Duckdalben ist Sieger

Der International Seamen’s Club im Hamburger Hafen als bester Seemannsclub der Welt ausgezeichnet

Jubel bricht aus, und eine Welle von Gratulationen in allen Sprachen geht durch den Club: Der DUCKDALBEN ist Sieger! Als bestes Seeleutecenter der Welt ist der international seamen’s club für 2011 ausgezeichnet worden. Die Nachricht vom Sieg löst einen Freudentaumel aus bei Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Helfern im freiwilligen Dienst und all den Seeleuten, die gerade im DUCKDALBEN sind.

Endlich Bewegung nach monatelangem Bordalltag auf engem Raum: Basketballmatch für Seeleute auf dem Kleinsportfeld des DUCKDALBEN. - Foto: DUCKDALBEN
Den Seeleuten nämlich ist diese hohe Auszeichnung letztendlich zu verdanken: Drei Monate lang haben sie, schriftlich oder über Internet, Clubs rund um den Erdball nominiert. Das Rennen hat der DUCKDALBEN gemacht, mit der Qualität und der Bandbreite seines Angebots für die Seeleute, die mit ihren Schiffen in den Hamburger Hafen kommen. Weltweit ausgeschrieben hatte diesen Wettbewerb das Internationale Komitée für die Wohlfahrt der Seeleute ICSW. Die Begründungen der Seefahrer gaben für die Jury den Ausschlag, den DUCKDALBEN mit diesem begehrten Titel auszuzeichnen.

Als das Herausragende am DUCKDALBEN bewerten die Crews Aspekte, die weit über den hoch gelobten Service hinausgehen. Was allem voran zählt sind das Ambiente und die Menschen, die hier ihren Dienst tun. „Sie alle lassen dich vergessen, dass du in einem fremden Land bist. Sie geben dir das Gefühl von Zuhause!“ hält ein indischer Seemann fest und ein Filipino schwärmt: “Es wird dir schnell warm ums Herz, wenn so viele warmherzige Menschen um dich sind.“ Ein finnischer Kapitän wünscht sich für seine Mannschaft, es gäbe Clubs wie den DUCKDALBEN überall in den Häfen der Welt...

 

33.592 Seeleute aus 104 Ländern waren allein im Jahr 2011 schon bis einschließlich November im DUCKDALBEN zu Gast. - Foto: DUCKDALBEN/Gino Rausch
Mitten im Hamburger Hafen zwischen Terminals, Bahngleisen und Straßen liegt das gastliche Haus des international seamen’s club. - Foto: DUCKDALBEN/Jelca Kollatsch

Die grenzenlose Gastfreundschaft, die Geduld, die Aufmerksamkeit, die die Mitarbeiter ihnen schenken, wie sie sie umsorgen, sich kümmern, dass sie stets zur Stelle und immer freundlich sind, nennen die Seeleute als das Außergewöhnliche. Und vor allem ausschlaggebend: „Sie bringen uns großen Respekt entgegen, ungeachtet unserer Herkunft, unserer Rasse.“ Die besondere Atmosphäre von Ruhe und zur Ruhe kommen: Der Geist des Hauses ist einer der wichtigsten Punkte für die Gäste.

Bei den praktischen Dienstleistungen zuallererst genannt ist der kostenfreie shuttle service mit den DUCKDALBEN-Kleinbussen, um schnell vom Schiff zum Club und wieder zurück zu kommen. „Der kleine Shop bietet alles, was wir brauchen zu ausgesprochen günstigen Preisen“, urteilen die Seeleute einhellig. Sie schätzen die technische Ausstattung und dass man für die Freizeitangebote nichts bezahlen muss, heben hervor wie gepflegt, bestens in Schuss, technisch auf dem neuesten Stand und vor allem, wie sauber der Club ist, wie großzügig das Haus, wie sorgfältig gehegt das weitläufige Gartengelände. Sie haben ein waches Auge für die „kleinen Dinge“, den frischen Blumenschmuck, Dekoration nach Jahreszeiten, die kleinen Schälchen mit Knabbergebäck überall auf den Tischen.

Seit 25 Jahren besteht der DUCKDALBEN als einzige Serviceeinrichtung dieser Art für die Seeleute, deren Schiffe in den Hamburger Hafen kommen. - Foto: DUCKDALBEN
Hier geht’s lang: Die Ente ist das Wahrzeichen des Clubs und weist den Weg in den DUCKDALBEN. Im international seamen’s club sorgen die „Duckies“ Tag für Tag für das Wohl der Seeleute. - Foto: DUCKDALBEN/Henning Angerer

Für Leiter Jan Oltmanns ist dieser Ausdruck des Dankes, den sie damit dem DUCKDALBEN zollen, das kostbarste Geschenk überhaupt: „Die Seeleute arbeiten sehr hart in der globalen Versorgung für uns alle. Wir sorgen nach Kräften für sie in ihrer knappen Freizeit an Land und stehen ihnen zur Seite. Diese Auszeichnung für unsere Arbeit ist der krönende Abschluss in unserem Jubiläumsjahr.“ Der Diakon bedankte sich zugleich bei allen Menschen, die im Hamburger Club mit Hirn, Hand und Herz dabei sind und den Gedanken des DUCKDALBEN in alle Himmelsrichtungen tragen.

Schon bis einschließlich November hatten 33.592 Seeleute aus 104 Ländern ihre freien Stunden im Club verbracht. Seit der Eröffnung vor 25 Jahren werden es Ende 2011 mehr als 735.000 gewesen sein. Sie haben den Internet-Zugang „for free“ genutzt, günstig mit der Familie auf der anderen Seite der Erde telefoniert, sich bei Billard oder Basketball, Karaoke oder im Gespräch entspannt. Haben oft Hilfe und Rat gesucht. Die breite Palette an Diensten 365 Tage im Jahr anzubieten, ist kräftezehrend, bedarf eines hohen Einsatzes an Zeit, Engagement, Organisation und will auch finanziert sein. Der größte Teil des DUCKDALBEN-Budgets stammt aus Spenden.

Dank WiFi im gesamten Clubbereich haben die Seeleute aus aller Welt Kontakt in die ferne Heimat zur Familie. - Foto: DUCKDALBEN/Henning Angerer
Die gemütlichen Sitzecken im Clubraum des DUCKDALBEN sind für die Seeleute Inseln der Kommunikation nach langer Einsamkeit an Bord. - Foto: DUCKDALBEN/Henning Angerer

Die Konkurrenz in der Kategorie „bester Club“ war hart, denn in den Kreis der Finalisten hatten es bereits Center in den USA, Indien und Australien geschafft. Als beste Reederei haben die Seeleute Wilhelmsen Ship Management, Norwegen, bewertet. Antwerpen hat als Hafen die Nase vorn, gemessen an Angebot und Qualität der Serviceleistungen aus der Erfahrung der Seeleute. Als Persönlichkeiten des Jahres wurden der Geistliche Peter Ellis aus Hong Kong, Paddy Percival aus Durban in Südafrika und der Arzt Dr. Suresh Idnani aus Indien für ihren unablässigen Einsatz zum Wohle der Schiffsbesatzungen geehrt.

Die Verleihung fand in Genf am Sitz der Internationalen Arbeitsorganisation ILO statt.

Der Ausrichter des Wettbewerbs ICSW ist ein Zusammenschluss führender Organisationen der maritimen Branche wie der IMO, International Maritime Organisation, der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, dem Internationalen Schifffahrtsverband ISF, der Internationalen Transportarbeiter Föderation ITF sowie der Internationalen Christlichen Maritimen Vereinigung ICMA und anderen.                      

Angelika F. Pfalz



 

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Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.

Apostelgeschichte 26,22 (Lutherbibel)

festmachen 2017 08 thumb200 Wie tief doch Paulus Glauben war! Als er diesen Satz spricht, könnte er doch eher enttäuscht von Gott sein. Steht er doch gerade unter Anklage vor Gericht. Sätze, wie „Gott, wie konntest Du mich in diese Lage bringen? Oder wie konntest Du das zulassen?“, fallen mir da ein.

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