duckdalben gilEin neues Zuhause für Gil in der Seemannsmission Duckdalben

Hamburg. Die Seemannsmission ist zum Anker in ihrem Leben geworden: Abigail Fortich arbeitet in Duckdalben als Betreuerin der Seeleute und hat ein wendungsreiches Leben hinter sich. Porträt einer Frau mit viel Gottvertrauen.

Mitten zwischen Autobahnen, ödem Hafengelände und Schienenverkehr liegt der Seemannsclub Duckdalben – eine Oase für Seeleute aus aller Welt. Für ein paar Stunden können sie sich hier vom kräftezehrenden Alltag an Bord erholen: in Ruhe Kaffee oder Bier trinken, mit ihrer Familie telefonieren, Billard spielen oder jemandem ihr Herz ausschütten. Überdurchschnittlich viele Gäste im Club sind Philippinos. Mit Abigail Fortich, die hier als Betreuerin arbeitet, können sich die Männer in ihrer Muttersprache unterhalten. Sie stammt ebenfalls von den Philippinen – und hat in Duckdalben ihr Zuhause gefunden.

An jedem ihrer Arbeitstage zündet Gil im „Raum der Stille“ eine Kerze an. Der Gebetsraum in der Seemannsmission Duckdalben widmet allen Weltreligionen eine kleinen Altar: Hier finden Juden, Moslems, Hindus und Buddhisten, Sikhs, Anhänger von Naturreligionen, Taoisten und Christen einen ruhigen Platz zum Beten. „Das ist mein liebster Raum im Duckdalben“, sagt Gil, die mit vollem Namen Abegail Fortich heißt. Die 52-jährige arbeitet hauptamtlich als Seemannsbetreuerin im „international seaman‘s club“ Hamburg. „Angefangen habe ich hier als Ein-Euro-Jobberin“, erzählt sie.

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© Silke Nora Kehl / Evangelische Zeitung


 

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Apostelgeschichte 5,29 (Einheitsübersetzung) 

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Da steht ein Mönch namens Doktor Martinus Luther vor dem Kaiser. Nach Worms hatte der papsttreue Karl V. den Reichstag einberufen. Alles, was im damaligen Europa Rang und Namen hatte, musste sich an die Stadt am Rhein begeben. Auf der Tagesordnung ein kirchenpolitisches Thema; denn der Papst hatte gegen den prominenten deutschen Theologieprofessor den Bann ausgesprochen.

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