singa latzSeemannsmission Singapur

Ein Seelsorger setzt die Segel

Von Bremerhaven über Kronach in die weite Welt: Bei einem Gottesdienst in der Christuskirche wurde Pastor Andreas Latz in die Seemannsmission in Singapur entsandt.

Kronach - Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern unterhält in vielen Ländern und deren Kirchen partnerschaftliche Kontakte. Mit Pfarrer Achim Gerber fand nun die Aussendung von Pastor Andreas Latz aus Bremerhaven in die Lutherische Seemannsmission Singapur in der Kronacher Christuskirche statt.

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Pfarrer Latz 3.v.l. - Foto: H. Schülein
  
 

logo ekd violetAuslegung der Jahreslosung 2022

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37)

Die Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen


„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“, sagt Christus. Und: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ Und: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht.“ Und, und, und – immer ist die Botschaft: Keiner wird weggeschickt. Keine wird abgewimmelt. Niemand bleibt außen vor.

Zur Zeit erfahren und tun wir selbst überall das Gegenteil: Dichtmachen, Mauern bauen, Brücken abbrechen, Grenzen sichern, Abwehr stärken. Ist dieses Aufeinandertreffen Zufall? Anders als die täglichen Losungsworte wird eine Jahreslosung nicht ausgelost, sondern in einem langen Prozess demokratisch gefunden, von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen. An die fünfzig Vorschläge werden diskutiert und beraten, bis endlich per Wahl eine Entscheidung fällt. Menschen suchen ein Wort Gottes aus, von dem sie meinen: Dieses Wort ist jetzt dran. Man kann das kritisch sehen: Wird Gottes Wort hier benutzt?

Zugleich: Ist es nicht mit jedem biblischen Leitwort so, das wir sorgsam auswählen: Für Kirchentage etwa – oder an den markanten Zäsuren und Übergängen unseres persönlichen Lebens? Zur Taufe, zur Konfirmation, zur Trauung? Wir wählen ein biblisches Wort als Begleiter, weil wir darauf hoffen: Es hat seine eigene Stimme, seine eigene wundersame Kraft, die uns zum Leben hilft. Es mischt sich ein in den aktuellen Jammer der Welt und in die Erfahrungen meines eigenen kleinen Lebens. Steht immer wieder auch heilsam quer zur allgemeinen Stimmungslage. Stört mich selbst in dem, was ich immer schon dachte und zu wissen meinte.

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bremerhaven abschied seeleuteDSM Bremerhaven

Gestrandete Seeleute reisen nach 16 Monaten aus Bremerhaven ab

  • Seeleute aus Kiribati saßen fast anderthalb Jahre in Bremerhaven fest

  • Strikte Corona-Auflagen verhinderten Heimreise in den Südpazifik

  • Nun folgt Quarantäne in Hamburg vor endgültiger Abreise

Nach 16 Monaten fernab ihrer Familien durften fünf Seeleute aus dem südpazifischen Inselstaat Kiribati am Mittwoch endlich die erste Etappe ihrer Heimreise antreten. Sie hatten über Monate im Bremerhavener Seemannshotel "Portside" sehnsüchtig darauf gewartet, ihre Verwandten wiederzusehen. Doch wegen strikter Corona-Einreise-Auflagen ihres Landes mussten schon zwei Rückfahrt-Termine kurzfristig abgesagt worden. Nun seien sie zunächst nach Hamburg aufgebrochen, sagte eine "Portside"-Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur epd.

In Hamburg sollen sie acht Tage in Quarantäne gehen, am 20. Januar ist dann der Flug zunächst auf die Fidschi-Inseln geplant. Von dort soll es auf die letzte Etappe nach Kiribati gehen.

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Foto: DSM Bremerhaven
 

bremen fuenf seeleuteDSM Bremen

Warum fünf Seeleute seit Monaten in Bremerhaven festsitzen

Seit Oktober warten fünf Seemänner aus Kiribati sehnsüchtig darauf, in ihre Südsee-Heimat zurückkehren zu können. Doch wegen Corona war das bislang unmöglich.

Aus der Sendung: buten un binnen vom 06.01.2022
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December Jozef en Maria worden geweigerd bij de herberg Het leven van Christus in de twaalf maanden (serietitel) Emblemata Evangelica (serietitel), RP-P-1978-92

Weihnachtsgrüsse aus dem Hohen Norden

"und legte ihn in eine Krippe,  denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge." LK 2,7b

an diese Worte aus dem Weihnachtsevangelium musste ich in diesem Jahr einige Male denken. 
Natürlich, als die Seeleute aus Kiribati in der (Jugend)herbegrge waren und es gleichzeitig das Beherbergungsverbot gab. Aber auch, als ich rumtelefonierte und merkte, wie schwer es ist eine Herberge für positiv getestete Seeleute zu finden - und noch mehr, als ich einige Male dort selbst im Vollschutz herumlief und sah, wie unangemessen die Bedingungen dort waren. 
Und auch, wenn nur noch wenige Seeleute in die Seemannsclubs kommen, nicht weil diese nicht für sie offen sind, sondern weil die meisten Seeleute viele Monate nicht an Land dürfen, auch schon als die Zahlen bei uns noch niedrig waren.

Und jetzt, wo wir das nächste Weihnachten vorbereiten, das von der Corona Pandemie geprägt ist.


Es wirkt unwirtlich, als ob unsere Welt nicht mehr so ist, wie sie es immer war. 
Ist uns da nach Weihnachten zumute?


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amsterdam weihnachtenWeihnachten 2021

"So gut wie kein Landgang möglich"

Corona-Weihnachten: Seemannsmission beschert Schiffsbesatzungen

Cuxhaven (epd). Auch in diesem Jahr leiden Seeleute zu Weihnachten besonders unter den harten Einschränkungen, die sich speziell für sie aus der Corona-Pandemie ergeben. "Noch immer ist so gut wie kein Landgang möglich", sagte der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Selbst wenn die Crew durchgeimpft sei, erlaube die Reederei oft nicht, das Schiff zu verlassen, um so zu verhindern, dass das Virus an Bord eingeschleppt werde.

Befürchtet werde, dass es bei einem Corona-Ausbruch auf dem Meer fern vom nächsten Hafen und weit weg von medizinischer Versorgung zu großen Problemen kommen könne. "Corona nervt die Menschen - auf See noch mehr", sagte Struwe, der zusammen mit vielen Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Seemannsmission mit Bordbesuchen versucht, Abwechslung auf die Schiffe zu bringen.

Wenn die Crew teils über Monate nicht mehr an Land könne und es "gar nichts anderes mehr gibt als das Bordleben, dann ist das irgendwann nicht mehr gesund, dann wird das Fell dünner". Nach wie vor werde auch der Crewwechsel durch die Pandemie erheblich erschwert. "In dieser Situation wollen wir zum Weihnachtsfest kleine Glücksmomente schaffen", sagte Struwe. Allein in Cuxhaven seien 900 Weihnachtstüten gepackt worden: "Wir wollen 900 Mal ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zaubern, ohne die die gesamte Weltwirtschaft kollabieren würde."

"Was wäre der Weihnachtsmann ohne Seeleute?", fragte Struwe. "Fernseher, Kaffeemaschinen, T-Shirts, Hemden, Spielzeug oder Zutaten zum Festessen - alles wird übers Meer geliefert." Bei den Präsenten für die Seeleute gehe es deshalb nicht nur darum, eine kleine Freude zu machen, sondern auch "ein Zeichen zu setzen: Wir an Land wissen um Euch".

In Cuxhaven packen der Diakon und sein Team eine Telefonkarte und etwas Praktisches wie eine Taschenlampe oder einen Kalender in die Geschenketüten. Die Telefonkarte helfe dabei, den Kontakt in die Heimat aufrechtzuerhalten, sagte Struwe und führte aus: "Für die meisten Seefahrer und Seefahrerinnen ist die Sehnsucht nach ihren Liebsten zu Weihnachten besonders groß."

Manchmal leihe die Seemannsmission Router aus, mit denen die Crew an Bord über das Internet Kontakt zur Heimat aufnehmen könne. Für den Moment helfe manchmal auch etwas Süßes, ergänzte Struwe: "Bonbons und natürlich Schokolade, das hellt die Gesichter auf, da habe ich immer etwas dabei."

Cuxhaven gehört zum Netzwerk der evangelischen Deutschen Seemannsmission mit mehr als 30 Stationen im In- und Ausland. Dort leisten Hunderte Haupt- und Ehrenamtliche auf Schiffen, in Seemannsclubs und in Seemannsheimen Seelsorge und Sozialarbeit für Seeleute aus aller Welt.

Text: epd - Dieter Sell, Foto: DSM Amsterdam
 
 

luebeck weihnachten 21 1DSM Lübeck

An den Feiertagen nicht zu Hause

Kinder schenken Seeleuten mit Weihnachtspostkarten Freude

„Das alles bringen die Seeleute zu uns? Auch einen Teil unserer Geschenke?“ Die Schüler*innen der Klasse 3b von Birge Ziemer an der Paul-Klee-Schule staunten. Besuch hatten sie von Bärbel Reichelt, Stationsleiterin der Deutschen Seemannsmission in Lübeck. Sie berichtete den Kindern von Leben und Arbeiten an Bord – besonders zur Weihnachtszeit.
Weihnachten nicht zu Hause. Nicht mit der Familie unter dem Tannenbaum. Stattdessen irgendwo im Hafen oder auf dem Meer unterwegs. Das stellten sich die Kinder schwer vor. Es müsse ein bisschen traurig sein, fanden sie. Aber wie gut, wenn man die Familie anrufen könne und vielleicht auch ein paar Freunde an Bord habe, mit denen man feiern könne. Schön auch, wenn man Grüße bekommt.

luebeck weihnachten 21 2Und so haben die Schüler*innen bunte Weihnachtspostkarten für die Seeleute gestaltet. „Ich freue mich, dir zu schreiben. Ich danke dir, dass du für mich so weit fährst und dafür deine Familie nicht zu Weihnachten siehst“, ist da zu lesen. „Bestimmt ist es komisch, ohne die Familie zu feiern. Trotzdem wünschen wir dir frohe Weihnachten.“ „Wir hoffen, dass du oft mit deiner Familie telefonieren kannst.“ „Ich wünsche dir ein tolles Geschenk auf dem Boot, falls der Weihnachtsmann durch den Schornstein passt.“ Viele weitere herzliche Grüße haben die Kinder formuliert.

Bärbel Reichelt hat die Weihnachtsgrüße an Bord der Schiffe getragen und dort für Freude bei den Seeleuten gesorgt. „Weihnachten ist für viele Menschen eine emotionale Zeit. Für Seeleute gilt dies noch einmal in besonderer Weise, da sie an den Festtagen nicht zu Hause sein können“, berichtet die Theologin. Zudem habe die Pandemie die Seeleute stark belastet. Wochenlang hätten sie nicht von Bord gedurft und auch jetzt überlegten sie es sich aus Sorge vor Ansteckung sehr genau. „In dieser Situation ist es wichtig, dass sich die Seeleute gesehen fühlen“, so Bärbel Reichelt. „Die Weihnachtspostkarten der Kinder sind für viele ein kleiner Schatz in dieser emotionalen Zeit.“

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