN Humanitarian flight shortly and then on to their home countries. They are reported to be in reasonable condition considering their ordeal. They are all malnourished. Four are currently receiving medical treatment by a Doctor in Galcayo. They have spent over four and a half years in deplorable conditions away from their families,” said John Steed the Coordinator of the Hostage Support Partners (HSP) for Oceans Beyond Piracy. I would like to thank the efforts of our Partners, the Galmudug authorities and the local community who made this release possible. In particular, the efforts of Mr Leslie Edwards of Compass Risk Management who has spent the last 18 months negotiating this release, and the work of Holman Fenwick Willan LLP, should be applauded."

The crew of the Naham 3 were held for 1672 days. They are the second longest held hostages by Somali pirates after the 4 hostages of the FV Prantalay 12, released last year by the HSP. Their road to freedom has been long and filled with peril. The Naham 3 was originally tethered to another hijacked vessel, the MV Albedo taken in November 2010 (and released by the HSP in 2013). When the MV Albedo began to sink, with its crew onboard, the crew of the Naham 3 courageously assisted in their rescue by jumping into the ocean to save the drowning seafarers. Over a year after its capture, the Naham 3 sank and the crew was brought ashore, where they were subject to much greater risks. Despite their release today their journey is not over, as the crew will still experience effects from their captivity for years to come. The crew will need comprehensive physical and psychological support in the years to come to help ease their return to a normal life, the International Seafarers Welfare and Assistance Network (ISWAN) is stood by to help in this process.

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DSM Bremerhaven

Ein sicherer Hafen für die Männer und Frauen der Meere

Monate auf See, lediglich unterbrochen von kurzen Aufenthalte in den Häfen der Welt, Tausende Kilometer entfernt von den Liebsten daheim. Die heutige Seefahrt hat wenig mit der vielbeschworenen Seefahrerromantik gemein, die einst junge Männer auf See trieb. Heute treibt der globale Wettbewerb, der aus wirtschaftlicher Sicht eine schnelle Abwicklung in den Häfen braucht, die Seeleute vor sich her. Zeit zum Denken an Bord bleibt viel, zum Herzausschütten aber nur wenig Raum – wenn nicht gerade Seemannspastor Werner Gerke die Gangway erklimmt.

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ristau schiffsbesuchSeemannsmission Nordkirche

"Offen für alle"

Ob Stadtplan oder Seelsorge: Seemannspastor Matthias Ristau hat an Bord Praktisches dabei und ein offenes Ohr für die Seeleute

Er betet mit den Seeleuten, hört sich ihre Sorgen an oder verkauft ihnen Telefonkarten: Als Seemannspastor der Nordkirche hat Matthias Ristau ein breites Aufgabenspektrum. Seit drei Jahren ist der 47 Jahre alte evangelische Theologe in seinem Amt zuständig für die Deutsche Seemannsmission in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. „Meine Aufgabe ist, die Verbindung zwischen der Seemannsmission und der Landeskirche zu halten“, sagt Ristau.

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Foto: Christian Charisius
 

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