nord yanezAnsprechpartner für Seeleute von den Philippinen

Seit Mitte Mai arbeitet im Seemannspfarramt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) drei Jahre lang Father June Mark Yañez, Pastor von den Philippinen, mit. Er kam nach Hamburg auf Vermittlung des „National Council of Churches in the Philippines“ (NCCP), mit dem das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche eng zusammenarbeitet.

Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche, erläutert: „Father June Mark Yañez wird die Arbeit der Deutschen Seemannsmission in allen Stationen begleiten: Er soll unter anderem Bordbesuche auf Schiffen machen, die in unseren Häfen zu Gast sind, in Seemannsclubs mitarbeiten und die spezielle Arbeit für Kreuzfahrt-Crews unterstützen. Mehr als die Hälfte aller Seeleute weltweit und auch hier bei uns sind Filipinos, ein Pastor aus ihrem Kontext hier bei uns bereichert die Arbeit der Seemannsmission sehr.“

Thema Arbeitsmigration ganz praktisch gelebt

 

June Mark Yañez stammt aus Cagayan de Oro im Süden der Philippinen. Bislang war er Gemeindepfarrer. Yañez hat viele Erfahrungen im sozialpolitischen Bereich und engagierte sich in der Vergangenheit unter anderem für die ökumenische Entwicklungsorganisation Kasimbayan und den NCCP. „Durch ihn können wir in der Nordkirche viel lernen über das Thema Arbeitsmigration. Dieses Thema ist ja weltweit in den Fokus gerückt“, sagte die Ostasienreferentin des Zentrums für Mission und Ökumene, Katrin Fiedler. Sie bereitete den Aufenthalt des neuen Seemannspastors vor.

Die Philippinen sind das einzige südostasiatische Land mit einer christlichen Mehrheitskultur. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind katholisch, etwa drei Prozent evangelisch. „Auch auf die theologischen Impulse des neuen Kollegen freue ich mich, denn die Kirchen dort engagieren sich stark für die Menschen und ihr Lebensumfeld“, erklärte Katrin Fiedler weiter.

In Zusammenarbeit mit den Stationen der Deutschen Seemannsmission, staatlichen Organisationen und Arbeitgebern engagiert sich das Seemannspfarramt der Nordkirche in Hamburg, Brunsbüttel, Lübeck, Kiel und Rostock für das Wohlergehen der Seeleute auf den Schiffen, die in den dortigen Häfen anlegen. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Seemannsmission machen Bordbesuche, halten Gottesdienste ab, bieten seelsorgerliche und geistliche Begleitung an, organisieren praktische Hilfe und Freizeitangebote. Langfristiges Ziel der Arbeit ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute, die oft monatelang auf engstem, von Technik geprägtem Raum leben, zu verbessern.



 

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Da steht ein Mönch namens Doktor Martinus Luther vor dem Kaiser. Nach Worms hatte der papsttreue Karl V. den Reichstag einberufen. Alles, was im damaligen Europa Rang und Namen hatte, musste sich an die Stadt am Rhein begeben. Auf der Tagesordnung ein kirchenpolitisches Thema; denn der Papst hatte gegen den prominenten deutschen Theologieprofessor den Bann ausgesprochen.

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