Siemtje Möller und Dennis Rohde besuchen Seemannsmission Wilhelmshaven
Wilhelmshaven. Seeleute sind das Rückgrat des weltweiten Handels, von dem 90 Prozent über den Seeweg transportiert werden. Die Seefahrt stellt damit eine wichtige Grundlage der globalen Handelsbeziehungen dar.
Die Seemannmission ist für die Besatzungen oft die Anlaufstelle, bei der sie sich auch über persönliche Probleme austauschen oder Rat einholen. Deshalb sei es richtig und notwendig, dass die Bundesregierung die Arbeit der Seemannsmissionen unterstütze und das im deutschen Seearbeitsgesetz auch festgelegt habe, so Dennis Rohde MdB, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, der mit seiner Bundestagskollegin Siemtje Möller (beide SPD) die Deutsche Seemannsmission in Wilhelmshaven besuchte.
Rohde und Möller waren auf Einladung des DSM-Vorstand um den Vorsitzenden Wilfrid Adam in die Wilhelmshavener Station gekommen und ließen sich ausführlich von Adam, seinem Stellvertreter, Kapitän Dietmar Szech, Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick und den Vorstandsmitgliedern Heino Janssen und Hannfried Teerling über die maritim-soziale Arbeit vorstellen und deren Finanzierung. Der Standort in Wilhelmshaven ist ausschließlich ehrenamtlich und wurde 1959 gegründet.
Die Seeleute, oft monatelang von ihren Familien getrennt, erfahren durch die ehrenamtlichen Schiffsbesucher und Clubbetreuer Unterstützung, beispielsweise bei Erledigungen im Alltag.
„Wir stehen bei unseren Besuchen nicht unter Zeitdruck und der Seemann mit seinen Problemen und Wünschen ist für uns der wichtigste Schwerpunkt der Arbeit. Das Wohl der Seeleute und ihrer Angehörigen zu fördern, ist für uns der soziale Auftrag, sagte Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick.
Damit die Seemannsmission unter den wachsenden Anforderungen auch in Zukunft diese wichtige Arbeit leisten kann, braucht es weiterhin eine sicherere Zuschussfinanzierung durch den Bund und Festlegung im Seearbeitsgesetz. Diese sagten die beiden Bundestagsabgeordneten zu, denn mit ihrer Arbeit erfüllten die Seemannsmissionen einen wichtigen Auftrag im Seearbeitsübereinkommen der internationalen Arbeitsorganisationen, zu deren Unterzeichnerstaaten auch die Bundesrepublik Deutschland gehört.
In den Seehäfen, wie auch in Wilhelmshaven, betreiben die Seemannsmissionen durch Seemannsclubs, -heime und -hotels Sozialeinrichtungen mit persönlicher Betreuung. Dadurch müsse der Bund keine unmittelbar staatlichen Einrichtungen der sozialen Betreuung für Seeleute an Land schaffen, so Rohde und Möller.
„Wir freuen uns, dass wir uns auf die Unterstützung von Dennis Rohde und Siemtje Möller, die seit vielen Jahren mit ihrer Familie Mitglied der Wilhelmshavener Seemannsmission ist, bauen können. Das motiviert uns natürlich auch in unserem Ehrenamt“, sagte Wilfrid Adam.
Fotohinweis:
(v.l.n.r.) Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick, Dietmar Szech, Siemtje Möller MdB, Staatssekretär Dennis Rohde, Heino Janssen, Wilfrid Adam, Hannfried Teerling

