Festmachen - Mai 2017

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kolosser 4,6 (Lutherbibel)

festmachen 2017 05Im biblischen Sinne wird im Kapitel 4 der Kolosser auf die Verantwortung der Herren gegenüber den Knechten und gegenüber Gott hingewiesen. Wir alle haben einen Herrn, der uns stets erinnert, sich nicht als das Maß aller Dinge zu sehen und im Bewusstsein Gottes seine Mitmenschen, egal welcher Stellung und Herkunft, mit Achtung und Respekt zu begegnen und diese Botschaft Gottes auch in und mit seinen Worten zu übertragen.
Häufig „versalzen“ wir unsere Sprache mit derben, abwertenden und auch beleidigenden Ausdrücken. Nicht umsonst mahnen viele die sprachliche „Verrohung“ an, die die Schwelle zu Aggressionen und Gewalt herabsetzt. Die Möglichkeiten des Internets lassen neue Wege unserer Kommunikation zu, allerdings auch den anonymen Weg, der menschliche Regungen, Empfindungen des wirklichen Gesprächs von Angesicht zu Angesicht entbehrlich macht. Respekt, Anstand und Würde gehen hier oftmals verloren. Es entschwindet der Blick für sein Gegenüber mit samt der Reaktionen, der Verletzlichkeit und der Spuren, die wir mit unseren Worten ausläsen.

 

Auch die Politik lässt gelegentlich mehr Salz als Freundlichkeit in ihren Reden erkennen und sie vergisst dabei ihren vorbildlichen Charakter für Außenstehende und Beobachter. Unweigerlich gehört der Streit auch zum Dialog, doch werden Grenzen überschritten, treffen wir unser Gegenüber persönlich. Streit bedeutet Austausch von Ansichten, Argumenten und überzeugungen, nicht aber von persönlichen Angriffen und Herabwürdigungen.

Mit Salz würzen, heißt das Maß erkennen. Das Maß in der Auswahl der Worte und zugleich das Maß des Umfangs. Unsere Sprache soll daher deutlich, verständlich und nachvollziehbar und nicht von Eitelkeit, überzogenem Selbstbewusstsein sowie Verwirrung geprägt sein.

Wer, wenn nicht unsere Seeleute, weiß um den Sinn der freundlichen und mit Salz gewürzten Sprache. Für sie ist es gelebter Alltag, mit vermeintlich „Fremden“ auszukommen, sich in anderen Ländern zurecht zu finden und mit anderen Kulturen umzugehen. Klare Sprache und respektvoller Umgang sind das Salz in der Suppe und das Credo des Schiffsalltags, denn die harte Arbeit und die Enge des Raumes erlauben keine anonymen Böswilligkeiten und selbstherrlichen Worte. Orientieren wir uns an ihnen und danken ihnen für das, was sie uns stets vermitteln, das Band des Miteinanders in einer großen und vielschichtigen Welt.

Eckhardt Rehberg, Bundestagsabgeordneter
Vorsitzender der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Mitglied im Arbeitskreis Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion


 

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