news cruise shipSeeschifffahrt

Crews auf Quarantäne-Schiffen nicht vergessen

Der Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission mit Sitz in Bremen, Christoph Ernst, hat an die Besatzungen der Schiffe erinnert, die wegen des Corona-Virus unter Quarantäne stehen. In den vergangenen Wochen sei viel über die Situation der Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" berichtet worden, dass seit dem 4. Februar mit 2.666 Passagieren vor dem japanischen Yokohama liege, sagte Ernst am Dienstag in Bremen. "Ebenso wichtig ist es, auf das Schicksal der 1.045 Crew-Mitglieder hinzuweisen und sie im großen Sorgenpaket der Tourismus-Industrie nicht zu vergessen."

Die einfachen Crew-Mitglieder arbeiteten ohnehin unter schwersten Bedingungen und mit teilweise äußerst schlechter Bezahlung, sagte der Generalsekretär. "Die Menschen unter Deck, ihre persönlichen Schicksale und Nationalitäten bleiben meist ungehört und unsichtbar."
Was sich in diesen Tagen auf der Arbeitsebene der "Diamond Princess" abspiele, werde in den Medien kaum verfolgt - die Touristen stünden klar im Fokus. "Als Deutsche Seemannsmission erinnern wir heute besonders an die große Zahl derjenigen, die jetzt zwar buchstäblich im selben Boot wie die Kreuzfahrt-Touristen sitzen, aber eben auf einem anderen, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Deck", unterstrich Ernst. "Allen Menschen, die derzeit auf der Diamond Princess festsitzen, gilt unsere Anteilnahme. Allen Erkrankten wünschen wir schnelle und vollständige Genesung."

Artikel: epd Foto: CC BY 2.0 Diamond Princess cruise ship, Sakaiminato, Tottori Prefecture, June 2014
 
 

DSM Cuxhaven

cuxhaven sds 20

 

rostock janssenDSM Rostock

Menschliches Gesicht im Hafen

Der Rostocker Seemannsdiakon Folkert J. Janssen geht in Ruhestand

Nach der Wende hat Folkert Janssen die Seemannsmission im Rostocker Überseehafen mit aufgebaut. Heute ist sie Anlaufpunkt für Seeleute aus aller Welt. Über die Jahre hat Janssen "eine Antenne" für seine besondere Gemeinde entwickelt. "Wir geben den Häfen ein menschliches Gesicht", sagt der Diakon, der nun in den Ruhestand geht.

"Nun muss mal Schluss sein", sagt Folkert Janssen mit Nachdruck. So, als wolle der 62-jährige Rostocker Seemannsdiakon sich selbst davon überzeugen, dass sein "selbstgewählter Ruhestand" die richtige Entscheidung war. Am 31. Januar wird er in der Rostocker Nikolaikirche feierlich verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird Stefanie Zernikow (36), seit 2016 Leiterin der Seemannsmission in Kiel.

Viele Jahre war Janssen Seemannsdiakon in Brunsbüttel (Elbe), bevor er nach Rostock kam, um die Seemannsmission im Überseehafen mit aufzubauen. "Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich nichts anderes kann als Seemannsdiakon." 1991, kurz nach der deutschen Wiedervereinigung, "da war das Fenster noch offen", sagt Janssen, "da war noch vieles möglich". Dieses Fenster habe er genutzt, gemeinsam mit der Deutschen Seemannsmission, der damaligen Seehafen Rostock AG, der Deutschen Seereederei und der damaligen Mecklenburgischen Landeskirche: Am 4. August 1991 wurde der Seemannsclub "Hollfast" im Überseehafen mit einem Festgottesdienst in der Warnemünder Kirche eröffnet.

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news konzeptwerkstattDSM e.V.

Deutsche Seemannsmission blickt in die Zukunft

Die Deutsche Seemannsmission (DSM) entwickelt derzeit konkrete Pläne für ihre künftige Arbeit. Dazu hat sie das Projekt „DSM2030“ ins Leben gerufen. Am 24. und 25. Januar versammelten sich Leitungsgremien und etwa 20 Mitarbeitende aus dem In- und Ausland zu einer Konzeptwerkstatt in Bremerhaven.

Im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung ändern sich auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute weltweit. Warenströme passen sich ökonomischen und politischen Gegebenheiten an. Das Umfeld der Reedereien und der Hafenwelt ist einem stetigen Wandel unterworfen. Darum gilt es auch für die DSM zu klären, welche konkrete Ausprägung ihr Leitbild „support of seafarers‘ dignity“ (Eintreten für die Würde der Seeleute) künftig haben soll.

Fünf Themenbereiche wurden im Vorfeld der Konzeptwerkstatt für die künftige Ausrichtung der Arbeit der Deutschen Seemannsmission identifiziert und in den beiden Werkstatttagen bearbeitet: Netzwerke der Stationen im In- und Ausland, Arbeit mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen, Fortbildung und Qualitätssicherung, Psychosoziale Notfallversorgung (Notfallseelsorge) als Zukunftsthema der DSM, Interne Kommunikation sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

„Während der Konzeptwerkstatt sind schon sehr viele gute Ideen und auch konkrete Ansätze entstanden. Diese gilt es nun zu gewichten und dann möglichst schnell umzusetzen“, betonen für den Vorstand der Deutschen Seemannsmission Präsidentin Dr. Clara Schlaich und Generalsekretär Christoph Ernst.

Foto: DSM e.V.
 
 

coronavirus

Health Information

Reducing the Risk of Infection from
2019 new Coronavirus (2019-nCoV)
Information to shipping companies (23.1.2020)

A new type of Coronavirus was detected since December 2019 in Wuhan City, Hubei Province of China. All cases in Wuhan were connected to the “Huanan Seafood Market”. The source of infection most likely are animals on the market.

Click here for download
Text: Dr. med. Schlaich, MPH, Maritime Medical Port Services, Hamburg
  
  
 

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Alle sind willkommen

„Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“, so lautet der Wochenspruch für die kommende Woche bei dem Evangelisten Lukas, Kapitel 13 Vers 29. Dieser Vers steht in Mitten der Auseinandersetzung für wen denn das Reich Gottes bestimmt ist, wer denn dort zu Tische sitzen wird. Im Kontext dieses Wortes wird deutlich, dass es dafür kein Privileg gibt; denn aus allen Himmelsrichtungen werden sie kommen und sind geladen. Dazu setze ich aus dem gleichen Evangelium Kap. 17 Vers 21 das Wort „Das Reich Gottes ist mitten unter Euch“. Die geglaubte Gegenwart Gottes im Leben erscheint mir so als das Reich Gottes. Aus dieser Gegenwart erlebe ich in dieser Glaubenshaltung Begegnungen mit denen von Überall als Mitmenschen. Dabei bin ich darauf bedacht ihnen mit Offenheit zu begegnen, was bestimmt nicht immer gelingt.

So ähnlich, verehrte Leser, geschieht es in der Seemannsmission. Jeden Tag versammeln sich die Menschen von Bord aus allen Himmelrichtungen, aller Nationalitäten, Religionen und Hautfarben im Seemannsclub, um für eine Weile Gastfreiheit zu erleben, das Gefühl vermittelt zu bekommen, willkommen zu sein. Willkommen zu sein ist für mich ein elementarer Aspekt des Reiches Gottes, weil ein jeder Mensch dort geladen ist. In diesem Geist leben wir unseren Dienst an Seeleuten aus aller Welt und bieten Halt und Stütze. Nahezu 29 Jahre lag dies in meiner Verantwortung und meinem Wirken, an welchem ich viel Freude hatte. In meiner Funktion als Seemannsdiakon verfasse ich einen Denkanstoß zum letzten Mal. Gern möchte ich   künftig als Privatier Sie mit meinen Gedanken als Denkanstoß in die neue Woche begleiten. In diesem Sinne bleiben Sie behütet.

Seemannsdiakon Folkert Janssen, Rostock
 
 

container shipSeeschifffahrt

Klimaschutz bei Frachtschiffen kostet eine Billion Dollar

Die Uno hat sich vorgenommen, die CO2-Emissionen des Hochseehandels zu halbieren. Dafür werden neue Technologien benötigt, sparsamere Schiffe - und viel Geld.

Die Weltmeere sind die wichtigsten Handelswege der Globalisierung, jeden Tag bewegen Containerschiffe große Mengen Waren zwischen den Kontinenten. Verglichen mit Lkw-Transporten - und gerechnet in CO2-Emissionen - tun sie das verhältnismäßig effizient: Pro Tonne Ladung stoßen die Frachter weniger Kohlendioxid aus als Lkw auf der Straße.

Gesamte Meldung auf spiegel.de lesen (Externer Link)
Foto: JoachimKohlerBremen (CC BY-SA 4.0)
  
  
 

duckdalben clubDSM Duckdalben

Darum kommen immer weniger Leute in beliebten Seemannsclub

Seit über drei Jahrzehnten bietet die Hamburger Seemannsmission „Duckdalben“ Seeleuten aus aller Welt einen Rückzugsort. Doch im vergangenen Jahr ging die Zahl der Besucher des Clubhauses, das in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Einbrechern wurde, erneut zurück.

Grund dürfte der Strukturwandel im Hamburger Hafen sein. „Der Wandel im Hafen schlägt hie und da Wellen bis in den Seemannsclub“, erklärte die Clubleitung aus Anke Wibel und Jan Oltmanns. Schiffe würden bei gleicher Mannschaftsstärke immer größer, Liegezeiten knapper.

Gesamten Artikel der Hamburger Morgenpost lesen
   
 
Ein weiteres Risiko bei unbehandelter Venenerkrankung ist die Lungenembolie, bei der die Lungengefäße durch einen Blutpfropf verstopft werden und Varikosis. Daran sterben in Deutschland pro Jahr etwa 30.000 Menschen.

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