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Seemannsmissionen leiden unter Finanznöten

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Seemannsmission International

icma bhv 2017

Seemannsmissionen leiden unter Finanznöten

Knappe Finanzen und ein steigendes Maß an Bürokratie erschweren zunehmend die Arbeit der christlichen Seemannsmissionen in Westeuropa. In den Häfen müssten sich die Hauptamtlichen immer öfter um Sponsoring, Spenden-Akquise und Managementfragen kümmern, bilanzierte die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Heike Proske, am Freitag nach einer mehrtägigen internationalen Konferenz in Bremerhaven. Darunter leide die Basisarbeit.

In Bremerhaven hatten sich Delegierte aus 16 Häfen entlang der Nordseeküste und des Ärmelkanals von Hamburg bis zum französischen Le Havre getroffen, um über aktuelle Themen und eine verstärkte Zusammenarbeit zu reden. Die knappen Finanzen resultieren Proske zufolge aus sinkenden kirchlichen Zuschüssen und rückläufigen freiwilligen Abgaben der Reeder, die pro Schiff geleistet werden. Hintergrund für diese Entwicklung sei die weltweite Schifffahrtskrise, die seit 2008 andauere.

Allein bei der Deutschen Seemannsmission seien die freiwilligen Reederabgaben im vergangenen Jahr "dramatisch eingebrochen", sagte Proske dem epd. Hilfreich ist ihren Angaben zufolge eine Änderung im deutschen Seearbeitsgesetz: Anfang 2016 wurde die bis dahin projektorientierte Bezuschussung der Seemannsmissionen in deutschen Häfen durch den Bund auf eine dauerhafte institutionelle Förderung umgestellt. Das seien jährlich 500.000 Euro, sagte Proske.

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Rostock’s Seafarers‘ Lounge open

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DSM Rostock

Rostock’s Seafarers‘ Lounge open

Since May 9th 2017 the Deutsche Seemannsmission Rostock e.V. welcomes  all crews of cruise-liners calling the cruise-terminal of Rostock Warnemünde in our Seafarers‘ Lounge during  the  cruise season 2017

The lounge offers:

  • Free WIFI
  • Informations about the city of  Rostock and its fishermen’s village Warnemünde
  • Schedules of public transports
  • Social and pastoral care
  • Prayers
  • Soft drinks for resonable prices

Regular opening times untill end of September 2017
WORK-DAYS: 12:00 hrs – 17:00 hrs (12:00 noon - 05:00 pm)
Closed on weekends and public holydays
 

 

Keine Angst vorm lieben Gott

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DSM Rostock - Denkanstoß

Keine Angst vorm lieben Gott

Umsturzszenarien, Verschwörungstheorien und andere die Existenz bedrohende Ängste, die einige unter uns in unserem Land  für bare Münze nehmen, machen ihre Runden.

Während meines letzten Urlaubs las ich das Buch „Kind aller Länder“ von Irmgard Keun. Dieses Buch handelt von einem jungen Mädchen, Kully, welches mit seinen Eltern zur Nazizeit Deutschland verlassen musste und nun mit ihrer Mutter an unterschiedlichen Plätzen in Europa lebt. Kully bemerkt zu obigen Ängsten: „Alles Unheil beginnt mit der Angst. Ich sehe nicht ein, warum Menschen sich Gott als einen modernen Diktator vorstellen müssen, der die Leute mit Maulkörben und Handschellen im Kreis herumlaufen lässt. Der ganze Dreck in Deutschland konnte nur entstehen, weil man die Menschen dort seit ewigen Zeiten in Angst gehalten hat. Kaum, dass ein Kind geboren wird, soll es Angst vor Vater und Mutter haben…. Dann kommt die Angst in der Schule vor dem Lehrer, die Angst in der Kirche vor dem lieben Gott, die Angst vor militärischen und anderen Vorgesetzten, die Angst vor der Polizei, die Angst vorm Leben, die Angst vorm Tod. Schließlich ist ein Volk so versklavt und verkrüppelt durch Angst, dass es sich eine Regierung wählt, unter der es in Angst dienen kann. Und nicht genug damit: wenn es dann andere Völker sieht, die nicht darauf versessen sind, in Angst zu leben, ärgert es sich und sucht nun seinerseits, ihnen Angst zu machen. Zuerst haben sie Gott zu ihrem Diktator gemacht, jetzt brauchen sie ihn nicht mehr, weil sie einen besseren Diktator haben.
Ich habe keine Angst vorm lieben Gott!“

Für unsere heutige Zeit eher eine Parabel, die wir aber angesichts der Umtriebe besonders im rechten nationalistischen Umfeld unserer Gesellschaft ernst nehmen sollten.

Seemannsdiakon Folkert Janssen
 

Day of the Seafarer 2017 - Seafarers Matter

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logo imo day of seafarersShipping International - IMO

Seafarers Matter

​This year, once again, 25 June will mark the annual Day of the Seafarer (DotS). DotS was established in a resolution adopted by the 2010 Diplomatic Conference in Manila to adopt the revised STCW Convention. Its stated purpose is to recognize the unique contribution made by seafarers from all over the world to international seaborne trade, the world economy and civil society as a whole.

The resolution "encourages Governments, shipping organizations, companies, shipowners and all other parties concerned to duly and appropriately promote the Day of the Seafarer and take action to celebrate it meaningfully".

This year our theme is "Seafarers Matter".

For 2017, IMO particularly engage ports and seafarer centres to demonstrate how much seafarers matter to them.  The idea is for ports and seafarer centres to share and showcase best practices in seafarer support and welfare.

Official video message by Kitack Lim, IMO Secretary-General

 

 

Seeleute nicht auf Flüchtlinge vorbereitet

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DSM Hannover e.V.

„Seeleute nicht auf Flüchtlinge vorbereitet“

Wenn sie schiffbrüchtige Flüchtlinge aufnehmen, seien die Crews schnell überlastet, sagt die Seemannsmission. Für die Matrosen gibt es weitere Probleme.

Die Deutsche Seemannsmission hat die schwierige Situation von Seeleuten bei der Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge unterstrichen. "Weder die Crews noch die Schiffe sind darauf vorbereitet, viele Flüchtlinge an Bord zu nehmen", sagte die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Heike Proske. Trinkwasser und selbst Tassen und Gläser seien auf die kleinen Besatzungen der Schiffe abgestimmt. Müssten dann 80 oder mehr Menschen plötzlich von zwölf Crewmitgliedern versorgt werden, gebe es Probleme, zumal die normale Arbeit an Bord weitergehen müsse. Proske war Gast bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Seemannsmission Hannover, die turnusmäßig in Emden tagte.

Auch gingen nicht alle Rettungseinsätze gut aus, sagte Proske. An Bord werde über schlimme Erlebnisse nicht gesprochen. Oft schwiegen die Seeleute, bis sie in einem Hafen eine ihnen bekannte Seemannsmission besuchen könnten oder ein vertrauter Mitarbeiter einer Mission an Bord komme. Inzwischen fragten sogar Reedereien bei der Seemannsmission nach Referenten, um die Besatzungen auf den Umgang mit geretteten Flüchtlingen vorzubereiten.
An die Kanzlerin appelliert

Bereits im Februar hatte Proske an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, der besonderen Situation der Seeleute mehr Beachtung zu schenken. Allein im vergangenen Jahr habe die Handelsschifffahrt mehr als 50.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Doch im Gegensatz zu den privaten Rettungsschiffen seien die Seeleute weder in Seenotrettung ausgebildet noch gebe es ausreichend Rettungsmittel an Bord der Handelsschiffe.

Der Stader evangelische Regionalbischof Hans Christian Brandy würdigte die Arbeit der Seemannsmission und der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter. Er ist Vorsitzender des Vereins Deutsche Seemannsmission Hannover, der in den Häfen von Bremerhaven, Cuxhaven und Stade-Bützfleth Seeleute betreut. Im vergangenen Jahr hätten rund 60.000 Seeleute die Seemannsclubs besucht. Die Seemannsheime hätten etwa 12.000 Übernachtungen gezählt. Außerdem hätten die Haupt- und Ehrenamtlichen der drei Stationen gut 3.000 Bordbesuche gemacht.

Dank eines internationalen Abkommens zur Unterstützung der Sozialarbeit an Seeleuten zahle die Bundesregierung seit 2016 jährlich rund eine halbe Million Euro an die innerdeutschen Seemannsmissionen. So sei es trotz Sparauflagen gelungen, das Personal in Deutschland leicht aufzustocken, sagte Brandy. (epd)

 

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