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psnv interviewPSNV

Auf See kann einiges passieren

Seemannsdiakon Dirk Obermann im Gespräch mit Sophie Saeman von Radio Jade

Auf See kann einiges passieren – Havarien, Unfälle, Explosionen und Piratenüberfälle sind einige Beispiele. Nach solchen Ereignissen brauchen die Seeleute Unterstützung. Und die bekommen sie unter anderem von der Seemannsmission. Der Seemannsdiakon Dirk Obermann ist als Koordinator für die psychosoziale Notfallversorgung in der Deutschen Seemannsmission tätig. Und die Kollegin Sophie Saemann hat mit ihm über seine Tätigkeit gesprochen.

 
Text: Radio Jade UKW 87,8 - Zur Homepage
 
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wilhelmshaven sds 2021DSM Wilhelmshaven

“Fern von zuhause und nicht allein”

“Fern von zuhause und nicht allein”, unter diesem Thema stand der diesjährige  Wilhelmshavener Seefahrergottesdienst, den die Deutsche Seemannsmission Wilhelmshaven gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Voslapp in der maritim gestalteten St. Martin Kirche feierte.

Als Gast begrüßten DSM Vorsitzender Wilfrid Adam und Seemanns- und Gemeindepastor Peter Sicking in diesem Jahr den Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission, Pastor Christoph Ernst aus Hamburg, der auch die Predigt hielt.
Die Unterstützung der gottgegebenen Würde der Seeleute ist Leitbild und Herausforderung der Deutschen Seemannsmission in allen Stationen, weltweit, so Pastor Ernst in seiner Predigt.

Gerade in dieser so schweren Zeit sei der Einsatz der Seemannsmission wichtiger denn je. Die Schiffsbesucher haben den Seeleuten gezeigt, dass sie nicht allein sind und ihnen auch fern von zuhause ein kleines Stück familäre Lebensfreude gegeben.

In seiner Predigt ging Generalsekretär Ernst auf das monatelange, schwere Arbeiten der Seeleute an Bord und kein Land in Sicht ein. Selbst beim Einlaufen in den Häfen dürfen sie das Schiff nicht verlassen. Deshalb war es wichtiger denn je, wie in Wilhelmshaven geschehen, dass die Schiffsbesucher an die Schiffe kamen, die Seeleute mit Dingen des täglichen Lebens versorgten und ihnen zuhörten.

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brunsbuettel schiff elbehafenDSM Brunsbüttel

Über 400 Seeleute in Brunsbüttel geimpft

Die letzten Wochen waren aus der Sicht von Seemannsdiakon Leon Meier ein voller Erfolg für die Seeleute, die in den Brunsbütteler Häfen festgemacht haben: Denn in Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum konnte den Seefahrern ein kostenloses Impfangebot unterbreiten werden. Eine Gelegenheit, die die Seefahrer beim Schopfe packten.

Es freut ungemein, dass in Brunsbüttel über 400 Seeleute geimpft wurden. Leider wird das Impfzentrum am 26.09. geschlossen, womit dieses tolle und unkomplizierte Angebot nicht mehr angeboten werden kann. Sollte sich eine Alternative auftun, geht es natürlich weiter.

Text: DSM Brunsbüttel
 
 
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DSM - PSNV

psnv tagung 21

Seemannsmission unterstützt Seeleute nach belastenden Ereignissen  

Fachtagung zu maritimer Psychosozialen Notfallversorgung in Hamburg

„Es ist wichtig, dass wir erzählen, was maritime Unfälle für die betroffenen Seeleute bedeuten und wie wir mit unserem Angebot der Psychosozialen Notfallversorgung für sie da sind“, fasst Dirk Obermann die Bedeutung der maritimen Psychosozialen Notfallversorgung (marPSNV) zusammen. Dirk Obermann ist Koordinator für die PSNV in der Deutschen Seemannsmission (DSM).

Zur jährlichen Fachtagung „Maritime Psychosoziale Notfallversorgung“ trafen sich 14 Mitarbeitende der Seemannsmission aus dem In- und Ausland vom 06. bis 08. September 2021 in der Missionsakademie der Universität Hamburg.

Neben dem fachlichen Erfahrungsaustausch stand das Thema Medien und PSNV auf der Agenda. Hierzu referierten Dorothea Wichterich und Simone Starke vom Havariekommando aus Cuxhaven.

Mit dem Angebot der PSNV unterstützt die DSM Seeleute nach belastenden Ereignissen an Bord, um potentiellen chronischen Belastungsstörungen vorzubeugen. Die DSM betreibt auch die Chatplattform dsm.care in deutscher und englischer Sprache, auf der Seeleute jederzeit Unterstützung bekommen können.
 

 
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DSM Lübeck

Arbeit der Seemannsmission von Corona geprägt

Seeleute freuen sich über Impfung

„Die Corona-Pandemie hat die Arbeit der Deutschen Seemannsmission in Lübeck und ihren Dienst an den Seeleuten stark geprägt“, fasste Hans-Uwe Rehse, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins, auf der Mitgliederversammlung am 15. September zusammen. „Monatelang durften die Seeleute nicht von Bord, dazu die Ungewissheit. Das hat mächtig auf Herz und Hirn gedrückt.“

Die Mitarbeiter der Deutschen Seemannsmission in Lübeck haben die Seeleute an Bord der Schiffe besucht. Haben sie gesehen in ihrer Einsamkeit und Not, in dem Gefühl, verlassen zu sein. „Gerade in Zeiten der Pandemie ist es noch einmal ganz deutlich geworden, wie wichtig die Deutsche Seemannsmission mit ihrem Blick auf die Menschen im Netzwerk Hafen ist“, hob Karsten Brüning, Bereichsleiter Stadthäfen der Lübecker Hafen-Gesellschaft, hervor.

Viele Kräfte setzen sich für die Impfung ein

Wichtiges Thema ist die Impfung von Seeleuten. Viele europäische Seeleute erhalten diese in ihrer Heimat. Schwieriger ist es bei den philippinischen Seeleuten mit ihren oft monatelangen Verträgen. Sie sind auf die Untersützung der Länder, deren Häfen sie anlaufen, angewiesen. Wichtig ist für sie ein Einmalimpfstoff, da sie bei einer Zweitimpfung längst schon wieder woanders unterwegs wären. „Damit die Impfung von Seeleuten gegen Corona in Lübeck möglich wird, wirken viele Kräfte innerhalb und außerhalb des Hafens zusammen“, berichtet Stationsleiterin Bärbel Reichelt. „Es ist berührend zu sehen, wie sehr sich die philippinischen Seeleute freuen. Schon im Wartebereich nach der Impfung zücken viele ihr Handy, machen Fotos vom Pflaster auf dem Arm und senden es nach Hause oder sie rufen gleich bei der Familie an.“ Für die philippinischen Seeleute verbinde sich mit der Impfung nicht nur der gesundheitliche Schutz, sondern auch die Hoffnung auf eine Verkürzung der langen Quarantäne in ihrer Heimat, die ihnen Zeit mit ihrer Familie stehle.

Text DSM Lübeck
 
 
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"1 ball 4 all"

700 Basketbälle umrunden die Welt auf den Wasserwegen

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Ein neues Projekt der Deutschen Seemannsmission e.V. erobert die innerdeutschen sowie europäischen Häfen und somit alle Weltmeere im Sturm.

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Den Ball ins Rollen brachte die Crew der Maersk Estelle, die im Januar dieses Jahres im Hafen von Le Havre lag. Wie so viele Seeleute haben sie ein Verbot von Landgang wegen Corona, benötigten allerdings einen Basketball, um wenigstens sonntags an Bord zu relaxen, wie sie sagten. Wir brachten also den ersten Basketball an Bord. Eine Spende, die Freude war immens! Dominoeffekt…und seit Juli sind in der Hälfte unserer Stationen von Amsterdam bis Wilhelmshaven (inklusive 5 europäischer Häfen) Kolleg*innen sowie Freiwillige dabei, die 700 weißen DSM-Basketbälle mit unseren blauen Logos an Seeleute (geschätzte Nutzenmenge: ca. 10 pro Ball also 7000 spielende Seefahrer) zu übergeben, die regelmäßig spielen. Dabei ist die Freude über dieses runde Ding mindestens genauso groß wie bei anderen über einen Fuß-Ball…

Sie spielen Basketball an Bord, dafür braucht man in der Regel nicht so viel Platz wie beim Fußball und u.a. auf den Philippinen ist es Nationalsport, aber auch ukrainische, russische und sri lankische Seeleute spielen gern mal. Wozu das gut ist? Für den Teamgeist, die mentale und physische Gesundheit. Die Fitness und Freude der Crew bedeutet zugleich bessere Sicherheit an Bord und wer will das nicht?

Stolz werden uns beispielsweise auf den Containerschiffen Ever Lasting oder der Guyaquil Express die Basketball Courts gezeigt. In der aktuellen Situation können wir den Seeleuten leider keine Turniere oder Spiele auf all unseren Clubgeländen ermöglichen wie vor Corona. Auch wenn die Hafenauthoritäten Landgang erlauben, so kann dieser Landgang immer noch an den Corona-Maßnahmen der eigenen Reederei, des Kapitäns oder auch des Agenten scheitern und dieses sogar, wenn die Seeleute vollständig geimpft und impfeffektiv sind. Wenige dürfen die Clubs besuchen oder einfach mal draußen joggen gehen…Sie fühlen sich wie in einem Gefängnis.

Wenn also der Berg nicht zum Propheten… dann kommt die Seemannsmission eben mit vielen Dingen, die fehlen an Bord z.B. mit einem mobilen Laden mit Produkten aus der Heimat, WLAN-Router, kulinarische Delikatessen, einem Missionshund und/oder einem neuen Basketball manchmal auch mit Ballpumpe.

„Das ist super, dass wir jetzt einen neuen Ball haben, denn nach dem Auslaufen wollten wir ein League Spiel organisieren.“ Ein anderer Kommentar: „Mam, unser indischer Master hat früher in der NBA gespielt.“ Na, ob man dem Glauben schenken darf? Es ist jedenfalls schön, die lächelnden Gesichter zu sehen und die Freude, die die Aussicht auf ein Spiel bedeutet.

Für die Übergangs-Corona-Zeit ist es sicherlich ein passendes Projekt, bis alle Seeleute geimpft sind. Natürlich ist es viel gesünder für diese, wenn sie endlich wieder an Land gehen dürfen und das so schnell wie möglich, denn bei aller Wichtigkeit der physischen Unversehrtheit sollte man doch nicht den mentalen Impact auf die Schiffssicherheit unterschätzen.

   
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IJFD bei der DSM e.V.
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Wat neem jij mee in je koffer?“

Erfahrung trifft Neugier beim
Seminar der Auslandsfreiwilligen

Der bewährte Rahmen Bremerhavens bietet neben Seemannsheim, Seemannsclub Hafenrundfahrt und Klimahaus eine Menge toller Unterstützung seitens der dortigen freundlichen Kolleg*innen der Seemannsmission – danke dafür! Freiwillige und Mitwirkende waren komplett geimpft und so gleichermaßen froh, dass angesichts der Pandemie ein ganzes gemeinsames Seminar möglich wurde.

Vor allem ging es im Sommerseminar der Auslandsfreiwilligen um Begegnung und Austausch. Dort treffen sich erfahrene junge Leute mit frischen und reichhaltigen Eindrücken ihres im August zu Ende gehenden Freiwilligenjahres und neue, gespannte und vorfreudige junge Leute, die ihnen ab September in Amsterdam, Antwerpen und Rotterdam nachfolgen werden. Die Gruppen mit 13 Beteiligten aus ganz Deutschland wuchsen schnell zusammen und nutzten jede Minute für den gegenseitigen Austausch.

Von den Kolleg*innen gab es wichtige Unterrichtseinheiten von Sicherheitsfragen im Hafen und an Bord bis zum Umgang mit kulturellen Unterschieden und zur Wahrung von Grenzen unter Seeleuten. So manche Situation an Bord wurde mit viel Spaß in Szene gesetzt, und das Ganze stand unter der Leitung von Jörg Pfautsch aus Antwerpen und Jan Janssen aus Rotterdam.

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Spürbar wurde beim Aufbruch in das nun neue, vor ihnen liegende Jahr, dass sich den „alten“ und den „jungen“ Freiwillige auch eine gemeinsame Frage stellt: „Was nimmst du mit in deinem Koffer?“. Mindestens eine Antwort ist deutlich geworden: Ein gutes Miteinander, denn in Deinem Freiwilligenjahr bist Du nicht allein unterwegs!
 

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