Mindestens 7.000 Seeleute vom Iran-Krieg betroffen

Zur Lage der Seeleute in Nahost

Hamburg. Die Deutsche Seemannsmission weist darauf hin, dass vom Konflikt im Nahen Osten auch tausende von Seeleuten betroffen sind. In der Region rund um die Straße von Hormus befänden sich mindestens 200 Frachtschiffe mit gut 4.000 Seeleuten an Bord. Außerdem lägen zurzeit sechs Kreuzfahrtschiffe mit etwa 3.000 Besatzungsmitgliedern in Häfen der Region vor Anker, wie Matthias Ristau, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission (DSM), unter Berufung auf die einschlägigen Schiffstracker-Portale sagt.

„Es wurden mindestens vier Schiffe von Geschossen getroffen. Das zeigt, wie gefährlich es dort momentan ist“, so Ristau. So sei ein Seemann getötet worden, als der Tanker „MKD Vyom“ vor der Küste Omans getroffen wurde. Auch der Tanker „Skylight“ sei nördlich des Hafens von Khasab im Oman Ziel eines Angriffs geworden. Dabei habe es unter den indischen und iranischen Seeleuten an Bord fünf Verletzte gegeben, sagt Ristau mit Verweis auf Medienberichte.

„Seeleute der HandGeneralsekretär Matthias Ristau im blauen Sakko vor dem Hintergund des Hafens mit Containerschiffenelsschifffahrt versorgen Menschen weltweit. Zivile Seeleute anzugreifen, ist durch nichts zu rechtfertigen“, so der DSM-Generalsekretär. „Viele Seeleute in der Region und ihre Angehörigen zu Hause sind in Sorge. Die dünne Stahlhaut der Schiffe bietet bei Angriffen kaum Sicherheit.“

Die Deutsche Seemannsmission bietet Seeleuten den Chat dsm.care an und kann so zumindest online seelsorgerliche Hilfe leisten. Außerdem ist sie über den ökumenischen Verband der Seemannsmissionen im Netzwerk mit Organisationen in der Region verbunden, die hoffentlich bald wieder Seeleute in den Häfen an Bord besuchen können.

Laut der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) sind schätzungsweise 20.000 Seeleute momentan im Persischen Golf festgesetzt. Die Schifffahrt hat die Gewässer inoffiziell zu einem Kriegsgebiet erklärt. Neben der direkten Blockade drohen Gefahren durch mögliche Seeminen. Die Situation führt zu einer erheblichen Belastung für die Besatzungen der Schiffe, die den Persischen Golf nicht verlassen können.

Lage der Seeleute

Angriffe auf Schiffe

Der weltweite Schiffsverkehr ist von der Blockade im Persischen Golf betroffen, zur Bedeutung der Straße von Hormus. (Tagesschau)
Die Deutsche Welle beleuchtet die Bedeutung der Schifffahrt für den weltweiten Ölhandel.

Aktuelle Kurznachrichten finden sich im Tagesschau-Live-Blog oder auch beim Deutschlandfunk-Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten.

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