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Der Bau des Hafens Stade-Bützfleth durch das Land Niedersachsen war Voraussetzung für die Ansiedlung der Industrie Anfang der 70er Jahre.

Der Hafen liegt auf Position 53° 39´ Nord / 9° 31´ Ost und ist 60 Seemeilen vom Feuerschiffe Elbe 1 entfernt.

Er kann von Schiffen bis zu einer Länge von 270 m und 14 m Tiefgang angelaufen werden. Bis zu sechs Schiffe können gleichzeitig be- oder entladen werden. Der Hafen besteht im wesentlichen aus einem großen Anleger, der an das Fahrwasser der Elbe heranreicht. Die Kailänge beträgt 432 m bei einer Gesamtfläche von 1,3 ha.

Den Hafen laufen nur Tanker und Massengutfrachter (bulk carrier) an, keine Containerschiffe. Die Liegezeit der Tanker liegt durchschnittlich bei 8 bis 20 Stunden.

Noch heute sind die Aluminium Oxyd Stade (AOS) mit der angeschlossenen Hydro-Aluminum Hütte (vormals VAW) und die DOW Chemical Company die Hauptnutzer des Hafens.

 
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Der Hafen Stade-Bützfleth ist in das Elbfahrwasser gebaut.
Daneben werden aber auch Baustoffe und Straßenbeläge wie Schotter am neuen Nordwestanleger umgeschlagen.
  
   
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Im Jahr 2004 haben 816 Seeschiffe den Hafen Stade-Bützfleth angelaufen. Dazu kommen 528 Binnenschiffsanläufe. Insgesamt wurden rund 4,5 Millionen Tonnen umgeschlagen.

In den Hafenstatistiken der letzten Jahren war Stade-Bützfleth in der Regel Niedersachsens drittgrößter Hafen (nach Wilhelmshaven und Brake) und Deutschlands siebtgrößter Hafen. Auf jeden Fall ist Stade-Bützfleth im Verhältnis zu seiner Fläche umschlagsmäßig der „größte“ Hafen in Deutschland..    

Stade-Bützfleth ist ein Spezialhafen, in dem ausschließlich Massengüter und Chemikalien bzw. Flüssiggase umgeschlagen werden.

Zu den Massengütern zählt Bauxit, das aus Westafrika, Australien oder Südamerika kommt. In einem Elektrolysever-Fahren wird daraus bei der AOS Aluminiumoxyd oder -hydroxid hergestellt. Ein Teil des Oxyds geht in die direkte Alumiumherstellung. Rund 70 0000 Tonnen des Metalls in Rundbarrenform produziert die Hydro-Aluminiumhütte jährlich in Stade-Bützfleth.

Der Hauptteil des Oxyds wird mittlerweile als chemisch-mineralisches Zusatzmittel in verschiedenen Bereichen genutzt wie beispielsweise bei der Produktion von feuerhemmenden Schaumstoffrücken bei Teppichböden, für die Oberflächenglasur von Fliesen oder als Wasserenthärter in Waschmitteln.    

Bauxit und auch Aluminiumoxid wird in Massengutfrachtern („bulk carrier“) unterschiedlicher Größe transportiert. Die größten dieser Schiffe können bis zu 60.000 Tonnen Bauxit in Stade-Bütztfleth anliefern.

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 Blick auf den DOW-Hafen
   
Im südlichen Teil des Bützflether Hafens liegen die Anlegebrücken für den Chemikalien- und Flüssiggasumschlag der DOW Chemical. Der US-Konzern unterhält in Stade-Bützfleth eins seiner größten Chemiewerke in Europa.
Rund 1600 Menschen sind bei der DOW beschäftigt, die damit einer der größten Arbeitgeber der Region ist.

Als Basis für die Herstellung der verschiedenen Chemiegrundprodukte dient Salzsole, die aus den Ohrenser Salzstöcken bei Harsefeld gewonnen wird und durch eine rund 27 Kilometer lange Pipeline in das Werk gepumpt wird.
Die Salzsole wird elektrolytisch in Wasserstoff, Chlor und Natronlauge aufgespalten. Das gewonnene Chlor dient als Grundlage für die DOW-Produkte, während Wasserstoff und Natronlauge aufbereitet und weiterverkauft werden.
 
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Die „Danubegas“ ist einmal in der Woche in Stade-Bützfleth
Weitere Grundstoffe sind die Erdölderivate Ethylen, Propylen und Methanol, die mit Tankern angeliefert werden.
In 16 Anlagen werden die DOW-Chemieprodukte hergestellt, die sich in vielen Gegenständen des Alltags wieder finden wie beispielsweise in Dämmmaterialien, Kabeln, Surfbrettern, Dachfolien oder Tapetenkleister. Auch die Herstellung von CDs oder Artikeln der Medizintechnik wäre ohne DOW-Produkte unmöglich.
Ein Großteil der Produktion wird mit Tankschiffen, die den höchsten Sicherheitsstandards unterliegen, in alle Welt exportiert.


 

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