lounges wichmannKreuzfahrten

Kreuzfahrt mit Bauchschmerzen

Deutsche Seemannsmission zur Beendigung der Kreuzfahrtsaison in Deutschland

Kreuzfahrten erfreuen sich einer immer höheren Beliebtheit. Im Tourismussektor sind hier die größten Steigerungen der letzten Jahre zu erleben. Über die Sommersaison werden auch viele deutsche Häfen, insbesonders Hamburg, Kiel, Warnemünde und Bremerhaven angelaufen. Im Herbst ändern sich dann die Routen in die wärmeren Länder.

Zum Abschluss der Kreuzfahrtsaison erklärt Markus Wichmann, Leiter der Seafarers‘ Lounge der Deutschen Seemannsmission in Hamburg, dass diese Steigerungen zwar für die Tourismusbranche gut sind, jedoch genauer auf die Crews und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen an Bord von Schiffen geachtet werden muss. „Die Schiffe werden immer schöner und luxuriöser, die Mannschaftsunterbringung jedoch nicht“ so Wichmann. Neben ungerechter Bezahlung und hohem Stundenaufwand ist auch die Versorgung und Unterbringung der Crews auf einigen Schiffen besorgniserregend. Als Mitarbeiter an Bord eines Kreuzfahrtschiffes hat man Anspruch auf Unterkunft und Verpflegung. Markus Wichmann sagt dazu: „Auf einigen Schiffen sind die Tagessätze für die Verpflegung der Crews viel zu niedrig – Reste aus der Gästeversorgung werden weggeworfen und die Crew mit sehr einseitiger Ernährung abgespeist“. „Unser meistverkauftestes Produkt für die Seeleute sind Schweinekrustenchips – nicht als Snack, sondern als Beigabe für den Reis.

Auch die Unterbringung in Mehrbettkabinen ist häufig für die Crews sehr belastend, denn sie arbeiten bis zu 9 Monate ohne Unterbrechung 7 Tage die Woche. „Eine Rückzugsmöglichkeit besteht für große Teile der Crew nicht“ so Wichmann, „wir erleben in hohem Maße, dass die Mitarbeiter der Schiffe nach kurzer Zeit bereits ausgebrannt und am Ende ihrer seelischen Kräfte sind.“

Wichmann und die Deutsche Seemannsmission möchten nicht, dass Kreuzfahrten eingeschränkt werden, sondern nur, dass auf den Schiffen der Standard für die Angestellten sich ein bisschen verbessert.
Vielleicht ein frommer Wunsch für das nächste Jahr?

Statistik:
Die Deutsche Seemannsmission betreibt in 3 Lounges für die Kreuzfahrt in Hamburg Altona, HafenCity und Steinwerder, eine Lounge in Warnemünde, zwei in Kiel am Baltic Poller und in der Innenstadt, sowie im Seemannsheim in Bremerhaven.
Dort arbeiten neben 3 Vollzeitkräften mehrere Teilzeitstellen und gut 40 Ehrenamtliche.
Im Jahr 2018 konnten von den gut 600 in Deutschland angelaufenen Kreuzfahrtschiffen in Hamburg 220, in Kiel knapp 160, in Rostock etwa 200 Schiffe und mehr als 90.000 Seeleute von diesen Schiffen betreut werden.

 

Deutschen Seemannsmission e.V. Bremen

1800 Ertrunkene sind zu viel! 

Fast 1800 Menschen sind bereits dieses Jahr im Mittelmeer ertrunken. Die aktuellen Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind erschreckend. „Dieses Drama hat auch Auswirkungen, die der deutschen Bevölkerung nicht bewusst sind,“ so Dr. Clara Schlaich, Präsidentin der Deutschen Seemannsmission e.V. in Bremen.

„Wir befürchten, dass durch die veränderte politische Situation in einigen Mittelmeeranrainerstaaten, vor allem in Italien, die Handelsschifffahrt wie bereits vor einigen Jahren wieder verstärkt mit der Rettung Hilfesuchender konfrontiert wird,“ so Clara Schlaich. „Doch diesmal werden sie von der Politik alleingelassen“:

Die Seeleute befinden sich lt. Schlaich in einem ethischen Dilemma: Sie sind nach internationalen Seefahrtsgesetzen verpflichtet, jedem in Seenot geratenen Menschen zu helfen. Tun sie das, führt die veränderte Politik jedoch dazu, dass sie möglicherweise kriminalisiert und ggf. sogar verhaftet werden. In Italien werden Schiffe mit Hilfesuchenden an Bord festgehalten, und die Kapitäne, bzw. Mannschaftsmitglieder als angebliche Schlepper angeklagt. Retten sie auf hoher See nicht, leiden Kapitäne und Mannschaften unter massiven Schuldgefühlen und setzen sich der möglichen Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung aus.

„Ich bin sehr davon beeindruckt, dass sich einige Reedereien in Deutschland trotz der veränderten politischen Lage dazu entschlossen haben, Hilfsgüter zur Versorgung von Geflüchteten an Bord mitzuführen, wie Regenplanen, Wärmedecken, Wasserkanister, Hygieneartikel und Medikamente und mit ihren Crews das Verhalten im Falle der Flüchtlingsrettung an Bord planen. Sie setzen damit ein klares Signal für Humanität!“ so Schlaich.

In den Seemannstationen rund um das Mittelmeer erfahren die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, dass Seeleute wieder vermehrt mit Flüchtenden, im Meer treibenden Leichen und deren persönlichen Gegenständen konfrontiert sind. Das sind belastende Erlebnisse für Seeleute, die nicht alle verkraften. Hinzu kommt, dass auf See oft Gesprächspartner fehlen, die helfen könnten, um das Gesehene zu verarbeiten.

Die Deutschen Seemannsmission e.V. fordert sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Union auf, sofort verbindliche Regelungen zu finden, die die Handelsschifffahrt bei der Bergung von Schutzsuchenden entkriminalisiert und klare Bestimmungen für die Übergabe der Geretteten zu vereinbaren.
  

 

DSM Altona

„Wer auf dem Meer unterwegs ist, der hilft“

Als Seelsorger kennt Seemannsdiakon Fiete Sturm die Sorgen der Seeleute. Seenotrettung – auch von Flüchtlingen – ist für sie selbstverständlich.

Die Flucht über das Mittelmeer war immer gefährlich. Die Internationale Organisation für Migration zählt allein in den vergangenen dreieinhalb Jahren mehr als 13.500 Tote. Damit ihre Zahl nicht weiter steigt, setzen Hilfsorganisationen wie Sea Watch, Sea Eye und Lifeline inzwischen Rettungsboote ein. Jetzt wurden ihre Schiffe in Malta festgesetzt. Die Seenotrettung wird infrage gestellt, während das Sterben weitergeht. Italien verweigert Schiffen mit geretteten Flüchtlingen gar die Einfahrt.

Gesamten Atikel auf www.hinzundkunzt.de lesen (Externer Link)
 
 

Deutsche Seemannsmission

Seemannsmissionen bauen Notfall-Seelsorge auf

Die Seemannsmissionen in Norddeutschland bauen ein Netzwerk auf, um Seeleuten in seelischen Notsituationen beizustehen. Vorbild sei die Notfall-Seelsorge von Polizei und Feuerwehr, sagte Fiete Sturm, Leiter der Seemannsmission Hamburg-Altona, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Eine erste Gruppe mit 15 überwiegend hauptamtlichen Seemannsdiakonen hat ihre Ausbildung bereits abgeschlossen. Eine zweite Gruppe startet im Spätsommer. Ein spezielles Thema der Ausbildung ist die Konfrontation der Seeleute mit den Flüchtlingen auf dem Mittelmeer.

Die Arbeit auf See zählt nach wie vor zu den gefährlichsten Branchen. Die Unfallzahlen sind hoch, immer wieder kommt es auch zu Todesfällen, etwa wenn Container verrutschen. Freizeit gibt es kaum, die Bezahlung ist meist gering. Die Mannschaften kommen aus allen Regionen der Welt, häufig sind es Filipinos oder Russen.

Gesamten Artikel auf evangelisch.de lesen (Externer Linke)
   
 

news seemann smartphoneSeeschifffahrt

Warum neue Anti-Terror-Bestimmungen Seeleuten Probleme bereiten

Seit einigen Monaten sind neue Sicherheitsbestimmungen zur Aktivierung einer Telefonkarte gültig. Diese sollen dem internationalen Terrorismus entgegenwirken – erschweren aber auch die Kommunikation von Seeleuten in die Heimat.

Die seit einigen Monaten gültigen Sicherheitsbestimmungen zur Aktivierung einer Telefonkarte für das Smartphone bereiten Seeleuten große Probleme. Der Vorgang sei für sie massiv erschwert worden, kritisiert der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe in seinem neuesten Tätigkeitsbericht. „Die Identität des Nutzers muss per Ausweis und Videotelefonat überprüft werden - unmöglich, wenn kein Internet zur Verfügung steht.“ Die Registrierungspflicht dient nach Angaben der Bundesregierung dem Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus.
Seeleute sind monatelang von Zuhause weg

Die Aktivierung einer solchen Karte könne unter diesen Bedingungen bis zu 20 Minuten dauern, führt Struwe aus. „Wenn mehrere Seeleute eine Telefonkarte benötigen, stoßen wir zeitlich an unsere Grenzen. In solchen Situationen frage ich mich dann unweigerlich, wo da für uns noch die Zeit zur persönlichen Begegnung bleibt.“

Weltweit seien mehr als eine Million Seeleute oft monatelang von Zuhause weg, erläuterte Struwe. Ein Kontakt und Grüße über das Smartphone seien für sie eine Kraftquelle. Auf diese Weise könnten sie wenigsten ein wenig am Alltagsleben ihrer Familien teilhaben.

Im Hafen auf das Smartphone angewiesen

Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr haben zur Zeit lediglich ein Fünftel der Besatzungen die Möglichkeit, auf See die Internetverbindung des Schiffes für private Zwecke zu nutzen. Um so mehr sind sie im Hafen auf ihr Smartphone angewiesen. Struwe: „Für viele Reedereien sind die technischen Voraussetzungen noch zu teuer.“

Mit Cuxhaven gehören 32 Stationen im In- und Ausland zur Deutschen Seemannsmission. Mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtliche leisten in ihrem Auftrag auf Schiffen, in Seemannsclubs und in Seemannsheimen auf mehreren Kontinenten Seelsorge und Sozialarbeit an Seeleuten aus aller Welt. Sie arbeiten eng mit anderen christlichen Seemannsmissionen und Organisationen wie der Internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft ITF zusammen.

Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, die oft von Stress und kurzen Liegezeiten bestimmten Lebens- und Arbeitsverhältnisse an Bord zu verbessern. Das Team der Seemannsmission in Cuxhaven hat Struwe zufolge im vergangenen Jahr mehr als 950 Schiffe besucht. Knapp 1.100 Seeleute aus 27 Nationen besuchten den Club im Grünen Weg.

Text: epd
Foto: Eduard74 - CC4.0 - wikimedia commons
 

DSM Lübeck

Seemannsmission ist wichtiger Bestandteil im Hafen

luebeck bretschneider reichelt

Die Seemannsmission in Lübeck blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. "Viele Seeleute, die nach Lübeck kommen, warten schon auf den Besuch der Seemannsmission", zog Andreas Stülcken, 1. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, auf der jährlichen Mitgliederversammlung am 21. März ein Fazit. "Die Seemannsmission ist wichtiger Bestandteil im Hafen."

über 1.700 Seeleute haben die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr auf den Schiffen angesprochen, über 460 Bordbesuche in den Lübecker Häfen gemacht. Sie haben Zeitungen vorbeigebracht. Telefonkarten verkauft, die für die Seeleute so wichtig sind, um über lange Zeit den Kontakt zur ihrer Familie zu halten. Sie haben zugehört, wenn etwas auf der Seele brannte, Seeleute im Krankenhaus begleitet oder eine Einkaufstour organisiert.

632 Seeleute haben den Seemannsclub "Sweder Hoyer" am Lehmannkai 2 besucht. Die Räume werden kostenlos von der Reederei Lehmann zur Verfügung gestellt. Hier haben die Seeleute die Möglichkeit genutzt, vom Alltag an Bord abzuschalten. Sie haben sich über das freie WLAN gefreut und mit ihrer Familie geskypt. Sie haben Billard gespielt oder ein Gespräch mit den Mitarbeitern geführt. "Support of seafarers‘ dignity", ist das Motto der Seemannsmission. Sie setzt sich für die Würde der Seeleute ein – unabhängig von der Religion, der Hautfarbe und der Nationalität.

Die Seemannsmission in Lübeck hat 119 Mitglieder. Sie wird geführt von Andreas Stülcken (1. Vorsitzender), Jürgen Classens (2. Vorsitzender), Mathias Ullrich (Schriftführer) und Horst Geiger (Schatzmeister). Zum neuen Kassenprüfer gewählt wurde Christian Wilkens. Er löst Jürgen Holznagel ab. Die Seemannsmission hat mit Diakonin Katharina Bretschneider und Theologin Bärbel Reichelt zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, hinzu kommen 16 Ehrenamtliche. Die Deutsche Seemannsmission in Lübeck wurde 1906 gegründet und finanziert sich unter anderem über Spenden.

Foto: DSM Lübeck
 

Im Hamburger Hafen

Nur ein paar Minuten für den Arzt

Seeleute haben kaum Zeit, zum Arzt zu gehen. Die Liegezeiten der Schiffe sind so knapp kalkuliert, dass die Gesundheit oft erst zum Thema wird, wenn es nicht mehr geht. Im Hafen Hamburg wird deshalb eng zusammengearbeitet.

Gesamten Artikel der NZZ lesen
 

dsm boot fluechtlingeDSM e.V.

"Seeleute sind keine Flüchtlingsretter!"

Wer an die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer denkt, hat in der Regel Bilder von NGOs wie Ärzte ohne Grenzen oder des Vereins Sea Watch im Sinn. Erst in dieser Woche haben diese Organisationen in einem Brief an die Bundesregierung darüber geklagt, dass sie bei der Seenotrettung an ihre Grenzen geraten. Doch nicht nur die NGOs üben Kritik, sondern auch die Deutsche Seemannsmission mit Hauptsitz in Bremen.

Gesamten Artikel auf NDR Info lesen und hören
 

Unsere Bankverbindung

Spenden-Konto
Deutsche Seemannsmission e.V.
IBAN: DE70 5206 0410 0006 4058 86
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG, Kiel

Merkblätter der DSM
zum Corona-Virus

cover handlungsempfehlung cover merkblatt
Handlungs-
empfehlung
Merkblatt Mund- und  Nasen-Bedeckung
Zum Lesen / Dowload Abbildung anklicken

Support of seafarers
dignity:
We are still active
in many ports!

for complete list click here

news missionliste

Hotline DSM-Care

dsm care logo
chat with chaplain
explore stations
dsm germany
dsm worldwide
Klick on the bottoms to be linked to the homepage of www.dsm.care
  

Bündnis: United4Rescue

united4rescue logo
Zur Bündnis-Seite
 

Kampagne: Fair übers Meer!

fair ueber meer 04

Zur Kampagnen-Seite
 

 con info  Unsere Arbeit unterstützen:

Evangelische Kirche in Deutschland logo vdr

logo seafarers trust

 

Vesseltracker  logo bmfsfj     logo bmas     logo bg verkehr  
 Evangelische Kirche
 in Deutschland
 Verband
 Deutscher Reeder
 ITF-Seafarers Trust
 Vesseltracker.com
 Bundesministerium für
 Familie, Senioren,
 Frauen und Jugend
 Bundesministerium für
 Arbeit und Soziales
 Dienststelle
 Schiffssicherheit
 BG Verkehr
  

      

  

javgrown.com javvids.com javfund.com