Deutsche Seemannsmission - Inlandsmitarbeiter-Konferenz 2018

ilmak 2018Viele Ideen ausgetauscht

KONFERENZ Vertreter von 16 Seemannsmissionen zu Gast

33 Hauptamtliche der Seemannsmissionen aus ganz Deutschland trafen sich zur Konferenz in Wilhelmshaven. Im Mittelpunkt stand der Austausch über die gemeinsame Arbeit.

Zwölf Ehrenamtliche gingen im vergangenen Jahr an Bord von 873 anlaufenden Schiffen, hatten Kontakt zu 5163 Seeleuten. Und im Haus an der Hegelstraße fanden 1000 Seeleute ein Heim auf Zeit. Sie kann sich also sehen lassen – die Arbeit der Seemannsmission in Wilhelmshaven.

Davon überzeugten sich jetzt die Teilnehmer der dreitätigen Inlandsmitarbeiter-Konferenz der Seemannsmission. Hauptamtliche von 16 Stationen aus ganz Deutschland trafen sich in Wilhelmshaven.

Text: Wilhelmshavener Zeitung - Printausgabe 1. März 2018
Foto: Seemannspastor Matthias Ristau
 

whv barDSM Wilhelmshaven

Land in Sicht

„Land in Sicht – Lass fallen Anker. Wir geben den Seeleuten zeitweise ein zweites zu Hause.“ Das ist das Motto der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven. In diesem Jahr hat die Mission so über 900 Tagesgäste in ihrem Haus an der Hegelstraße willkommen geheißen. Denn mit dem Zuwachs an Schiffen am Containerhafen Wilhelmshaven nimmt auch die Arbeit der Ehrenamtlichen zu, so Wilfrid Adam, Vorsitzender der Seemannsmission Wilhelmshaven.

Beitrag von Radio Jade anhören (externer Link)
 

icma hamburg 6 2 18

ICMA

Seminar zu Seafarers' Welfare

Am 06.02.2018 fand im Zusammenhang mit einer Vorstandssitzung der ICMA (International Christian Maritime Association)  in Hamburg ein Seminar zu Seafarers' Welfare für alle port chaplains in und um Hamburg statt.

Die Tagesveranstaltung war sehr gut besucht. Alle ICMA-Mitgliedsorganisationen innerhalb Hamburgs waren vertreten. Interessante Einblicke in die Welt der Seeleute aus unterschiedlichen Perspektiven gewährten: Runa Jörgens, VDR; Tino Hensel, Carnival Maritime GmbH; Dr. Clara Schlaich, Maritime Health; Lesley Warrick, Seafarers' House Ft. Lauderdale; Ulf Christiansen, ITF-Inspektor Hamburg; Markus Wichmann, DSM Seafarers' Lounge Hamburg; Dr. Jason Zuidema, ICMA GenSec.

Alle waren zu Gast in der Finnischen Seemannskirche, in der Satu Oldendorff ein wunderbares Willkommen und einen perfekten Rahmen mit ihrem Team gestaltete. Fazit: So eine Veranstaltung hätten wir gerne öfter!

Text: H.Proske, Foto: J.Zuidema
 

bremerhaven welcome thumb200 DSM Bremerhaven

Die Seemannsmission in Bremerhaven – ein Ruhepol in der Fremde

Eine Heimat bieten, wenn das eigene Zuhause ganz weit weg ist: Das hat sich die Bremerhavener Seemannsmission zur Aufgabe gemacht. Hier treffen sich Seefahrer aus der ganzen Welt.

Der Mann sieht müde aus. Er verschnauft kurz, bevor es gleich wieder an Deck geht. Die wenige Freizeit, die Sureri Kusnan bis zur nächsten Abfahrt bleibt, nutzt er, um sich auszuruhen. Offiziell arbeitet der nautische Offizier acht Stunden täglich an Bord – in Wahrheit sind es häufig mehr, wird ein Mitarbeiter der Seemannsmission später bestätigen.
40 Jahre macht der 60-Jährige das schon so. Acht Monate ist er auf See, vier Monate bei seiner Familie in Indonesien. Wenn er auf dem Schiff ist, spricht er einmal im Monat mit ihnen. Von der Leidenschaft für den Beruf ist nicht viel übrig geblieben. Ein oder zwei Jahre noch, dann soll damit Schluss sein. Doch an Ruhestand ist noch nicht zu denken.

Gesamten Artikel auf weser-kurier.de lesen (externer Link)
Text: Kristin Hermann
 

sassnitz club innenDSM Sassnitz - DSM Rostock

Ein Stück Heimat in der Ferne

Wer Monate Enge und Eintönigkeit auf dem Schiff verkraften muss, der braucht Abwechslung in den Häfen. Dafür ist die Seemannsmission da. – Quelle: https://www.svz.de/18963921 ©2018

Lichter huschen über die Tanzfläche, die Mikrofone sind angeschaltet, aber noch ist kein Matrose in Stimmung für Karaoke. Die wenigen Besucher in der oberen Etage des Terminals im Hafen von Sassnitz-Mukran starren auf ihre Smartphones. Ein funktionierendes Funknetzwerk ist das Erste, was Seeleute auf ihrem Landgang brauchen. Zunächst wird mit der Familie gechattet – und später dann gesungen. – Quelle: https://www.svz.de/18963921 ©2018

Gesamten Artikel auf svz.de lesen (der Link leitet Sie zu einer externen Internet-Seite)
Text: Henning Kraudzun, Foto: Stefan Sauer
 

logo denkanstossDenkanstoss

Am Ende aufrecht gehen

”Wir liegen vor dir im Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.” Dieser Vers aus dem Buch des Propheten Daniel, Kap. 9,18 ist der Wochenspruch für die kommende Woche in der die Vorpassionszeit beginnt, der dann die Passionszeit ab Aschermittwoch folgt.

„Wir liegen vor dir mit unserem Gebet“ ist eine Formulierung, die mich berührt. Dabei denke ich an Menschen, die dauerhaft liegen, weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht stehen, sitzen oder sonst irgend etwas können. Vor Gott liegen reicht also aus. Nichts zu tun genügt. Im weitesten Sinne Betriebsamkeit auch einmal Betriebsamkeit sein zu lassen, weil der Gnade Gottes nichts hinzufügen ist. Diese ganze lange Passionszeit nutzen um wieder zu sich zu kommen, um bei sich zu sein. Das Liegen ist eine gute Methode dafür. Sich besinnen, d.h. in aller Ruhe Selbsterfahrung und auch Selbstkritik zu üben, um sich selbst in einem anderen Licht zu beleuchten und zu sehen. Dabei sind wir dann frei von Selbstgerechtigkeit und auch dem Druck es anderen Recht machen zu wollen. Aus diesem Prozess dann zurück in das pulsierende Leben, neu hinein zu tauchen, es begleiten und zu leben, dafür könnte diese Zeit eine gute Kraftquelle sein. Denn eben darin können wir die große Barmherzigkeit Gottes wahrnehmen, dass wir uns immer wieder das Leben, unser Leben, neu erschließen und neu entdecken. Aus dieser Barmherzigkeit wird uns geschenkt, uns wieder aufrichten zu können, im weitesten Sinne aufzustehen und zu gehen.

Seemannsdiakon Folkert J. Janssen, Rostock
  
 

krayenkamp wechselDSM Krayenkamp

Neue Leitung für das Seemannsheim Krayenkamp

Zum Jahreswechsel bekommt das Seemannsheim Krayenkamp am Hamburger Michel eine neue Leitung. Nach 14 Jahren gibt Inka Peschke (64) die Geschäftsführung an die Diakonin und ehemalige Klinikleiterin Susanne Hergoss (61) ab.

Das Seemannsheim mit seinen 83 Zimmern sei ein "eigener Mikrokosmos", in dem sich die Entwicklung der internationalen Seeschifffahrt widerspiegelt, sagt Inka Peschke. Sie werde sich künftig um ihre Familie und ihren Seekarten-Verlag kümmern. Offiziell verabschiedet wird sie am 17. Januar 2018.
Andachten im Seemannsheim

Verbindungen zur Seefahrt hat Susanne Hergoss vor allem durch ihre tägliche Schiffsfahrt mit der Hadag-Fähre von Finkenwerder in die Innenstadt. Die gelernte Krankenschwester hat zuletzt ein Altenheim und ein Krankenhaus in Hamburg geleitet. "Jetzt möchte ich mal ganz etwas anderes machen." Als ausgebildete Diakonin wird sie auch Andachten im Seemannsheim anbieten, die im Advent, zu Erntedank und zum Totengedenken in der kleinen Kapelle des Hauses gefeiert werden.

Nur noch selten dient das Seemannsheim als hafennahe Schlafstätte der Seeleute zwischen zwei Jobs. Gut ein Viertel der Bewohner lebt hier schon seit Jahren, beobachtet Inka Peschke. Ältere Seeleute aus dem Ausland, die bei einer deutschen Reederei angeheuert hatten, müssten in Deutschland leben, wenn ihre Rentenansprüche nicht verfallen sollen. Viele würden aber auch im Rentenalter noch hier leben, weil die Gesundheitsversorgung besser ist als in ihrer Heimat. Weil viele Seeleute zu Hause ihre Großfamilie unterstützen, müssten sie sich hier auch als Rentner mit Gelegenheitsjobs etwas dazuverdienen.
Auch Touristen kommen

Mittlerweile hat sich das Seemannsheim auch für Touristen geöffnet, die allerdings einen höheren Preis als die Seeleute zahlen müssen. Dazwischen finden sich auch einzelne Seeleute, die nur für eine Nacht bleiben, oder Schulungsgruppen der Reedereien. Die 25 Mitarbeiter stammen aus sieben verschiedenen Ländern. Doch finanziell überleben kann das Haus nur durch Spenden und die Schiffabgaben der Reeder. Träger ist die Seemannsmission Hamburg.
Durchsetzungskraft vonnöten

Susanne Hergoss hat sich bereits einige Wochen lang eingearbeitet. Sie müsse schon durchsetzungsfähig sein, hat sie von ihrer Vorgängerin mit auf den Weg bekommen. Wenn sich Ghanaer und Filipinos am Küchenherd streiten, sei auch mal ein Machtwort fällig, so Inka Peschke. Doch Durchsetzungskraft ist in der Familie von Susanne Hergoss möglicherweise sogar erblich. Sie stammt aus einer Pastorenfamilie und einer ihrer Vorfahren war der Reformator Martin Luther.

Foto / Text: epd Thomas Morell
 

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