Denkanstoss

„Des lieben Gottes Freund….und aller Welt Feind“

So liebe Leser und Leserinnen, schallt es auch in diesem Jahr wieder in Ralswiek bei den Störtebeker Festspielen über die Bühne. Ein Wort das der legendäre Piratenkapitän Klaus Störtebeker als Schlachtruf sich erdacht haben soll, oder es ihm in den Mund gelegt wurde.

Was könnte es bedeuten, „des lieben Gottes Freund zu sein“? Etwa einen auf den ich mich verlassen kann, wenn gar nichts mehr geht? Einen, der mir in den wichtigsten Momenten meines Lebens den entscheidenden Anstoß gibt dieses zu lassen oder jenes zu tun? Nochmals darüber nachzudenken, ob alles so sein soll wie es ist? Bis hin zur Frage ob etwas zu ändern wäre. Ein Freund, der immer hinter mir segelt, wie es bei Simon & Garfunkel heißt, wenn ich einen Freund nötig habe? Warum auch nicht. Solch einem Freund kann ich mühelos auch Freund sein.

Ich denke und glaube, Gott ist ein guter Freund, ein verlässliches Wesen.

Wenn ich also all dieses Gute durch den Geist Gottes erfahre und damit in dieser Welt leben und sie trotz aller Widrigkeiten und Widerwärtigkeiten jedenfalls aushalten kann, warum sollte ich ihr feindlich gesinnt sein? Das schafft keinen Frieden, keine Motivation immer wieder das Gute im Menschen zu suchen. Dieser Gott, der mein Freund sein will, ist kein Feind der Menschen, sondern ihr Freund und möchte uns dazu bewegen keine Feindschaft unter uns zu haben. In diesem Sinne kann auch ich Gottes Freund sein, nicht wahr, Störti?

Also, lieber Störti, denk mal darüber nach, dass nicht alles, was einem in den Mund gelegt wird, auch aus gesprochen oder gar gedacht werden sollte!

Seemannsdiakon Folkert J. Janssen - DSM Rostock
 

Seeschifffahrt

Fünf Männer mit unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Unterwegs auf unterschiedlichen Schiffen. Vereint in dem, was sie sind: „Kapitäne“

Ein Dokumentarfilm von Frank Stolp und Lennart Stolp

Dieser Film porträtiert fünf Kapitäne – er zeigt ihre Arbeit auf See und auf Reede, zeigt ihren seemännischen Alltag an Bord mit allen Pflichten und Verantwortungen, zeigt, wie sie nautische Entscheidungen treffen, ihre Mannschaft lenken, wie sie als Schiffsführer handeln.

Aber der Film geht weit darüber hinaus: Der Zuschauer lernt die Kapitäne als facettenreiche Persönlichkeiten mit Werten und Weltanschauungen kennen, und zwar nicht nur an Bord, im Hafen und auf hoher See, sondern gleichermaßen im engsten privaten Bereich, als Väter, Söhne und Ehemänner, als Menschen mit individuellen Verantwortungen, die sich dabei intensiv mit den Themen Familie und Bindung, Heim und Heimat auseinandersetzen.

Ihre Geschichten erzählen darum viel mehr als nur vom Leben auf Elbe, Nordsee und Ozean, sie erzählen über Lebensentwürfe und Lebensziele, über Hoffnungen und Glück und auch über tragische Wendungen.

Die Erzählweise von KAPITÄNE ist im klassischen Sinne dokumentarisch: Ohne inszeniertes oder kommentierendes Beiwerk lässt er nur die Kapitäne selbst zu Wort kommen, er lässt sie selbst erzählen, über Erlebtes und Gefühltes, über Höhepunkte und Tiefen ihres maritimen Alltags und ihres Lebens an Land.

Mehr Infos und Spielstätten hier klicken

 

DSM e.V.

Deutsche Seemannsmission auf dem Weg voran

Die Deutsche Seemannsmission e.V. (DSM) setzt sich für "einen Weg voran" ein. Dies wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung (vom 15.-16. Juni) in Breklum/Nordfriesland einmütig bekräftigt.

Generalsekretärin Heike Proske (Bremen) und der scheidende Präsident Propst i.R. Jürgen F. Bollmann (Hamburg) wiesen in ihren Jahresberichten darauf hin, dass es  nach schwierigen und teils schmerzhaften  Jahren der Konsolidierung berechtigte Hoffnung für eine gesicherte Zukunft der Seemannsmission gebe. Dabei setzt die DSM künftig noch stärker auf die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern weltweit. Kooperationen könnten  gesucht und gefunden werden. Dadurch würde "selbst ein künftiger Ausbau der DSM" nicht auszuschließen sein, resümierte Bollmann in seinem Jahresbericht, in dem er die Maßnahmen zur Stabilisierung während der letzten Jahre Revue passieren ließ. Alle 16  Auslandsstationen wären auf dem Prüfstand gewesen. Es käme weiterhin darauf an, den Seeleuten aus aller Welt die "ersehnte Heimat auf Zeit zu geben" und möglichst den "erreichten Standard zu erhalten." Dies gelinge auf Dauer nur, wenn die Kooperation mit befreundeten Organisationen und Partnern vor Ort funktioniere, gepflegt  und weiter ausgebaut werde. Viele Einzelgespräche und bilaterale Verhandlungen stimmten den Vorstand der DSM insgesamt optimistisch, auch wenn für die Würde der Seeleute (seafarers' dignity) künftig weiterhin "gekämpft" werden müsse.

Die Generalsekretärin Heike Proske unterstrich, dass die DSM auch weiterhin die Arbeit der Seeleute, die hier seit mehr als 130 Jahren  zuverlässige Ansprechpartner finden, unterstützen werde, damit diese "ihrer Arbeit an Bord sicherer, getroster und mutiger nachgehen können". Es zeichne sich aber ab, dass bestimmte Stationen auf Dauer nur überlebensfähig seien, wenn sich die finanzielle Hilfe und personelle Unterstützung von Dritten erkennbar erhöhe. Auch wäre es für das verantwortliche Wirtschaften mit dem angespannten Etat für die Auslandsstationen notwendig, konzentrierter zusammenzuarbeiten. Mindereinnahmen verzeichnet die DSM einerseits durch den dramatischen Einbruch (um mehr als die Hälfte!) der freiwilligen Reederabgaben und andererseits durch die vor Jahren beschlossenen geringeren Zuweisungen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Vor der Mitgliederversammlung formulierte die Generalsekretärin ihre Zukunftsvision: "Mutiger Blick nach vorne, bei allem, was ... weh tut an Einsparungen und Veränderungen." Im Blick auf unvermeidbare Kürzungen und ggf. Fusionen stellte sie fest, dass es legitimen Raum für "Verarbeitungen und Trauerprozesse" geben müsse. Dabei dürfe man allerdings nicht stehen bleiben.

Der Schlussappel an die Mitgliederversammlung wurde von Heike Proske auf die Formel gebracht: "En marche - nach vorn". Mit diesem Slogan sei die DSM  bereits aktiv unterwegs. Es käme  auf "Flexibilität, Mobilität, Internationalität und religionsübergreifende Zusammenarbeit" an.
  

 

news schlaichDSM e.V.

Clara Schlaich ist neue Präsidentin der Deutschen Seemannsmission

Die Deutsche Seemannsmission e. V. (DSM) hat turnusgemäß für sechs Jahre einen neuen Vorstand gewählt. Die Mitgliederversammlung tagte am 15. und 16. Juni im Christian Jensen Kolleg (Breklum).

Die Hamburger Ärztin Dr. med. Clara Schlaich wurde - in Nachfolge des Hamburger Propsten i.R. Jürgen F. Bollmann - zur Präsidentin gewählt. Schlaich (50)  war  Leiterin des Hafenärztlichen Dienstes in Hamburg. Nach einem längeren  Auslandsdienst in Afrika hat sie sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Faesecke in der Hamburger HafenCity niedergelassen. Mit der DSM  ist die neue Präsidentin seit Jahren aktiv verbunden. Sie betont, dass sie diese "wichtige Arbeit im In- und Ausland im Sinne ihrer Vorgänger weiterführen" möchte.

Zum Vizepräsidenten wurde Propst Frie Bräsen (53) - in Nachfolge des Hamburger Journalisten Uwe Michelsen -  gewählt.  Bräsen leitet die Propstei Altona-Blankenese im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Der in Tanzania geborene Theologe möchte sich bei der DSM in verantwortlicher Position  engagieren, weil er mit Hafen und Schiffahrt schon länger persönlich und beruflich in Berührung gekommen ist. Er sieht  in der DSM ein "wichtiges kirchliches Werk", in dem er "glaubwürdig und fleißig  mitarbeiten"  möchte.

Zum Schatzmeister wurde Helmut Weermann (Cuxhaven) neu- und als Beisitzer Hans-Gerhard Rohde, Martin Struwe und Rolf J. Hermes wiedergewählt. Ebenfalls gehört satzungsgemäß die Generalsekretärin Heike Proske zum siebenköpfigen Vorstand der DSM.

Foto: Matthias Ristau  
 

duckdalben hilleDSM Duckdalben

Jörn Hille ist neuer Seemannsdiakon im "Duckdalben"

Frischer Wind im "Duckdalben": Jörn Hille ist neuer Seemannsdiakon in dem Internationalen Seemannsclub in Hamburg. Der 39-Jährige wurde am 16. Juni 2017 in sein Amt eingeführt.

Hille ist seit 2009 im englischen Hafen Tilbury Chef der Station "London-Themse" der Deutschen Seemannsmission (DSM) in England tätig gewesen.
Einführung übernimmt Pastor Matthias Riestau

Der "Port of London" ist der zweitgrößte Hafen des britischen Königreiches. Hille, in Achim bei Verden geboren, wuchs unter anderem in Ägypten auf. Er studierte Sozialarbeit und Religionspädagogik und wurde in der hannoverschen Landeskirche zum Diakon eingesegnet.

 

dsm boot fluechtlingeDSM e.V.

"Seeleute sind keine Flüchtlingsretter!"

Wer an die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer denkt, hat in der Regel Bilder von NGOs wie Ärzte ohne Grenzen oder des Vereins Sea Watch im Sinn. Erst in dieser Woche haben diese Organisationen in einem Brief an die Bundesregierung darüber geklagt, dass sie bei der Seenotrettung an ihre Grenzen geraten. Doch nicht nur die NGOs üben Kritik, sondern auch die Deutsche Seemannsmission mit Hauptsitz in Bremen.

Gesamten Artikel auf NDR Info lesen und hören
 

Deutsche Seemannsmission - Nachlese Kirchentag 2017

Fast die Hälfte aller Stationen am Stand 

Die Deutsche Seemannsmission (DSM) war während des Kirchentages stark vertreten. Ein Informationsstand im Markt der Möglichkeiten und eine Fotoausstellung in der Halle der Musik.

Der Stand am Markt der Möglichkeiten zeigte Seeleute in ihren Alltagssituationen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 14, der insgesamt 32 Stationen weltweit animierten die Besucher*innen Grußkarten an Seeleute zu schreiben und sich über die Arbeit zu informieren. Typische phillipinische Snacks, wie Schweinekrustenchips oder Maisbohnen konnten probiert werden.

Die Chance eine Übernachtung in einem Seemannsheim zu gewinnen wurde rege wahrgenommen. Die Gewinner werden bald feststehen und informiert.

Die Aktion „Grußkarten für Seeleute“ kann auch weitergeführt werden. Z.B. im Rahmen eines Gottesdienstes oder Gemeindefestes. Gerne stellt die DSM Material dafür zur Verfügung ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

kita 2017 01

kita 2017 02Fotos: (oben) Kirchentagsbesucher schreiben Grusskarten an Seeleute, (unten) Unser Stand auf dem MdM

Die DSM Fotoausstellung „Faces of Alexandria“ in der Halle der Musik zeigte 50 Siegerfotos aus einem Fotowettbewerb anlässlich des Jubiläums „55 Jahre Seemannsheim Alexandria“, der von der DSM Station Alexandria in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Alexandria und der Deutschen Botschaft in Kairo veranstaltet wurde. So manch einem Besucher eines Vortrages wurden eventuelle Redelängen durch die schönen Bilder ausgeglichen.

 

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Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.

Apostelgeschichte 26,22 (Lutherbibel)

festmachen 2017 08 thumb200 Wie tief doch Paulus Glauben war! Als er diesen Satz spricht, könnte er doch eher enttäuscht von Gott sein. Steht er doch gerade unter Anklage vor Gericht. Sätze, wie „Gott, wie konntest Du mich in diese Lage bringen? Oder wie konntest Du das zulassen?“, fallen mir da ein.

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