Festmachen - November 2015

Erbarmt euch derer, die zweifeln.

Judas 22 (Lutherbibel = Einheitsübersetzung)

festmachen 2015 11Der Zweifel gehört fest seit jeher zu unserem Lebensalltag. Das beginnt schon mit dem Brief, dem dieses Zitat entstammt. Der Verfasser dieses Briefes ist nicht mit jenem Jünger identisch, der Jesus verriet und sich kurz darauf selbst das Leben nahm. Nach einigen Theorien war dieser frühe Judas ein getriebener Zweifler, der Jesus aus Verzweiflung und innerer Zerrissenheit verriet.

Unser mutmaßlicher Verfasser ist deutlich jünger, denn der Brief wird auf das 2. Jahrhundert nach Christus datiert. Das Ziel dieses Briefes war, die damals noch kleine aber wachsende Christenheit an die Notwendigkeit zu erinnern, wachsam zu bleiben, im Glauben stark zu sein und Irrlehren abzulehnen. Doch besonders am Herzen schien dem Verfasser jener Appell zu liegen, den er gegen Ende des Briefes so eindringlich formuliert „Erbarmt euch derer, die zweifeln.“

Im vorangehenden Text mahnt Judas zur Festigkeit und Unbeirrbarkeit, aber plötzlich ermutigt er eindringlich zum kritischen Hinterfragen. Das Bedürfnis, etwas nicht sofort zu entscheiden, sondern erst Antworten auf drängende Fragen zu suchen, stellt er als hohes Gut dar.

 

So ist dieser Brief hoch aktuell. In unserer Zeit wird es immer wichtiger, die ideale Verbindung zwischen zweifelndem Denken und entschlossenem Handeln zu meistern. Als Bundestagsabgeordneter bin ich meinem Gewissen verpflichtet. So ist es ein wichtiger Teil unseres Berufes, Sachverhalte zu hinterfragen, genau abzuwägen, Schlüsse zu ziehen und dann bewusst zu entscheiden.

Gleichzeitig ist es unsere Pflicht, politische Entscheidungen entschlossen zu treffen und umzusetzen. Nur so können wir unserer Verantwortung nachkommen und den Rahmen für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen, für Existenz sichernde Arbeit, leistungsfähige Infrastruktur und friedliche internationale Beziehungen setzen.

Dabei dürfen wir Zweifel nicht mit Wankelmut gleichsetzen. Um uns unserer Entscheidungen sicher zu sein, müssen wir uns erst Klarheit verschaffen und dann zu unserem Handeln stehen. Wenn wir aber dazulernen und sehen, dass eine getroffene Entscheidung den Anforderungen im Alltag vielleicht nicht mehr Stand hält, sind wir wieder gefordert, nachzudenken und gegebenenfalls neu zu entscheiden. Das gilt im christlichen Glauben und in unserem alltäglichen Leben.

Uwe Beckmeyer, MdB,
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Maritimer Koordinator der Bundesregierung
 

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