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Kleiner Begleiter

Am vergangenen Donnerstag, den 4. Oktober jährte es sich zum 61. Mal, dass der erste „Spunitk“ 1957 ins All geschossen wurde. „Kleiner Begleiter“ wurde der Satellit genannt. Gemessen an der Größe unseres blauen Planeten war er wirklich ein kleiner Begleiter. Hin und wieder denke ich bei mir, wie sinnvoll und wohltuend es doch ist, kleine Begleiter um uns zu haben. Sie geben auf uns Acht und senden eindeutige Signale aus, wenn wir uns in Gefahr begeben oder auch wenn wir unser Handeln nochmals durchdenken sollten. Aber auch in Situationen in denen, auch ohne unser Zutun, nicht alles ganz rund läuft sind sie da und begleiten uns. So ist es auch wohl in diesem Jahr mit der Ernte. Die einen blicken besorgt auf das eingefahrene Ergebnis und die anderen freuen sich über den Ertrag. Existenzbedrohend ist es für die einen, und ein Zuwachs für die anderen. In beiden Situationen sich begleitet zu wissen, das sichere Gefühl zu haben getragen zu sein, kann Hoffnung auf bessere Zeiten auslösen und Dankbarkeit für das Erreichte. In diesem Sinne glaube ich Gott als den „Begleiter“ als die Quelle der Hoffnung und Dankbarkeit. Mögen sich so alle in dem Wort zur kommenden Woche aus Psalm 145, die mit dem Erntedankfest am Sonntag beginnt, hoffungsvoll und dankbar begleitet wissen: „Alle schauern erwartungsvoll zu dir und du gibst ihnen zur rechten Zeit zu essen“

Seemannsdiakon Folkert Janssen, Rostock
 

DSM e.V.

proske ernst 2018

Ein neuer „Kapitän“

Die Mitgliederversammlung wählte am 22.09.2018 in Bremen Oberkirchenrat Christoph Ernst zum Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission e.V.
Der 54-Jährige Oberkirchenrat ist zur Zeit noch Referatsleiter Nord- und Westeuropa in der Ökumene und Auslandsarbeit der Evangelischen Kirche Deutschland. Er wird die Nachfolge von Heike Proske übernehmen, die ab Oktober die Superintendantin von Dortmund wird.

Die Vorsitzende der Seemannsmission sagt dazu: „Heute hat die Mitgliederversammlung eine wichtige grundlegende Entscheidung getroffen. Mit Christoph Ernst ist ein würdiger Nachfolger für die großartige Arbeit von Heike Proske gewählt worden, der die Zukunft der Seemannsmission aktiv mitgestalten wird.“ „Die internationale Erfahrung und die breite kirchliche und ökumenische Vernetzung machen ihn zu einem guten neuen Generalsekretär“, so Landessuperintendant Dr. Hans Christian Brandy, der den ständigen Ausschuss der Seemannsmission vorsitzt.

„Ich gebe einen ganzen Rucksack mit Aufgaben und Verantwortung frohen Mutes weiter“ sagte Heike Proske, die nach der Wahl einen Rucksack mit Logo der Seemannsmission an Ernst überreichte. „Ein spannendes und umfangreiches, aber auch interessantes und schwieriges Aufgabengebiet warten auf ihn.“ Sagte Heike Proske, die in dem anschließenden Gottesdienst von Ihrer Tätigkeit der Seemannsmission entpflichtet worden ist.

 

DSM e.V.

Beharrlich für Würde und Gerechtigkeit - Erste "Bischöfin der Seeleute" wird am Sonnabend verabschiedet

Bremen (epd). Es sind dramatische Themen, mit denen sich Heike Proske über Jahre auseinandersetzen musste: Wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, wenn Piraten Handelsschiffe überfallen und Seeleute kidnappen, wenn Crews an Bord von Handelsschiffen unter Isolation und schlechten Arbeitsbedingungen leiden, dann hat die "Bischöfin der Seeleute" ihre Stimme erhoben. Zusammen mit dem Team der Deutschen Seemannsmission in 16 Auslands- und 16 Inlandsstationen hat sie für die Würde der Menschen an Bord gekämpft. An diesem Sonnabend wird die leitende evangelische Theologin in Bremen verabschiedet.

Nach neun Jahren als Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission und damit als erste Frau in diesem Amt wechselt die 56-Jährige nach Dortmund. Dort übernimmt sie im Oktober das Amt der Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis der Ruhrmetropole, der mit 200.000 Mitgliedern größer ist als manche Landeskirche. Da bleibt wenig Zeit für die Rückschau auf ein Arbeitsfeld, das globaler nicht sein könnte.

"Hier gelten keine Grenzen", bringt es Proske auf den Punkt. Deshalb sind es auch die Seeleute, die sich mit den negativen Folgen der Globalisierung auseinandersetzen müssen, wenn Menschen vor Kriegen, Klimakatastrophen, Hunger und Elend aus ihrer Heimat flüchten müssen und dabei beispielsweise auf dem Mittelmeer in Not geraten. Mal abgesehen davon, dass es eine Pflicht gibt, Menschen in Seenot zu retten: "Seeleute retten schon deshalb, weil sie selbst in Seenot geraten könnten und gerettet werden möchten, ohne dass andere so lange darüber nachdenken, bis es zu spät ist", sagt Proske.

Doch Kapitäne und Besatzungen werden schneller und häufiger als noch vor Jahren kriminalisiert, hat Proske erfahren. "Sie werden Schleppern gleichgesetzt und indirekt durch die Politik aufgefordert, in Seenot Geratene auf ihren seeuntüchtigen Schiffen zu lassen", macht sie auf das psychische Dilemma der Seeleute aufmerksam. "Hier wird ein Konflikt auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, die für unseren Wohlstand unterwegs sind." Mehr als 90 Prozent aller in der Welt gehandelten Güter werden durch die Handelsschifffahrt transportiert, meist von Seeleuten aus Schwellen- oder Entwicklungsländern.

Die Politik lässt die Seeleute in ihrer Entscheidung allein und droht ihnen noch mit Strafen, falls sie dringend notwendige Hilfe leisten: In Situationen wie diesen setzen sich Proske und die Beschäftigten der Seemannsmissionen dafür ein, menschlich zu handeln. Proske tue das besonnen und zugleich bestimmt, hat Ralf Nagel erfahren, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder: "Für sie steht der Mensch mit seinen Sorgen, Interessen, seinen Pflichten und seinen Wünschen stets im Mittelpunkt", sagt der ehemalige Bremer Hafensenator und ergänzt: "Ich werde die Zusammenarbeit mit ihr sehr vermissen."

Durch ihren beharrlichen Einsatz habe Proske erreicht, dass die Stationen an der deutschen Küste als Wohlfahrtseinrichtungen Geld vom Bund erhalten, sagt die Präsidentin der Deutschen Seemannsmission, Clara Schlaich. Im Ausland hat Proske die Vernetzung zwischen Kirchen und Stationen und die Zusammenarbeit mit anderen Seemannsmissionen vorangetrieben. So konnte sie trotz knapper finanzieller Ressourcen die Schließung von Standorten verhindern. "Und mit ihrer Beteiligung an der Kampagne 'Fair über's Meer' setzte sie sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf See ein", bilanziert Schlaich.

Proske habe sich mit hohem Engagement für die Sache der Seeleute eingesetzt, sagt auch der Stader Landessuperintendent Hans Christian Brandy, der nun die Neubesetzung an der Spitze der Deutschen Seemannsmission koordiniert. "Absolut zuverlässig und mit offenem Diskussionsstil", beschreibt er die scheidende Generalsekretärin, die zuletzt auch Vorsitzende des Dachverbandes der Internationalen Christlichen Seemannsmissionen ICMA war.

Wer ihr am Sitz des Generalsekretariats in Bremen nachfolgt, ist noch unklar und wird am Sonnabend entschieden. Klar ist nur, dass der Job nur gemeinsam mit Partnern, ökumenisch und international ausgefüllt werden kann. Genau wie das Amt der Superintendentin in Dortmund, zieht Proske Parallelen zwischen alter und neuer Aufgabe: "Das ist eine internationale Stadt." Die Theologin hat sich unter anderem vorgenommen: "Gemeinsam gegen rechtspopulistische Strömungen angehen."

Info:
Abschiedsgottesdienst für die scheidende Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pastorin Heike Proske, am 22. September um 15.30 Uhr in der Bremer Zionskirche.

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zentrale proske 3DSM e.V.

Nachfolger für Heike Proske gesucht

Die Deutsche Seemannsmission entscheidet am Sonnabend, 22. September, über die Nachfolge der scheidenden Generalsekretärin Heike Proske. Dazu komme eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Bremen zusammen, sagte der Stader Landessuperintendent Hans Christian Brandy. Der leitende evangelische Theologe ist Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der Deutschen Seemannsmission und hält im Bewerbungsverfahren alle Fäden in der Hand. Nach intensiven Gesprächen seien zwei Kandidaten eingeladen worden, die sich zur Wahl stellten, sagte Brandy. Das Generalsekretariat leitet die Arbeit der Deutschen Seemannsmission.

Meldung der nwzonline.de vom 21.09.2018
 

DSM e.V.

Theologin Heike Proske (56) verlässt Bremen: Neuer Heimathafen für Bischöfin der Seeleute  

Gesamten Artikel auf bild.de lesen (Externer Link)
 

brake bundespraesident 2018DSM Unterweser

Unvergesslicher Tag beim Bundespräsidenten

Selbst wenn rund 4000 Gäste kommen, ist es für jeden einzelnen von ihnen eine besondere Ehre: die Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten. Als Frank-Walter Steinmeier dieses vergangenen Freitag eröffnete, waren auch sechs geladene Gäste von der Deutschen Seemannsmission Unterweser dabei: Brigitte und Peter Spalenka sowie Rolf Kühn (Nordenham), Elvira und Karsten Alfke (Elsfleth), Ralf Schäfer (Brake) und Hannes Hausburg (Burhave).

Gesamten Artikel von Markus Minten auf nwzonline.de lesen (Externer Link)
 

DSM e.V. - Unsere Meinung

Ich kann doch nicht wegschauen – ich muss ja helfen!

Die neue Politik Italiens und Maltas verändern die Fluchtrouten. Mittlerweile kommen täglich nur noch wenige Schiffe in Italien an. Dafür aber umso mehr in Spanien. Das bedeutet, dass die Überfahrt über das Mittelmeer für die Schutzsuchenden länger und gefährlicher wird, sich die Qualität der Transportschiffe aber kaum verändert.

Wir von der Deutschen Seemannsmission e.V. (DSM) weisen darauf hin, dass diese Veränderung auch zu Lasten der Handelsschifffahrt geht. Das westliche Mittelmeer ist stark befahren. Begegnungen mit havarierten Schutzsuchenden und Handelsschiffen nehmen wieder zu.

Eine ähnliche Situation gab es bereits vor zwei Jahren, als noch Ägypten einer der Hauptausgangsorte der Migrationsströme war. Die Handelsschifffahrt rettete damals weit mehr als 50.000 Menschen jährlich. Der Unterschied zu heute ist jedoch, dass die Kapitäne und Besatzungen nun schneller und häufiger kriminalisiert werden. Sie werden Schleppern gleichgesetzt und indirekt durch die Politik aufgefordert, in Seenot Geratene auf ihren seeuntüchtigen Schiffen zu lassen. Gerade die letzten beiden Fälle, die durch die Medien gegangen sind – das festgehaltene MAERSK Schiff in Italien und der anstehende Prozess gegen den Kapitän der Lifeline verunsichern die rettungs-willigen und –pflichtigen Seeleute sehr.

In vielen Gesprächen zwischen Seeleuten und uns von der Deutschen Seemannsmission hören wir immer wieder den Satz: „Ich kann doch nicht wegschauen – ich muss ja helfen“. Doch die Politik lässt die Seeleute in ihrer Entscheidung allein und droht ihnen noch mit Strafen, falls sie dringend notwendige Hilfe leisten.

„Hier wird ein Konflikt auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, die für unseren Wohlstand unterwegs sind“ so Heike Proske, Generalsekretärin der DSM. „Mehr als 90 % aller in der Welt gehandelten Güter werden durch die Handelsschifffahrt transportiert, meist von Seeleuten aus Schwellen- bzw. Entwicklungs-Ländern. Die Politik lässt diese Menschen jedoch völlig allein, ja, hat Seeleute in ihrer besonderen Situation überhaupt nicht im Blick. Seeleute retten in Seenot befindliche Menschen schon deshalb, weil sie selbst in Seenot geraten könnten und gerettet werden möchten, ohne dass andere so lange darüber nachdenken, bis es zu spät ist.

Die Deutschen Seemannsmission e.V. fordert sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Union auf, sofort verbindliche Regelungen zu finden, die die Handelsschifffahrt bei der Bergung von Schutzsuchenden entkriminalisiert und klare Regelungen für die Übergabe der Geretteten festzulegen.

"Egal, warum die Menschen über das Meer fliehen: Wenn sie unterwegs in Seenot geraten, brauchen sie Hilfe. Das gebietet die Menschlichkeit. Das gebietet die Nächstenliebe." sagt Präses Manfred Rekowski.
Ebensolche Hilfe fordern wir als Deutsche Seemannsmission e.V. für die Seeleute, die Menschen retten.

Herausgeber:
Deutsche Seemannsmission e.V.
Heike Proske, Generalsekretärin (verantwortlich)
Contrescarpe 101, 28195 Bremen,
Telefon +49 421-163 84 51
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whv europa ministerinDSM Wilhelmshaven

Europa-Ministerin auf großer Stippvisite in Wilhelmshaven

Die große Weltpolitik im beschaulichen Wilhelmshaven: Mit gleich mehreren Zielen im Gepäck kam die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Birgit Honé (SPD) am Montag zur Stippvisite in die Jadestadt.

Der gesamte Artikel erschien in der Printausgabe von Jeversches Wochenblatt (Externer Link)
© Foto: DIETMAR BÖKHAUS -  Vorsitzender der Seemannsmission Wilfrid Adam 4.v.r. informierte Europa-Ministerin Birgit Hon rechts über die tatkräftige Arbeit der Ehrenamtlichen.
 

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