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logo vdrDay of Seafarers - 25. Juni 2021

Tag der Seeleute: Seefahrer ohne Ansehen der Nationalität impfen

logo dsmStart der Impf-Kampagne im Hamburger Hafen / VDR und Seemannsmission fordern ImpfZentren in allen deutschen Häfen / Landgang und Reisen ermöglichen / Dank an Seefahrer

Mit vielen anderen Institutionen begehen der Verband Deutscher Reeder (VDR) und die Deutsche Seemannsmission heute gemeinsam den „Tag der Seeleute“ der Weltschifffahrtsorganisation IMO. Um 12 Uhr sind die Besatzungen von Seeschiffen in allen deutschen Seehäfen dazu aufgerufen, ihre Schiffshörner weithin hörbar ertönen zu lassen. Dies ist Teil einer weltweiten Aktion der Schifffahrt, zu der die International Chamber of Shipping (ICS), der Weltverband der Schifffahrt, bei der auch der VDR Mitglied ist, aufgefordert hat. Unter dem Hashtag #ShoutOutForSeafarers soll u.a. über die sozialen Medien an die dringende Notwendigkeit erinnert werden, Crew-Wechsel für Seeleute zu ermöglichen und weit mehr Seefahrer als bisher zu impfen.

In Hamburg im Seemannsclub DUCKDALBEN werden zudem heute Mittag erstmals Seefahrer gegen das Corona-Virus geimpft. Der Hafenärztliche Dienst kündigte an, dies künftig regelmäßig für Seeleute aller Nationen anzubieten, deren Schiffe in Hamburg festmachen. „Wir freuen uns riesig, dass jetzt bei uns im Seemannsclub geimpft wird“, sagt Anke Wibel, Leiterin des DUCKDALBEN international seamen’s club.

Auch VDR und Seemannsmission begrüßten den Start der Impf-Kampagne im Hamburger Hafen als wichtiges Signal: „Solche Impf-Angebote für die Männer und Frauen an Bord von Seeschiffen ohne Ansehen der Nationalität muss es in allen deutschen Häfen geben“, forderten Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR, und Christoph Ernst, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission. Denn von den etwa 1,7 Millionen Seeleuten der Welt stammen etwa 900.000 aus Ländern, in denen Impfstoffe möglicherweise nicht vor 2024 flächendeckend verfügbar sind. Die Bundesrepublik, so VDR und Seemannsmission, müsste deshalb entsprechende Resolutionen der Weltarbeitsorganisation ILO umsetzen und wie zum Beispiel in Belgien, den Niederlanden oder den Vereinigten Staaten ImpfZentren für Seeleute in allen größeren Hafenstädten aufbauen.

„Deutschland war bisher in der Pandemie immer vorn dabei, als es darum ging, Seefahrern hierzulande etwa die Anund Abmusterung zu ermöglichen“, sagte Ralf Nagel: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Männer und Frauen an Bord, die unser Land über all die Monate der Pandemie versorgt gehalten haben, jetzt ungeschützt ihren für uns alle so wichtigen Dienst leisten sollen.“ Die Regierungen müssten Seefahrer jetzt impfen, um den Welthandel zu schützen und die Crew-Wechsel-Krise zu beenden, so das Geschäftsführende Präsidiumsmitglied des Reederverbands: „Wir sehen Lieferverzögerungen, die bis Weihnachten andauern können, da Covid-19 sich weiterhin auf die globalen Lieferketten auswirkt.“ Die Impfung von Seeleuten würde dazu beitragen, diese Risiken zu mindern.

Nagel fügte an: „Wir danken deshalb auch dem Hamburger Schiffsmaklerverband, der den heutigen Impfstart in Hamburg unter den Crews bekannt gemacht hat und auch bei der weiteren Umsetzung der Kampagne die zentrale Schnittstelle zwischen Seeleuten, Agenten, Reedereien und dem Hafenärztlichen Dienst bildet.“

Christoph Ernst, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission, sagte: „Gerade am Tag der Seeleute gilt unser Dank all denen, ohne deren tagtäglichen Einsatz längst alle Lieferketten gerissen wären. Wirksamer Ausdruck unseres Dankes wäre vor allem, dass Seeleute wieder ungehindert reisen und regelmäßig Landgang haben können und natürlich schnellstmöglich Zugang zu Impfungen bekommen.“

Die Weltschifffahrt hatte mit einer weltweiten Kampagne schon einmal, am 1. Mai vergangenen Jahres, auf die Probleme von Seefahrern beim Crew-Wechsel aufmerksam gemacht. Gut ein Jahr später beträgt die Zahl der Besatzungsmitglieder, die weltweit erheblich von Reisebeschränkungen betroffen sind, immer noch 200.000. Zudem verwehren viele Länder weiterhin jeden Landgang, einige Häfen verweigern selbst dringend notwendige medizinische Versorgung.

Gemeinsame Pressemeldung des Verbands Deutscher Reeder und der Deutschen Seemannsmission
 
 
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Day Of the Seafarer

news day seafarer 02

Bischöfin Fehrs und die Deutsche Seemannsmission danken Seeleuten!

Persönlichen Einsatz der Seeleute in der Pandemie würdigen – auch mit Impfungen


Zum internationalen „Tag des Seefahrers“, der jährlich am 25. Juni begangen wird, würdigen Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, und Christoph Ernst, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission e.V. (DSM) in Hamburg, die Arbeit der Seeleute auf aller Welt. Sie fordern zudem, ihnen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Corona- Schutzimpfungen zu ermöglichen.

news fehrsBischöfin Kirsten FehrsBischöfin Fehrs, die für die DSM als „Stimme der Seeleute“ aktiv ist, hebt hervor: „Den weltweit ca. 1,5 Millionen Seeleuten auf Handelsschiffen gebührt unser herzlichster Dank für ihre ohnehin harte und entbehrungsreiche Arbeit, die gerade jetzt in der Pandemie noch einmal weit schwieriger ist, als es viele Menschen an Land wahrnehmen. Seeleute sind für Menschen auf dem Festland meist unsichtbar, sie arbeiten still und zuverlässig in der globalen Lieferkette und leisten gerade jetzt in der Pandemie beinahe Übermenschliches. Insbesondere wenn sie aufgrund von Corona monatelang auf Landgang, Crewwechsel und Rückkehr in ihre Heimatländer verzichten müssen.“

DSM-Generalsekretär Ernst unterstreicht: „Viele Reeder, die maritime Wirtschaft und auch die Politik haben sich in den vergangenen Monaten für die Verbesserung der Lage von Seeleuten eingesetzt. In der Pandemie ist aber deutlich geworden, was Globalisierung auch bedeutet: Nur die weltweite Zusammenarbeit sowie einheitliche Standards in der Weltwirtschaft und der globalen Politik können garantieren, was Seeleute am meisten brauchen, nämlich Anerkennung ihrer Arbeit, gerechten Lohn und soziale Fürsorge für sie selbst und ihre Familien.“

Der diesjährige internationale Seefahrer-Tag steht unter dem Motto „Fair Future for Seafarers“. Damit wird, so Ernst, auch das Thema Impfungen für Seeleute in den Blick genommen: „Wenn in Deutschland bereits mehr als die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger zumindest eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben, dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die in den globalen Lieferketten für uns unterwegs sind. Es muss sichergestellt werden, dass Seeleute schnell und unkompliziert Zugang zu Impfungen erhalten. Die Deutsche Seemannsmission bietet hierzu jede denkbare Unterstützung an.“

Wichtig sei, dass der persönliche Einsatz der Seeleute für unsere Gesellschaft angemessen gewürdigt wird. Dies geschehe am wirkungsvollsten dadurch, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam für gute Arbeits- und Lebensbedingungen und jetzt auch die Corona-Impfungen von Seeleuten sorgen.
  

 
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news day seafarer 02

Day of Seafarer - 25 Juni 2021

Seafarers, we are listening

From the IMO-Webpage: Leading up to the 25 June, seafarers are being invited to answer questions on what a fair future for seafarers looks like. The answers will be shared afterwards and will provide a soundboard to help guide our actions moving forward. Polls are available on all IMO social media platforms.

2021 campaign - Fair Future for Seafarers

In the wake of the COVID-19 pandemic, seafarers found themselves both on the front line of the global response and subject to difficult working conditions surrounding uncertainties and difficulties around port access, re-supply, crew changeovers, repatriation, etc.

In light of this, the 2020 Day of the Seafarer campaign focused its message around urging governments to recognize seafarers as key workers and ease travel restrictions for them to facilitate crew changes.

The 2021 Day of the Seafarer campaign will continue to encourage governments to support seafarers amid the pandemic but will expand its message, calling for a fair future for seafarers.

The campaign will discuss issues that will still be relevant to seafarers after the pandemic, such as fair treatment of seafarers, fair working conditions (in line with ILO's Maritime Labour Convention), fair training, fair safety, etc.

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news shenzhenSchifffahrt

Das Tor zur Welt - vorübergehend geschlossen

Hafen in der südchinesischen Metropole Shenzhen musste wegen eines Corona-Ausbruchs zwei Wochen lang dicht machen. Die Auswirkungen sind gravierender als nach der Sperrung des Suez-Kanals.

Sie stapeln sich dicht an dicht und übereinander, kilometerlang: Die Container im Hafen von Shenzhen. Bis zu 23 Tage stehen sie hier herum, statt auf Schiffen um den Globus zu fahren, denn ein Corona-Ausbruch in Südchina hat den Frachtverkehr erheblich durcheinander gebracht. Der am stärksten betroffene Hafen ist der Yantian International Container Terminal, unweit der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong gelegen

Gesamten Artikel der sueddeutsche.de lesen (Externer Link)
Foto: JHH - CC BY-SA 3.0
 
  
 
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news nevaSchifffahrt

Corona-Ausbruch auf Schiff im Hamburger Hafen

Auf einem Frachtschiff im Hamburger Hafen sind fünf Corona-Fälle nachgewiesen worden. Zu den Erkrankten gehören der Kapitän und der Erste Offizier. Es besteht nach ersten Laborergebnissen der Verdacht, dass es sich um die zunächst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus handelt.

Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mitteilte, sind die fünf Crewmitglieder an Land isoliert worden. Ein Lotse, der das Schiff in den Hamburger Hafen brachte, steht ebenso unter Quarantäne wie mehrere seiner Kollegen. Ob es sich um die hochansteckende Delta-Variante handelt, steht noch nicht zweifelsfrei fest. Man warte auf die Testergebnisse. Kommende Woche sollen sie vorliegen. Zuerst hatte die „Bild„-Zeitung über den Fall berichtet.

Gesamten Artikel auf ankerherz.de lesen (Externer Link)
 
 
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Notfallseelsorgepsnv kurs juni 21

Fortbildung der
Deutschen Seemannsmission
zum Thema
Psychosoziale Notfallversorgung

In der Woche vom 14. bis 18. Juni konnten wir bei bestem Wetter einen tollen Kurs zum Thema „Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen“ im Haus der „Stiftung Seefahrtsdank“ in Hamburg Altona durchführen. Das was seit mehr als einem Jahr die erste überregionale Präsenzveranstaltung in der Seemannsmission und es tat gut, die Kolleginnen und Kollegen mal wieder zu treffen und nicht nur am Bildschirm zu sehen.

Der SbE-Kurs (Bausteine 1 & 2), an dem 13 Mitarbeitende der DSM aus dem In- und Ausland teilnahmen, vermittelt Grundlagen der Gesprächsführung von Einzel- und Gruppengesprächen nach belastenden Ereignissen. Der Kurs wurde dankenswerterweise von der Stiftung Deutschen Lutherische Seemannsmission unterstützt.
  

  

  

 
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Solidarität und Nächstenliebe

In den letzten Tagen ging mir die Frage durch den Kopf was denn Solidariät und Nächstenliebe bedeuten und was ihre Gemeinsamkeiten ausmachen.

So beschreibt die Solidarität das Gefühl von Individuen und Gruppen zusammenzugehören als Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens  mit starker innerlicher Verbundenheit. Für die christliche Tradition  gehören  Personalität, Gemeinwohl  und Subsidarität zusammen. Dabei wird die Personalität eher in ethischer Hinsicht verstanden und ist damit dann auch eng an moralische Wertvorstellungen geknüpft. Dies kann zur Folge haben, dass Solidarität dann auf den Hintergrud der Personalität geschieht und somit dem Gemeinwohl dient und damit der Selbstbestimmung  aller Menschen . Auf diese Weise kann der Zusammenschluß aller Menschen in einer Gesellschaft zu einer Wertegemeinschaft geschehen, in welcher die Nächstenliebe einen außerordentlich hohen Wert darstellt.

Bereits im 19. Kapitel des 3. Buch Mose Vers 18b heißt es zu den Weisungen und Geboten: „Liebe deinen Mitmenschen wie Dich selbt“ Damit ist dann das helfende Handeln für andere Menschen gemeint. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der „Liebe“ zu. Sie soll dem Wohl der Mitmenschen zugewandt sein als aktive uneigenützige Handlung in Form von Emotion und Tat. Dabei ist eine emotinale Sympathie nicht die Voraussetzung. Der /die „Nächste“ kann ein jeder Mensch sein. Nächstenliebe ist also zunächst ein individueller Akt der Hilfe und Unterstützung von einzelnen  Mitmenschen (zB. „der barmherzige Samariter“) .

So erlebe ich Solidarität und Nächstenliebe als Prinzipien, welche die wichtigste Voraussetzung sind um unser Zusammenleben auf sehr unterschiedliche Weise in unserer Wertegemeinschaft  zu organisieren. Besonders im letzten Jahr bis heute habe ich dies mancherlei erleben und verspüren dürfen wie dies unter uns geschieht und dabei erfahren, dass es Solidarität und Nächstenliebe gibt. Beides hat uns geholfen, in dieser besonderen Zeit zu bestehen.

Diakon Folkert Janssen, Rostock
  
 

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