Bischof Jan Janssen zu Besuch in Rotterdam

Der oldenburgische Landesbischof und Vorsitzende des Evangelischen Missionswerkes Jan Janssen war vergangenes Wochenende (6.-8.01.2017) zu einem Besuch in Rotterdam, um die dortige Arbeit der Deutschen Seemannsmission kennen zu lernen. Zusammen mit Seemannspastor Walter Köhler besuchte er mehrere Schiffe in Stadtnähe als auch im 50 km von Rotterdam entfernten Container - Tiefseehafen draußen in der Maasvlakte.

Der Alltag auf den Schiffen wird geprägt von Zeitmangel und Personalknappheit. Vor allem im Containerbereich ist der Druck, welcher auf dem Schiffspersonal lastet, nicht zu übersehen.  Trotzdem haben sich zahlreiche Seeleute die Zeit genommen, um mit den beiden Besuchern zu sprechen und ihnen von der Arbeit auf ihrem Schiff zu berichten.

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Bischof Jan Janssen mit Walter Köhler  vor dem neuen
Seemannsclub Oostvoorne
Kapitän eines Containerschiffs und Bischof Janssen

Weil das orthodoxe Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert wird, war dies ein guter Anlass, den betroffenen Seeleuten zu ihrem Fest zu gratulieren. Ein russischer Chief Ingenieur berichtete, wie bei ihm zuhause das Christfest gefeiert wird. Im Arbeitsalltag an Bord ist davon leider nicht viel umzusetzen. Aber er möchte an diesen Tagen zumindest mit seinen Angehörigen telefonieren und skypen und hat sich hierfür bei Walter Köhler die entsprechenden Telefonkarten besorgt. Dass an Bord der Schiffe internationale Mannschaften in Frieden zusammenarbeiten, sieht der russische Ingenieur als Vorbild für Staaten und Gesellschaften an. Er selbst war in der Ukraine aufgewachsen, kann aber dorthin derzeit nicht zurückkehren, während an Bord die russischen und ukrainischen Seeleute keine Probleme miteinander haben. Auf dem Schiff wird ein Stück die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden im Alltag gelebt und praktisch umgesetzt.

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Im neuen Seemannsclub „The Bridge“. v. l.: W. Köhler, Bischof Janssen, H. Perfors, B. Koningalle Fotos: DSM Rotterdam

Auf dem Weg zum Tiefseehafen in der Maasvlakte machten Bischof Janssen und Seemannsdiakon W. Köhler einen Abstecher zum neuen Seemanns - Club „The Bridge“ im Europoort, in dem auch die DSM mit ihrem Seemannsdiakon und den Freiwilligen mitwirkt.

Die niederländische Seemannspastorin Helene Perfors und Vorsitzender Kap. i. R. Bernt Koning berichteten, wie die Eröffnung des Clubs zustande kam. Obwohl bis jetzt nur an drei Tagen pro Woche geöffnet ist, haben bereits über 700 Seeleute innerhalb von drei Monaten die Einrichtung aufgesucht. Unterstützt wird „The Bridge“ vom Portwelfare Commitee des Rotterdamer Hafens als auch von zahlreichen freiwilligen Helfern. Ziel ist es, den Seemannsclub so bald wie möglich an sieben Tagen pro Woche zu öffnen.

Abgerundet wurde der  Besuch mit einem Gottesdienst am Sonntag in der Deutschen Evangelischen Gemeinde Rotterdam, den Bischof Janssen und W. Köhler gemeinsam gestalteten. Es kam hier deutlich zum Ausdruck, wie Seemannsmission und Kirche in Rotterdam zusammenarbeiten und sich bei ihren unterschiedlichen Aufgaben ergänzen können.

Für Bischof Janssen war es neben dem Kennenlernen einer Seemannsmission im modernen  Schiffsalltag auch eine persönliche Note: Sein Vater hatte vor vielen Jahren ein Diakonen-Praktikum bei der Rotterdamer Seemannsmission absolviert.                              

  

 

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