Umfrage zur Stärkung der Krisenreaktion auf See
Schulungen sollen praktisch und auf die realen Bedürfnisse angepasst werden
Malmö/Hamburg. Sea Care, die neue, von der Europäischen Union geförderte Initiative, zur Verbesserung des Umgangs mit schweren Zwischenfällen auf See, startet jetzt eine branchenweite Umfrage unter Seeleuten, Reedern, Seebehörden und anderen Interessengruppen, die von schweren Vorfällen an Bord betroffen sein könnten.
Ziel der Umfrage ist es, Erkenntnisse über aktuelle Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Reaktion auf Vorfälle und der psychologischen Betreuung in der maritimen Industrie zu sammeln. Die Perspektiven der Befragten sind entscheidend, damit zukünftige Krisenreaktionsschulungen und Unterstützungssysteme praktisch, effektiv und auf die realen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Umfrage läuft bis zum 1. März 2026.
Teilnahme soll psychologische Versorgung verbessern
Die Gründer von Sea Care sind überzeugt, dass jeder im maritimen Sektor zur Verbesserung der Krisenbewältigung und der psychologischen Betreuung auf See beitragen kann. Durch die Teilnahme an der Umfrage unterstützen die Teilnehmer direkt die Entwicklung besserer Strukturen, Schulungen und Kooperationen in ganz Westeuropa.
Schwere Zwischenfälle auf See – wie Unfälle, Todesfälle, Piraterie oder andere traumatische Ereignisse – können langfristige psychologische Auswirkungen auf die Betroffenen haben. Seeleute, Reeder und Behörden haben oft keinen sofortigen Zugang zu geschulter psychologischer Unterstützung, wenn solche Vorfälle auftreten. Sea Care schließt diese Lücke, indem es daran arbeitet, ein robustes, grenzüberschreitendes Netzwerk von geschulten maritimen Krisenhelfern aufzubauen, die während und nach kritischen Vorfällen zeitnah professionelle Unterstützung leisten können.
Kontakt zum Sea Care-Projekt:
Dirk Obermann
Deutsche Seemannsmission e.V.
dirk.obermann@seemannsmission.org
+49 (0) 40 23 93 698 15
+49 (0) 1515 248 3039

