cuxhaven philipinoDSM Cuxhaven

Chocolate doesn’t ask silly questions. Chocolate understands!

(Autor unbekannt)

Schokolade und Sonnenschein ist der Jackpot in dieser Zeit. Findet zumindest ein philippinischer Seemann eines Autotransporters. Da grad etwas Zeit war hat er kurzerhand seinen Watchmanposten Richtung Sonne verlegt. Als ich ihm dann auch noch Schokolade vorbeibracht hörte das Grinsen auf seinem Gesicht gar nicht auf. Auch auf die Frage, ob ich für die Crew irgendwann einmal Besorgungen machen könnten, hob sich seine Stimmung noch ein wenig mehr. Der Chipsvorrat wird nämlich immer leerer. Also werde ich wohl demnächst eine weitere Bestellung per Mail erhalten. Ich freue mich drauf! Mit Kleinigkeiten den Tag zu versüßen, grade in so einer Zeit, wo es den Seeleuten nicht gestattet ist das Schiff zu verlassen, ist für mich das Highlight des Tages.

Auf dem Weg zurück zum Auto sah ich, dass sich der philippinische Seemann mit der Schoki und einer Zeitung zurück in die Sonne setzte.

Text und Foto: Sarah Herzog
 
 

cuxhaven einkaufDSM Cuxhaven

Hello! :) 

"I am writing because we are in Cuxhaven at Helgolander Kai. 
As you know we are not allowed to go ashore due to coronavirus. We would like to kindly ask you to make some shopping for us if it is still possible."

Diese Nachricht haben wir von einem Crewmitglied eines Tankers erhalten. Das Schiff kommt seit ein paar Jahren regelmäßig nach Cuxhaven und bleibt sogar immer ein paar Tage. Fast jedes Mal gehen wir dann die Crew besuchen, denn sie freuen sich immer über Simkarten und News aus der Heimat. Durch die Corona Pandemie ist es der Crew untersagt worden, dass Schiff zu verlassen und an Land zu gehen. Doch die Crew geht hier in Cuxhaven gerne mal von Bord, um zum Beispiel „Seelenfutter“ zu kaufen. Als die Schokolade und Softgetränke rar wurden, meldete sich die Besatzung per Mail und fragte uns, ob wir nicht für sie ein paar Kleinigkeiten besorgen und es ihnen bringen könnten. Dieser Bitte kamen wir natürlich nach. Jeder weiß, dass durch ein kleines Stück Schoki alles ein klein wenig besser werden kann. Daher war die Freude riesig, als wir mit den Einkäufen an der Gangway standen.

Text: Seemannsdiakon Martin Struwe - Foto: DSM Cuxhaven
  
 

brake clubDSM Brake

Seemannsmission hilft Besatzungen mit Tabletten oder Telefonkarten

Weltweit sitzen Seeleute wegen Corona an Bord fest - auch in Brake

„Gerade jetzt würden wird gerne mehr helfen.“ Franz Wellerding zuckt mit den Schultern. „Aber es geht nicht.“ Er und seine Kollegen von der Seemannsmission an den Häfen der Unterweser würden den Besatzungen der Holz- oder Getreidefrachter zum Beispiel gerne mehr von dem bieten, was das Motto ihrer Arbeit verspricht: „Home away from home“ zu sein, zu Deutsch: ein Zuhause weit weg von zu Hause.

Doch wegen des Corona-Virus dürfen die Männer ihre Schiffe so gut wie gar nicht mehr verlassen. Landgänge fallen aus. Auch der ökumenische Seamen’s Club im inneren Bereich des Hafens im oldenburgischen Brake musste schließen.
Der „Seamen’s Club“ musste schließen

2005 hatten katholische und evangelische Kirche diesen Club gemeinsam eröffnet. Seeleute können dort abends ein paar Stunden ausspannen, das Notwendigste einkaufen, telefonieren oder mit der Familie in Manila oder Hongkong per Internet Kontakt halten, bis vor kurzem jedenfalls.

Derzeit ist die Angst vor dem Virus dafür zu groß. „Man stellt sich auch besser nicht vor, was es bedeutet, wenn eine Mannschaft infiziert wird“, sagt Franz Wellerding, der für die katholische Seite das Projekt leitet. Wer übernimmt dann die infizierten Crew-Mitglieder? Wer besorgt Ersatz? Wer kümmert sich um das Schiff? Was geschieht mit der Ware?

Gesamten Artikel auf Kirche+Leben Netz lesen (Externer Link)
 
 

DSM Le Havre

Ein Kollege geht von Bord: "Au Revoir" Michael Ludwig

Am letzten Tag verabschiedet sich Michael Ludwig nach vielen, vielen Jahren Seemannsmission, die letzten 18 in Le Havre (Frankreich) mit einem Zitat von Mark Twain:

Das Leben ist kurz.

Brich die Regeln, verzeihe schnell, küsse langsam, liebe wahrhaftig, lache hemmungslos und bedauere niemals etwas, das dich zum Lächeln gebracht hat.

lehavre ludwig au revoir

 

DSM international

Support of seafarers dignity: We are still active in many ports!

Dear Seafarers,
We are not afraid of getting COVID-19 from u, especially as we know u belong to one of the most isolated groups in the world. BUT we like to minimize the risk for u.

Here an overview in which harbours the German Seamen's Mission is active in times of the Corona Pandemic and which services seafarers can expect:

Alexandria (Egypt)

  German Seafarers Centre Alexandria  
Ship visits:   No  
Who:   Markus Schildhauer  
Contact:   Mobile and Whatsapp: +201223442750  
    Messenger: markus.schildhauer  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's club in the harbour:  Open only for emergency cases -  7/24 - please call before  
       

Amsterdam (Netherlands)

 
Ship visits:   No  
Who:   Hans-Gerhard Rohde  
Contact:   Land line +31 20 6220842  
    rezeption@seemannsheim.amsterdam  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's club in the harbour: Amsterdam Seafarers Centre is closed  
Seamen's hotel in the city:   Guesthouse Keizersgracht is restricted to seamen only - call first  
       

Antwerpen (Belgium)

 
Ship visits:   On request  
Who:   Jörg Pfautsch  
Contact:   In case of emergency +32 478 292 469  
    www.facebook.com/antwerpseafarerscentre/  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's club: Antwerp Seafarers' Centre is closed  
Seaman's hotel: Antwerp Harbour Hotel is open 24/7  
Sportfield: Antwerp Mariners' Sportsfiled is closed  
     

Brake Unterweser (Germany)  

 
Ship visits:   On request  
Who:   Dirk Jährig  
Contact:   Land line seamensclub +49 4401855425  
    Land line Rev. Jährig +49 440181004  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service:  n/a  
Seamensclub Pier One   Cosed
The shop can be opened on request between 15:00 and 18:00 hrs for individuals. Please call the club before.
Day possible: Monday to Saturday
 
       

Bremen (Germany)

   
Ship visits   On request  
Who:   Michael Klee or Magnus Deppe  
Contact:   Land line +49 421 69696235 (Club)  
Mobile shop / delivery service: A selection of snacks and SIM Cards can be brought on board if required  
Seamen's Club   Open  
       

Bremerhaven (Germany)

 
Ship visits:   On request  
Who:   Team  
Contact:   Land line +49 47143013  
Mobile shop / delivery service: n/a  
Seamen's club "Welcome"   Closed  
Seamen's hotel "Portside"   Partly open, bookings of seamen are possible
Reception is staffed from Mon-Fri 8:00-18:00, Sat and Sun 8:00-12:00 (noon)
 
       

Brunsbüttel (Germany)  

 
Ship visits:   On request  
Who:   Anja Brandenburger-Meier, Leon Meier  
Contact:   Land line +49 485287252  
(in case of emergency)   WhatsApp +49 1729347951  
Mobile shop / delivery service:  Yes  
Seamen's club in the harbour:  Closed  
       

Cuxhaven (Germany)

 
Ship visits:   Yes  
Who:   Sarah Herzog, Martin Struwe  
Contact:   Mobile +49 15151191630  
    Text Message or WhatsApp: +49 16095075842  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service:  We do errands for sailors  
Seamen's club in the harbour Closed  
Seamen's hotel:   Only open for seamen in emergencies  
       

Durban (South Africa)

 
Ship visits:   No  
Who:   Ron Küsel  
Contact:   Land line +27826544009  
Mobile shop / delivery service:   No  
Seamen's club:   Closed  
       

Douala (Cameroun)

Foyer des Marins  
Ship visit:   On demand only
If you need information, newspapers, counselling, a karaoke session, a prayer or just a real social chat, do not hesitate to contact us and we will visit you on board only on your invitation.
 
Who:   Team of "Foyer du Marin" Amadou, Leontine, Silvie & Souleman  
Contact:   Phone or WhatsApp: +237 6999 154 48 (from 07:30 hrs to 23:00 hrs) every day  
    Port Chaplain via fb messenger - peusdo "Sil Boyd" from 09:00 hrs to 21:00 hrs  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's club:   Closed until further notice  
Seamen's hotel:   Open only for stranded persons  
       

Emden (Germany)

     
Ship visits:   Yes  
Who:   Meenke Sandersfeld  
Contact:   Land line +49492192080  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Seamen's club:   International Seamen's Club Emden - Partly open - please call  
Seamen's hotel:   Open  
       

Genua - Genoa - Genova (Italy)

 
Ship visits:   No - until probably 14th April 2020. Curfew  
Who:   Barbara Panzlau  
Contact:   +39 342 361591  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Seamen's clubs in Genova, Savona, La Spezia (Liguria)   closed until 14th April 2020 due to the legal regulation in Italy  
       

Hamburg (Germany)

 

DSM Duckdalben

 
Ship visits:   Only on request (gangway visit)  
Who:   Jan Oltmanns, Anke Wibel, Adelar Schünke, Martina Schindler, Nonilon Olmedo, Abigail Fortich-Täubner, Olaf Schröder, Katrin Kanisch, Sören Wichmann, Jörn Hille  
Contact:   Land line and WhatsApp +49 40 7401661
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Mobile shop / delivery service: Yes  
Seamen's club "Duckdalben": Closed  
       
   

DSM Altona

 
Ship visits:   N/A  
Who:   Fiete Sturm  
Contact:   Land line +49 40 306220  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's club:   Restriced to seamen  
Seamen's hotel:   Restriced to seamen  
       
   

DSM Krayenkamp

 
Ship visits:   No  
Who:   Felix Tolle and Susanne Hergoss  
Contact:   In case of emergency +49 40 37 09 60 (switchboard, callback possible)  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's hotel: Open  
     
   

Seafarers' Lounge Hamburg

 
Ship visits:   Restricted  
Who:   Olaf Schröder, Markus Wichmann  
Contact:   Land line +49 40 236483870  
Mobile shop / delivery service: In case of emergency  
Seafarer's lounge: Closed  
     

Hong Kong (Hong Kong)

   
Ship visits:   Restricted  
Who:   Martina Platte  
Contact:   In case of emergency only +852 24108615  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's club   Mariners' Club Kwai Chung - open  
Seamen's hotel   Closed  
       

Kiel (Germany)

     
Ship visits:   Yes (urgent cases on request)  
Who:   Tobias Kaiser  
Contact:   In case of emergency +49 152 2922 7349  
    Text or WhatsApp +49 152 2922 7349  
    Instagram "Seamen's Mission Kiel"  
    Facebook "German Seamen's Mission Kiel e.V."  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's club:   Closed  
Seamen's hotel:   Open for seamen only  
       

Le Havre (France)

 

Closed

 
       

London (United Kingdom)

 
Ship visits:   Yes  
Who:   Mark Möller  
Contact:   Best way is to call the seafarer`s centre: +44 (0)1375 840 454  
    Facebook Messenger: londontilbury or Mark Möller  
Mobile shop / delivery service:  A selection of hygiene articles and snacks can be brought on board if required.  
Note:   For assistance and visits on board, it is best to notify us in advance.  
Seamen's club:   Closed  
       

Lübeck (Germany)

     
Ship visits:   On request. Only up to the gangway / ramp  
Who:   Bärbel Reichelt  
Contact:   Mobil and WhatsApp +49 172 3080560  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service:  N/A  
Seamen's club:   Closed  
       

New York (USA)

Seafarers International House  
Ship visits:   Yes  
Who:   Arnd Braun-Storck  
Contact:   +1 203 5707759  
    WhatsApp +1 203 5707759  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's hotel:   Closed, exceptions for seafarers who are stranded in NYC  
       

Rostock (Germany)

     
Ship visits:   Yes  
Who:   Stefanie Zernikow  
Contact:  

Land line +49 381 6700431

WhatsApp +49 381 6700431

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Seamen's club:   Seamen's Club "Hollfast" - Closed  
Mobile shop / delivery service Yes  
Note to seafarers:   We will visit you on the gangway and bring information’s and newspapers to you. We have also a delivery service for you. You can buy some most wanted goods directly fm our bus and if something is missing or you want something special, we will try to get the things you need from the shop. So, if you need phone cards, information, newspapers, counselling or anything else pls. contact us and we will visit you. If you like to receive daily news by email, pls. send us an email.  
       

Rotterdam (Netherlands)

 
Ship visits:   No - for the time being  
Who:   Jan Janssen  
Contact:   In case of emergency only +31 653 880 666  
Mobile shop / delivery service: No  
     

Santos (Brasil)

     
Ship visits:   Only in case of emergency  
Who:   Felipi Bennert or Rosangela Theodoro  
Contact:   Felipi Bennert +55 (13) 99681-8434  
    Rosangela Theodoro +55 (13) 98112-6532  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's club:   Closed  
Note:   By order of the state government of São Paulo, the entire state is under mandatory quarantine until April 7.  
       

Singapore

     
Ship visits:   Yes  
Who:   Mike Hofmann  
Contact:   Land line +65 66670774  
    Mobile +65 88094082  
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's club:   Closed  
       

Stade-Bützfleth (Germany)

 
Ship visits:   On request  
Who:   Kerstin Schefe  
Contact:   In case of emergency +49 4146 1233  
Mobile shop / delivery service: N/A  
Seamen's Club:   Currently closed due to official regulations  
       

Wilhelmshaven (Germany)

 
Ship visits:   No  
Contact:   In case of emergency only +49 4421-993450  
Who:   Simone Sarow or Tanja Baumann or Rainer Baumann  
Mobile shop / delivery service: No  
Seamen's club:   Closed  
Seamen's hotel:   Closed  
       
As on 7 April 2020 - the list is updated continuously
 
 Testlink
 
 

duckdalben besuch an gangwayHafen Hamburg

Corona-Krise trifft Schifffahrt - Hunderttausende Seeleute sitzen fest

Wegen der Corona-Pandemie können weltweit Hunderttausende Seeleute nicht von ihren Schiffen runter. Für die Crews ist das eine schwere Belastungsprobe.

Duschgel, Einwegrasierer, Zahnbürsten - Sören Wichmann packt eine Art Care-Paket. Die Regale im kleinen Shop des Seemannsclub Duckdalben sind noch gut gefüllt. Doch die Anlaufstelle der Deutschen Seemannsmission im Hamburger Hafen ist wegen der Corona-Krise geschlossen. Weil die Seeleute nicht zum Club kommen können, fährt der Sozialarbeiter nun raus zu den Schiffen.

Die Situation für die Besatzungen ist extrem schwierig. Einige seien seit fast einem Jahr auf ihren Schiffen, erzählt Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche. "Wer im Homeoffice sitzt, kann sich das vorstellen: Es beginnt stressig zu werden, wenn man nicht weiß, wie lange man noch an Bord bleiben muss."

Gesamten Beitrag des ZDF lesen und ansehen (Externer Link)
Text: Martin Niessen, Foto: ZDF
 
 

bhv freytag mundschutzDSM Bremerhaven

Arbeitsalltag in Corona Zeiten

Text und Fotos: Seemannsdiakonin Christine Freytag, Bremerhaven.

Am Montag, den 23. März stellen wir unsere letzten drei FSJ-ler frei. Wir haben unsere letzte Teambesprechung in leibhaftiger Form, sitzen an separaten Tischen mit zwei Meter Abstand zwischen uns und diskutieren die schon wieder veränderte Lage. Zum dritten Mal innerhalb von 10 Tagen reduzieren wir unsere Aktivitäten: Nun ist der Seemannsclub geschlossen und die Rezeption des Hotels nur noch vormittags von 8°°-12°° geöffnet, die FSJ-ler aller Bereiche sind freigestellt.  Bordbesuche finden auf Anfrage statt. Noch kommen wir in den Hafen. Noch - denn bereits jetzt zeichnet sich ab, dass wir bei einer noch weiteren Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen nicht in den Bereich der systemrelevanten Organisationen fallen werden.

Dienstag, 24. März

Der erste Offizier eines Frachtschiffes, das in Bremerhaven in der Werft liegt, ruft mich an und fragt, ob ich wegen Telefonkarten an Bord kommen könne. Wir kennen uns bereits vom Besuch vergangener Woche. „Damals“ hatte ich auf dem Schiff noch so ziemlich jedes Handy in der Hand, um den Seeleuten ihre Simkarten einzurichten. Jetzt bitte ich ihn, die Wünsche aller an Bord zu einer Bestellung zu sammeln und mir zu übermitteln, so dass ich an Bord nur die Karten übergeben muss: Wir müssen den Kontakt minimieren. Als er wieder anruft, um mir seine Bestellung durchzugeben, fragt er, ob ich auch 13 Flaschen Desinfektionsmittel besorgen könne. Ich muss lachen!

In der Werft: Hochbetrieb! Corona ist irgendwo draußen, hier wird gearbeitet. Die Minimierung des Kontakts zum CO ergibt sich damit von selbst: Sorry, I am busy! Ich übergebe ihm die Karten und bin schon wieder verschwunden.

Auch der Chiefmate eines Containerschiffes hat angerufen. Von ihm habe ich keine Vorbestellung bekommen, er bittet einfach um einen Besuch an Bord. Ich gehe mit Mundschutz an Bord, nicht weil ich glaube, dass das wirklich hilft, aber ich will ein Signal aussenden und erkennbar machen: Haltet Abstand, mehr Abstand als sonst!

Der Mundschutz weht mir auf der Gangway erstmal vor die Augen, das ist blöd. Nach einer Weile habe ich mich an das Ding gewöhnt. Der Koch kommt herein und bietet mir einen Kaffee an. Jetzt erfüllt der Mundschutz bestenfalls noch den Zweck, mein Lachen zu verbergen, eine abschreckende Wirkung hat er offensichtlich nicht!

Der Chiefmate sagt seiner Crew deutlich, dass niemand wisse, wie sich die Lage weiterentwickle und ob beim nächsten Anlauf noch jemand von der Seemannsmission an Bord kommen dürfe, sie sollen auf Vorrat kaufen. Vielleicht muss ich es an dieser Stelle zur Sicherheit noch mal erklären: Die Simkarte, für das Handy bedeutet für die Seeleute, mit ihrer Familie in Kontakt bleiben zu können. In dieser Zeit hat sich der Alltag der Menschen weltweit verändert. Durch die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ist auch der Alltag in den Heimatländern der Seeleute anders als sonst. Zudem ist jeder besorgt und möchte wissen, wie es den Lieben zu Hause geht.

bhv securitycheck shipAm Tor des Containerterminals treffe ich einen Lotsen, der auf sein Taxi wartet. Auch die Seeleute des Feeders, den er gerade herein gelotst hat, brauchen Telefonkarten. An Deck ist es windgeschützt, so dass ich die Aufbauten gar nicht betrete und draußen bleibe.

Mittwoch, 25. März

Das tolle bei der Seemannsmission ist ja, dass wir in einem weltumspannenden Netzwerk arbeiten! Ein Kollege hat für heute Vormittag einen virtuellen Konferenzraum organisiert und uns für 10 Uhr zum „Stammtisch“ eingeladen. Da klicke ich jetzt also auf einen Link und dann sehe ich einige meiner Kollegen, angefangen auf der anderen Weserseite in Brake über Alexandria bis nach Hongkong!  Manche sehe mit sehr verzerrten Bewegungen, einige als Standbild und die meisten nur mit Namenskürzel. Da die Tonqualität besser wird, wenn man ganz auf die Bilder verzichtet, wird das auch nach kurzer Zeit so beschlossen. Um Störgeräusche zu vermeiden, schalten dann auch noch alle, die gerade nicht sprechen, ihre Mikros ab.
Da viele Kollegen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr in die Häfen kommen und deshalb an ihren Schreibtischen sitzen, ergibt sich die Gelegenheit zu diesem virtuellen Stammtisch.

Der Moderator fordert einen nach dem anderen auf, aus seiner Situation zu berichten und so kommt es auf einmal sehr nahe, dass das hier wirklich eine globale Krise ist. ALLE berichten von deutlichen Veränderungen im Alltag. So lausche ich meinen Kollegen, während ich die Telefonkarten mit Aktivierungsanleitungen beklebe. Ganz ehrlich: So lange niemand ernsthaft auf die Idee kommt, dieses Instrument als Ersatz für Konferenzen vorzuschlagen, ist das eine feine Sache!

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Shipping International

#COVID-19 made the streets empty - but oceans are NOT!

news schiffsverkehr

Photo: What you see the dots are the live sat pics of Ships moving goods today.

Thanks to all seafarers who are quietly moving goods -
despite all the lockdown and clearances! Thank you!

 

 
Ein weiteres Risiko bei unbehandelter Venenerkrankung ist die Lungenembolie, bei der die Lungengefäße durch einen Blutpfropf verstopft werden und Varikosis. Daran sterben in Deutschland pro Jahr etwa 30.000 Menschen.

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