Ein Engel reist mit: Weihnachtsfreude im Hafen von Piräus

Gedanken zum ersten Advent

Weihnachten – das ist die Zeit, in der wir an die Geburt Jesu denken. Und es ist die Zeit der Traditionen, der Besinnlichkeit, der Geschenke. Überall auf der Welt möchten wir uns gegenseitig eine Freude machen. Diese tief menschliche Sehnsucht nach Austausch und Anerkennung spüren wir auch an einem Ort, der für viele nur ein Transitraum ist: im geschäftigen Hafen von Piräus.

Gerade hier, wo Seeleute aus aller Welt Station machen, ist die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit gefüllt mit kleinen Gaben, die Weihnachten spürbar machen sollen.
Wir bringen Schokoladen und Weihnachtsdekoration an Bord. Und kurz vor dem Fest, liebevoll verpackte Geschenke, um den Seeleuten, die Heiligabend auf See verbringen, eine kleine Freude zu bereiten.

Doch in diesem Austausch liegt oft mehr als nur das Überreichen einer Gabe. Die Seeleute von den Philippinen beispielsweise, die eine besonders ausgeprägte Weihnachtstradition pflegen, bedanken sich auf ihre ganz eigene, tief bewegende Weise.

Als Dankeschön für unsere Päckchen erhalten wir oft selbstgebastelte Weihnachtsdekoration. Diese kleinen Kunstwerke entstehen aus dem, was an Bord verfügbar ist: aus Plastikflaschen, Tüten und Fundstücken. Es sind Geschenke, an denen der Seemann lange gearbeitet hat – keine Massenware, sondern Zeugnisse von Mühe, Kreativität und Dankbarkeit. Sie erinnern uns daran, dass der Wert eines Geschenks nicht im Preis liegt, sondern in der Zeit und der Liebe, die in ihm stecken.

In unseren Geschenken an die Seeleute ist oft ein kleiner Engel. Er ist nicht nur für die Weihnachtszeit gedacht. Er soll die Seeleute begleiten, ihnen ein Gefühl von Schutz und Nähe geben, wenn sie wieder in See stechen.

Wie tief diese Geste wirken kann, zeigte mir eine Begegnung vor einer Woche: Ich traf einen Seemann, der mir stolz seinen kleinen Engel zeigte. Er hatte ihn im vergangenen Jahr von uns bekommen, ihn mit nach Hause genommen und wieder mit an Bord gebracht. Der Engel war zu seinem treuen Begleiter geworden.

Diese kleinen Holzengel und die kunstvollen Dekorationen aus Plastik – sie sind für uns im Hafen von Piräus der beste Beweis dafür, dass Weihnachten überall dort ist, wo Menschen einander mit offenem Herzen begegnen. Sie sind ein Versprechen: Du bist nicht allein.

Reinhild Dehning
Diakonin und Leiterin der Deutschen Seemannsmission Piräus

Die DSM wird gefördert und unterstützt durch

Unterstützen Sie uns

Spendenkonto:
Deutsche Seemannsmission e.V.
Evangelische Bank eG
IBAN: DE17 5206 0410 0106 4058 86
BIC: GENODEF1EK1

Für Seeleute

Logo für den Chat für Seeleute dsm.Care DIe Buchstaben DSM durchsichtig in einer Wolke, im Punkt ist das Ankerkreuz der Seemannsmisssion und runter steht Care

Wer wir sind…

Über uns
Leitbild

Seemannsmission

Kontakt
Spenden