Festmachen - Juli 2017

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.

Philipper 1,9 (Lutherbibel)

festmachen 2017 07

Juli – das klingt nach Sommer- und Ferienzeit. Vom Strand aufs Meer blicken, den vorüberziehenden Schiffen folgend. Stadterkundungen, Treffen mit Freundinnen, Spielen mit der Familie – einfach Atem holen. Gerade in diesen ruhigeren Phasen des Jahres können Themen anklopfen, die in der Routine des Alltags meist verdrängt werden. Und nicht selten sind es die großen Fragen nach der Verankerung, dem Kurs des eigenen Lebens.

Liebe in ihren unüberschaubaren Facetten zählt sicher zu diesen Lebensthemen. Trägt mich das Netz liebevoller Beziehungen in Ehe oder Partnerschaft, mit Kindern und Freunden? Geht mein Herz auf, wenn ich Musik höre, ein gutes Buch lese oder gemeinsam ein Essen vorbereite? Sind es solche Situationen wo man dankbar ausrufen möchte: „Ich liebe es!“ Das leidenschaftliche Ringen um Fragen und Antworten zur Liebe füllt Bücherregale und Kinos, hier steht das ganze Leben auf dem Spiel.

Formelhaft, nüchtern und wenig leidenschaftlich klingt dagegen das, was Paulus am Anfang des Briefes an die Gemeinde in Philippi über die Liebe sagt. Die Reaktionen der Empfänger sind unbekannt. Aber es würde mich kaum überraschen, wenn der Monatsspruch zunächst wenig Lust macht, direkt im Text des Briefes nachzuschauen, was dem weit gereisten Weltmissionar am Herzen lag.

Er ist jedenfalls dankbar für die bereits vorgefundene
Gottes- und Menschenliebe in der Gemeinde und bittet Gott um deren stetiges Wachstum durch Erkenntnis und Erfahrung. Hat Paulus etwas gegen Emotionen, starke Gefühle? Nein. Nur wünscht er für seine Gemeinden, dass die Zielrichtung ihrer Liebe nicht aus dem Blick gerät. Denn die Gemeindeglieder sollen in der Lage sein, in verschiedenen Situationen des Alltags zu erkennen, was zu tun und zu lassen ist, um Gottes Gebote erkennen und erfüllen zu können. Deshalb braucht die Liebe der Christen/innen qualifizierte Anreicherungen, weil sie mit diesem lebensentscheidenden Prüfauftrag verbunden ist.

Denn schließlich geht es damals wie heute um nicht weniger als darum, direkt beteiligt zu sein an der großartigen, alles verwandelnden Liebesgeschichte zwischen Gott und den Menschen. Was heißt es dann aber hier und jetzt, dass wir darin nicht nur vorkommen, sondern eine aktive Rolle spielen dürfen?

Vielleicht bieten die ruhigen Momente dieses Monates gute Gelegenheiten, unsere bisher gefundenen Antworten auf diese Lebensfrage zu überprüfen und – bei Bedarf – auch Kurskorrekturen zu prüfen.

 

Christoph Anders
Direktor des Evangelischen Missionswerkes (EMW)
Hamburg


 

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