kreuzigungDenkanstoß zum 25.03.2015

Zweifel stärken Glauben

In wenigen Tagen beginnt die Karwoche. Am Karfreitag gedenken wir Christen der Hinrichtung Jesu am Kreuz. Bei mir bestehen Zweifel, ob die Kreuzigung Jesu tatsächlich Wille Gottes war. Genährt werden meinen Zweifel dadurch, dass ein Mensch hingerichtet wurde, dem es das wichtigste Anliegen war das Reich Gottes zu verkündigen. In diesem Sinne kann das Gottesverständnis Jesu als eines verstanden werden, dass Gott sich in seiner liebevollen Zuneigung zu den Menschen und in seiner Hilfsbereitschaft zu keiner Zeit und von niemanden beirren und aufhalten lässt. Dieses Gottesverständnis Jesu macht sich unter anderem daran fest, dass Jesus sich Menschen am Rande der Gesellschaft wie Zöllnern und sogenannten Sündern zuwandte und sie zur Umkehr bewegte. Aus diesem Blickwinkel verwirklicht sich Gottes Liebe nicht in der Opferung seines Stellvertreters. Darum sehe ich mich auch nicht gezwungen Jesu Tod als ein unumgängliches gottgewolltes und gottgefälliges Opfer zur Erlösung der Menschen zu verstehen. Vielmehr ist bei dem Evangelisten Johannes 3,16 zu lesen: "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab". In diesem Wort kann ich Gottes Willen nicht erkennen, seinen Sohn zu opfern. Eher wird mir in dem Wort deutlich, dass Gott seinen Sohn gab, dass dieser Gott aus Gnade in die Welt gesandt wird, damit sie sich zum Besseren wendet, dass die Menschheit sich ihrer selbst neu bewusst wird, was ja letztlich auch zu einem guten Teil geschehen ist. Aber das dieser Sohn geopfert wird? Davon ist bei Johannes keineswegs die Rede. Vielmehr davon, dass Gott gibt. Wenn also jemand gibt bedarf es des Pendants, das nimmt im Sinne von annehmen. Die Menschen haben den Sohn Gottes angenommen, ihn dann genommen und ermordet, weil  zu Viele zu wenig verstanden. Die Hinrichtung Jesu erkenne ich nicht als  Wille Gottes. Die Menschen haben Jesus zum Opfer gemacht und lassen latent bis heute nicht davon ab . . .   Was für mich bleibt, ist eben der Jesus, der Christus, der die Liebe Gottes zu uns Menschen lebt, in dem er uns das Reich Gottes auf eine Weise  verkündet, die uns dieses Reich verspüren lässt. In diesem Glauben kann ich den Zweifel aushalten, dass die Hinrichtung Jeus Gottes Wille hätte sein können. So stärkt Zweifel meinen Glauben.

Folkert J. Janssen (Seemannsdiakon DSM Rostock)



 

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Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lukas 13,30 (Lutherbibel)

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Die Kernaussage der Losung ist im Original und als Redensart in abgewandelter Form so in die Alltagssprache eingeflossen, dass der theologische Bezug häufig nicht mehr bekannt sein dürfte.

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