luebeck weihnachten 21 1DSM Lübeck

An den Feiertagen nicht zu Hause

Kinder schenken Seeleuten mit Weihnachtspostkarten Freude

„Das alles bringen die Seeleute zu uns? Auch einen Teil unserer Geschenke?“ Die Schüler*innen der Klasse 3b von Birge Ziemer an der Paul-Klee-Schule staunten. Besuch hatten sie von Bärbel Reichelt, Stationsleiterin der Deutschen Seemannsmission in Lübeck. Sie berichtete den Kindern von Leben und Arbeiten an Bord – besonders zur Weihnachtszeit.
Weihnachten nicht zu Hause. Nicht mit der Familie unter dem Tannenbaum. Stattdessen irgendwo im Hafen oder auf dem Meer unterwegs. Das stellten sich die Kinder schwer vor. Es müsse ein bisschen traurig sein, fanden sie. Aber wie gut, wenn man die Familie anrufen könne und vielleicht auch ein paar Freunde an Bord habe, mit denen man feiern könne. Schön auch, wenn man Grüße bekommt.

luebeck weihnachten 21 2Und so haben die Schüler*innen bunte Weihnachtspostkarten für die Seeleute gestaltet. „Ich freue mich, dir zu schreiben. Ich danke dir, dass du für mich so weit fährst und dafür deine Familie nicht zu Weihnachten siehst“, ist da zu lesen. „Bestimmt ist es komisch, ohne die Familie zu feiern. Trotzdem wünschen wir dir frohe Weihnachten.“ „Wir hoffen, dass du oft mit deiner Familie telefonieren kannst.“ „Ich wünsche dir ein tolles Geschenk auf dem Boot, falls der Weihnachtsmann durch den Schornstein passt.“ Viele weitere herzliche Grüße haben die Kinder formuliert.

Bärbel Reichelt hat die Weihnachtsgrüße an Bord der Schiffe getragen und dort für Freude bei den Seeleuten gesorgt. „Weihnachten ist für viele Menschen eine emotionale Zeit. Für Seeleute gilt dies noch einmal in besonderer Weise, da sie an den Festtagen nicht zu Hause sein können“, berichtet die Theologin. Zudem habe die Pandemie die Seeleute stark belastet. Wochenlang hätten sie nicht von Bord gedurft und auch jetzt überlegten sie es sich aus Sorge vor Ansteckung sehr genau. „In dieser Situation ist es wichtig, dass sich die Seeleute gesehen fühlen“, so Bärbel Reichelt. „Die Weihnachtspostkarten der Kinder sind für viele ein kleiner Schatz in dieser emotionalen Zeit.“

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DSM Duckdalben

Bei der Seemannsmission kann man die Welt sehen, ohne zu verreisen.

Hubis Hafenschnack - Der Podcast mit Hubert Neubacher aus dem Hamburger Hafen
Folge 17 mit Jan Oltmanns von der Seemannsmission Duckdalben

Spannende Geschichten aus aller Welt, das vermutlich beste Internet in ganz Deutschland und eine Menge Karaoke – die Arbeit bei der Seemannsmission hat eine Menge Vorteile, besonders für DUCKDALBEN-Leiter Jan Oltmanns: „Als Ostfriese reise ich nicht so gerne. Bei der Seemannsmission kann man die Welt sehen, ohne zu verreisen.“ In dieser Folge von „Hubis Hafenschnack“ verrät er auch, warum die Seeleute das Mercado in Altona und Karaoke so sehr lieben

Ganzen Artikel auf mopo.de lesen (Externer Link)
 
 

kerzeWir trauern

† Hans-Georg Asmus

Hans-Georg Asmus ist am 9.Dezember 2021 ganz plötzlich verstorben. Wahrscheinlich ein Herzinfarkt. Die Beerdigung fand am 11. 12. in La Serena statt, dem Heimatort seiner Frau. So, wie er es sich gewünscht hatte, war es ein fröhliches und dankbares Fest mit Familie und Freunden. Bei der Trauerfeier stand der Konfirmationsspruch von Hans-Georg Asmus im Mittelpunkt, den er sein ganzes Leben lang immer als wichtig und als Begleitung erlebt hatte: Psalm 73,24 „und nimmst mich am Ende in Ehren an“.

valpo asmus„Don Hans“ – eine Erinnerung an Hans Asmus

„Ich glaubte, alle vier Reifen wären auf einmal geplatzt!“ So beschrieb Hans Asmus, was ihm an jenem Sonntagnachmittag auf der Autobahn zwischen Valparaiso und Santiago widerfahren war. „Erst als ich den Wagen mühsam zum Stehen gebracht hatte, und er dann immer noch schaukelte, habe ich begriffen: ein Erdbeben!“ Er wollte mich vom Flugplatz abholen, musste aber wohl oder übel umkehren. Ich kam erst am nächsten Tag nach „Valpo“ durch. Wie Hans Asmus es schaffte, mich vom Bus abzuholen, obwohl es viele Busse und kein Telefon gab, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber es war auch typisch für ihn, er war da, wenn man ihn brauchte!

Mein erster Stationsbesuch als Generalsekretär stand ganz im Zeichen des Erdbebens. „Wie haben Sie den Schreck durchlebt?“ In jedem Büro, an jeder Pforte war das die erste Frage von Hans Asmus. Alle berichteten bereitwillig, auch erleichtert. Es hatte große Sachschäden in der Stadt gegeben, auch einen Todesfall. Die Aufregung war groß, etwa jede Stunde ein Nachbeben, und tagelang wagte es niemand, in einen Aufzug zu steigen! Diese Ausnahmesituation machte mir als Besucher vor allem eines deutlich: „Don Hans“, wie er genannt wurde, war bekannt, und er war willkommen. Seine Anteilnahme, sein Zuspruch waren gefragt, nicht nur in diesen Tagen.

Zu seinem Arbeitsbereich gehörte auch der Hafen von San Antonio, gut eine Fahrtstunde südlich. Dort waren mehrere Kräne umgefallen. Zum Glück nur Sachschäden, denn am Sonntagnachmittag war nicht gearbeitet worden. Ein deutsches Schiff lag da, die Löscharbeiten verzögerten sich. Es gab Zeit – und Bedarf - für viele Gespräche. Aber das Schiff verlassen wollte niemand! Nicht einmal für einen der sonst so beliebten Ausflüge: Besuch des Seemannsheims mit Schwimmbad, mit „Asado“ (Grill); Stadtrundgang in Valparaiso; Tagesausflug in die Kordillere; Reittour in den Bergen, um nur einiges zu nennen -  die Palette war reichhaltig!

valpo ehepaar asmusEine Erinnerung an Hans Asmus wäre unvollständig ohne die Erwähnung von Inés Blanca, seiner Frau, Nené nannte er sie liebevoll. Immer freundlich, immer ansprechbar, immer zugewandt, bildete sie den stabilen Hintergrund seiner Arbeit. Ohne sie wäre seine Arbeit unter den Seeleuten kaum möglich gewesen, wäre das Seemannsheim nicht so ein Schmuckstück geblieben! Ihr gilt in diesen Tagen des Abschieds mein besonderes Gedenken. Ebenso den drei Söhnen.

Das alles ist lange her, aber ich habe es noch sehr lebendig vor Augen. Als ich einige Tage später die Station verließ, war mir vor allem eines klar: es braucht mehr als ein Erdbeben, um „Don Hans“ und „Doña Inés“ aus dem Konzept zu bringen!


Text und Fotos: Ulrich Wahl - Ehemaliger Generalsekretär der DSM e.V.
 
 

bhv artaniaDSM Bremerhaven

Bremerhaven: Seeleute auf der „Artania“ werden geimpft

Die Seemannsmission aus Kiel impft von Freitag bis Sonntag etwa 400 Seeleute des Kreuzfahrtschiffes „Artania“.

Die Seemannsmission aus Kiel impft von Freitag bis Sonntag mit einem mobilen Impfteam etwa 400 Seeleute des Kreuzfahrtschiffes „Artania“, das nach einem Corona-Ausbruch an Bord im Kaiserhafen III aufliegt. Die Bremerhavener Seemannsmission freut sich über die Hilfe der Kieler Kollegen

Gesamten Artikel von Thorsten Brockmann auf Nord24.de lesen (Externer Link)
Foto: Christian Eckardt
  
 

Weihnachten 2021

rostock weihnachten 21Christbaum-Aktion bei der Rostocker Seemannsmission

Die Seemannsmission will Seeleuten aus aller Welt die Weihnachtszeit verschönern - und hat Weihnachtsbäume verschenkt.

Link zur Sendung: Nordmagazin | 07.12.2021 | 19:30 Uhr 3 Min | Verfügbar bis 07.12.2022
 
 

bremen impfen 2DSM Bremen

Impfungen für Seeleute werden in Bremen vorübergehend eingestellt!

Seit Juli wird für die Seeleute auf Schiffen in den Häfen von Bremen-Stadt ein Impfangebot organisiert. Dieses Angebot ist seit dem 30.11.2021 vorübergehend von einem Tag zum nächsten eingestellt wurden!
Die Bremer Seemannsmission hat bei der Impfaktion für Seeleute unentgeltlich mitgewirkt und die Impftermine koordiniert.
Dies vor allem deshalb, weil staatliche oder städtische Institutionen, anders als in anderen Häfen, für Bremen-Stadt keine Aktivitäten übernommen haben und die Bremer Seemannsmission sich dem Wohl der Seeleute verpflichtet fühlt („support of seafarer’s dignity“).
Am 29.11.2021 teilte das Bremer Gesundheitsressort mit, dass das Impfangebot für Seeleute vorübergehend eingestellt werden muss, weil die Personalkapazitäten derzeit dringend in den Impfstellen und im Impfzentrum benötigt werden.
Als Ausweichlösung wird angeboten, die Impfstelle in Bremen-Vegesack (ca. 35 km entfernt) wahrzunehmen. Dort ist eine Anmeldung jeweils am Vortag erwünscht. Trotzdem ist mit längerer Wartezeit immer zu rechen.

Die Bremer Seemannsmission hat zwar im Grundsatz Verständnis dafür, dass die Akteure dem starken Ansturm auf die Impfstellen begegnen müssen.
Die Bremer Seemannsmission sieht sich aber nunmehr in der misslichen Lage, die bereits mit Schiffen und Akteuren der Hafenwirtschaft vereinbarten Termine absagen zu müssen – und natürlich sehen wir die internationalen Seeleute im Nachteil.
Die Bremer Seemannsmission hofft darauf, dass die Unterbrechung nur von kurzer Dauer ist und wir bald wieder in der guten Aktion fortfahren können. Bis dahin bitten wir alle Betroffenen um Verständnis.

bremen impfen 1In Bremen-Stadt wurden seit ca. 4 Monaten ca. 1700 Seeleute geimpft.
Es wurden hierzu über 200 Schiffe aufgesucht und an Bord geimpft.

Es gibt derzeit ca. 1,5 Millionen Seeleute von denen ca. 30% geimpft wurden. Die meisten mit „Johnsen und Johnsen“. Eine „Boosterimpfung“ ist bei den meisten Seeleuten dringend erforderlich. Es sind die Seeleute als „Keyworker“, die uns Weihnachtsgeschenke, Zutaten der Impfstoffe und unseren täglichen Luxus zu über 90% per Schiff nach Europa bringen.

Crewchange werden erneut durch die „verfallenden“ Impfungen (Booster)  nicht möglich und belasten die Seeleute.   

Der Wunsch nach einer Impfung ist und war sehr groß! Die Möglichkeiten sind allerding nur sehr begrenzt – da Liegezeiten, Liegeplätze und Arbeitszeiten oft keine Impfung ermöglichen in fernen Impfzentren. Viele Seeleute bekommen ohne Impfung keinen Landgang und können somit auch kein Impfzentrum aufsuchen.

Wir fordern darum eine Weiterführung der Impfung in Bremen und anderen Seehäfen 

 

cuxhaven spendenaktion 21DSM Cuxhaven

Kleines Päckchen für große Freude

Seemannsmission Cuxhaven startet Spendenaktion

900 Weihnachtstüten für die Seeleute, die Cuxhaven während der Festtage ansteuern. 900 Mal ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zaubern, ohne die die gesamte Weltwirtschaft kollabieren würde. Das hat sich die Seemannsmission auch in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. „Was wäre der Weihnachtsmann ohne Seeleute?“ fragt Diakon Martin Struwe. Fernseher, Kaffeemaschinen, T-Shirts, Hemden, Spielzeug oder Zutaten zum Festessen – alles wird schließlich übers Meer angeliefert.

Für die Crews fuhr das Heimweh, die Trennung von der Familie, die stete Gefahr durch Wind und Wasser und nicht zuletzt das Corona-Virus auch 2021 stets als Begleiter mit an Bord.

Bei den kleinen Präsenten für die Seeleute, die keine Lobby haben, gehe es daher nicht nur darum, eine kleine Freude zu machen, sondern auch „ein Zeichen zu setzen: Wir an Land wissen um Euch“, so Struwe.

Für die meisten Seefahrer und Seefahrerinnen ist die Sehnsucht nach ihren Liebsten gerade in diesen Tagen besonders groß. Zum festen Bestandteil der Geschenketüten, die das Team der Seemannsmission verteilt, gehört daher eine Telefonkarte im Wert von 5 Euro fürs Weihnachtstelefonat in die Heimat. Dazu kommt etwas Praktisches, eine Taschenlampe oder ein Kalender. „Die Freude und oftmals auch die Überraschung bei den Seeleuten über ein Weihnachtsgeschenk sind jedes Jahr von Neuem berührend“, sagt Diakon Struwe.

So einfach kann jeder helfen: Mit einer Spende erwirbt die Seemannsmission den Inhalt der Weihnachtstüten und verschenkt diese an einen Seemann oder eine Seefrau.
Das Stichwort lautet: „Weihnachten an Bord“. Konto: Iban De57 2415 0001 0025 1192 23 (SPARKASSE CUXHAVEN). BIC: BRLADE21CUX

Foto: Da kommt was in die Tüte - Für die Seemänner- und frauen sorgen die kleinen Weihnachtspräsente alle Jahre wieder für große Freude.
DSM Cuxhaven
 

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