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Süße Überraschung für die Seeleute der "Mein Schiff 3"

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt nun schon knapp zwei Wochen in Cuxhaven. An Bord befinden sich noch immer mehr als 2500 Seeleute, die sich auf der Reise in ihre Heimathäfen befanden, bevor in der vergangenen Woche neun Seeleute positiv auf Corona getestet wurden. Die erkrankten Crewmitglieder wurden mittlerweile in Krankenhäuser verlegt, für gesund getestete Seeleute wird derzeit die weitere Heimreise geklärt. Erste Crewmitglieder wurden bereits in die Ukraine und der Türkei ausgeflogen, weitere Ausreisen stehen in den nächsten Tagen an.

Für die an Bord Verbleibenden hat Frau Eva Erkenberg aus Bremerhaven eine süße Spendenaktion gestartet: Sie sammelte Geld so viel Geld für Schokoladen, dass am Ende noch Geld übrigblieb, mit dem Hygieneartikel für die Seeleute angeschafft werden konnten.

Die Übergabe von Schokolade und Hygieneartikeln erfolgte am Samstag, 09. Mai über die Deutsche Seemannsmission  (DSM) durch Crewmitglieder – und fand bei den Seeleuten großen Anklang.

Das Bewegenste an dieser Aktion war für die Seeleute nicht die Schokolade, sondern die Solidarität, die Ihnen von der Bevölkerung entgegengebracht wurde. „Dass die Menschen draußen uns nicht verteufeln, sondern uns noch etwas Süßes schenken, ist für mich sehr bewegend. Es hilft zu wissen dass wir nicht alleine sind“ so ein Seemann.

Insgesamt ist die Situation an Bord nun deutlich beruhigt, nachdem es in der vergangenen Woche die Stimmung unter den z.T. verängstigten und ungeduldigen Crewmitgliedern sehr angespannt war. Die Verlegung der Kranken in Kliniken sowie die Perspektive, alle gesunden Seeleute möglichst schnell in ihre Heimat zu transportieren, habe zu einer deutlichen Entspannung auf dem Schiff geführt, so die Vorsitzende der Deutschen Seemannsmission, Dr. Clara Schlaich. Sie dankte der Firma TUI, dass die Deutsche Seemannsmission auf der „Mein Schiff 3“ und an Land die psycho-soziale Betreuung habe leisten dürfen und es gemeinsam gelungen sei, die Situation von so vielen Menschen unterschiedlicher Nationen und Sprachen zu verbessern.

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news mein schiff 3DSM e.V.

Quarantäne an Bord belastet Seeleute – Seemannsmission unterstützt

Knapp 3000 Menschen sind derzeit auf dem Kreuzfahrtschiff TUI Mein Schiff 3 unter Quarantäne gestellt. Das Schiff liegt im Hafen von Cuxhaven und an Bord sind Seeleute aus 73 Nationen, die wegen der Corona-Krise ihre Arbeit einstellen mussten und von TUI in ihre Heimatländer gebracht werden sollten. Kurz vor Ankunft in Cuxhaven wurde ein erster Corona-Fall festgestellt, mittlerweile gibt es neun bestätigte Corona-Fälle.

Die Präsidentin der Deutschen Seemannsmission, Dr. Clara Schlaich, weist auf die schwierige Situation von Seeleuten in der Coronaviruspandemie hin: „Die Handelsschifffahrt ist von der Pandemie in besonderem Maß betroffen: Landgänge sind untersagt, Seeleute wissen nicht, wann sie wieder nach Hause können, Crewwechsel werden auf unbestimmt verschoben.“

Hinzu kommt die Angst vor einer Erkrankung durch das Coronavirus. Durch die Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO sind alle Staaten verpflichtet, Besatzungen und Passagiere den Zugang zu Land zu gewähren, trotzdem wissen Seeleute oft nicht, ob sie das Schiff verlassen können und Behandlung an Land erhalten, wenn COVID-19 Erkrankungen an Bord auftreten.

Die Situation an Bord der Mein Schiff 3 verdeutlichT, wie belastend die Quarantäne an Bord von Schiffen ist. Nach Einschätzung der Deutschen Seemannsmission sind die Lebensbedingungen auf dem engen Raum des Schiffs schwierig. Seeleute berichten von Sorge vor Ansteckung. Clara Schlaich: „In dieser Krisensituation ist es besonders wichtig, dass die Seeleute auch psychologische und moralische Unterstützung bekommen. Um das körperliche Wohl der Menschen an Bord muss TUI sich kümmern, wir von der Deutschen Seemannsmission können jedoch mithelfen, wenn es um das seelische Wohlbefinden geht. Wenn Menschen aus so vielen Ländern in dieser Situation an Bord zusammen sind, ist es wichtig psychosoziale Versorgung anzubieten. Die Deutsche Seemannsmission unterstützt TUI Cruises bei der psychosozialen Betreuung der Besatzungsmitglieder in der aktuellen Ausnahmesituation – an Land und an Bord."

Foto: Ein Dahmer • CC BY-SA 4.0
 
 

news mv marinaSeeschifffahrt

EU darf Handelsschifffahrt nicht zum Spielball einer verfehlten Flüchtlingspolitik machen!

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat das deutsche Handelsschiff „MV Marina“ am vergangenen Sonntag auf Anweisung Maltas 77 Flüchtlinge von einem nicht seetauglichen Holzboot im Mittelmeer gerettet. Doch nun ist das Schiff zum Spielball zwischen Italien und Malta geworden. Beide Länder verweisen auf die Rettung im jeweils anderen Hoheitsgebiet und daher auf die Verpflichtung der Aufnahme der Flüchtlinge durch das jeweils andere Land. Medienberichten zufolge habe sich die Situation so zugespitzt, dass auf der „MV Marina“ nur noch Lebensmittel und Nahrung für sehr kurze Zeit vorhanden sind. Weder die Crew der „MV Marina“ noch ihr Schiff sind für die Rettung von Flüchtlingen aus dem Meer ausgestattet.

Die Präsidentin der Deutschen Seemannsmission (DSM), Dr. Clara Schlaich, erklärt dazu: „Die europäische Flüchtlingspolitik setzt Kapitäne und Crews rechtlichen und moralischen Konflikten aus. Als Seemannsmission sind wir im ständigen Gespräch mit Seeleuten und wissen, welche psychischen Belastungen und Nöte dadurch entstehen. Auch unsere Seemannsdiakoninnen und -diakone erleben in der Seelsorge und Beratung ein Gefühl der Hilflosigkeit durch das Versagen der europäischen Politik. Wir fordern die Politik auf, zu verbindlichen Lösungen im Interesse von Crews und Geretteten zu kommen.

Ich danke unseren Seeleuten in der Handelsschifffahrt für ihren Mut und ihre Entschiedenheit, mit der sie ihrer humanitären Verpflichtung nachkommen: Menschen in Seenot werden aufgenommen! Aufgabe der Politik ist es, auch die Retter nicht im Stich zu lassen.“

 

duckdalben 25 01DSM Duckdalben

Seemannsherz

Der Club Duckdalben ist Heimat für Seebären – seit 25 Jahren. In Corona-Zeiten brauchen auch starke Männer Unterstützung

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dagmar Garbe

Eine Oase im Hafen. Diese vier Worte beschreiben das kleine rote Backsteinhäuschen inmitten von Schiffen, Kränen und Straßen am besten. Im „Duckdalben“ machen jährlich rund 35.000 Seeleute aus aller Welt fest, genießen für ein paar Stunden Abstand von ihrer harten Arbeit an Bord, den festen Boden unter ihren Füßen und vor allem die familiäre Atmosphäre in dem von der Deutschen Seemannsmission geleiteten Haus. Seit 25 Jahren ist Seemannsdiakonin Anke Wibel mit Herzblut Chefin dieses besonderen Clubs, der mehrfach als bester Seemannsclub der Welt ausgezeichnet worden ist.

Die Corona-Zeiten machen auch vor dem Kultclub nicht halt. „Der Lockdown macht den gewohnten Stop-over der Seeleute, um im Seemannsclub zu entspannen und einzukaufen, unmöglich“, sagt Anke Wibel, Leiterin des DuckdalbenClubs. Damit gerät schon die erste der fünf Säulen der Club Finanzierung ins Wanken. „Das Kalkül, das wir einen Großteil unseres Haushalts aus eigener Kraft durch Verkäufe im Club erwirtschaften, geht nicht mehr auf. Dann kommt hinzu, dass die Schiffsabgaben der Reeder sowie die Spenden angesichts des Abschwungs des Handels spärlicher fließen. Es bleiben die Mittel der öffentlichen Hand und der Kirche. Was wir jetzt brauchen, sind Spenden, um nach der vorläufigen Schließung wie gewohnt wieder loszulegen. Wir müssen die Ausfälle irgendwie decken“, sagt Jan Oltmanns, Duckdalben-Club-Leiter seit der Gründung 1986.

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news mein schiff 3Seeschifffahrt

Besatzung bleibt doch komplett auf
"Mein Schiff 3"

Nach positiven Corona-Tests bei der Besatzung des TUI-Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" in Cuxhaven werden die negativ getesteten Crewmitglieder nun doch noch nicht auf ein Schwesterschiff gebracht. Zunächst war geplant, dass die "Mein Schiff 6" heute ebenfalls in Cuxhaven anlegt und die gesunden Crew-Mitglieder aufnimmt. Dort sollten sie in Einzelkabinen untergebracht werden. Angesichts von zurzeit 250 Besatzungsmitgliedern auf diesem Schiff könne die Versorgung der Kollegen nicht gewährleistet werden, teilte TUI Cruises mit. Die "Mein Schiff 6" bleibe jedoch in der Elbmündung vor Anker, während die Reederei mit den Behörden die nächsten Schritte berate.

Gesamte Berichterstattung auf NDR 1 - Studio Oldenburg lesen und ansehen (Externer Link)
 
 

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Reederei: Gerettete Menschen verlassen Containerschiff

Das Containerschiff "Marina" der Ellerbeker Reederei Klingenberg (Kreis Pinneberg) hat am späten Freitagabend gegen 23 Uhr in Porto Empedocle auf Sizilien (Italien) anlegen dürfen. Das gab die Reederei am Sonnabend bekannt. Das Schiff hatte 79 geflüchtete Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und durfte nicht wie geplant in Malta anlegen

Den gesamten Artikel auf ndr.de lesen (Externer Link)

Deutsches Schiff sitzt nach Rettungsauftrag auf Mittelmeer fest

Maltesische Behörden hatten die Crew eines deutschen Handelsschiffes damit beauftragt, Migranten im Mittelmeer zu retten.
Doch damit scheint die Sache für Malta erledigt. Das Schiff wartet nun darauf, einem EU-Hafen zugewiesen zu werden, während die Vorräte immer knapper werden.

Gesamten Artikel des Redaktionsnetzwerkes Deutschland lesen (Externer Link)
  
 
Seeschifffahrt    

1. Mai 2020: Typhons aller Schiffe geben Signal

Der internationale Dachverband der Reederverbände, die International Chamber of Shipping (ICS), ruft für den 1. Mai zu einem weltweiten Event auf, welches der Verband Deutscher Reeder unterstützt: Schiffe in allen Häfen der Welt sollen am Tag der Arbeit um 12 Uhr Ortszeit ihre Hörner ertönen lassen, um auf die Bedeutung der Arbeit von Seefahrern gerade in der Pandemie aufmerksam zu machen – und in diesem Zusammenhang auch auf die besonderen Herausforderungen für die Schifffahrt derzeit wie etwa die fehlende Möglichkeit von Crewwechseln.

VDR-Präsident Alfred Hartmann sagte dazu: „Eine sehr gute Aktion, den Seeleuten gilt unsere Hauptsorge. Die Männer und Frauen an Bord, denen es in dieser Zeit besonders schwerfällt, fernab von Familien zu sein, leisten gerade jetzt einen enorm wichtigen Dienst, für den wir alle dankbar sein sollten.“

An die Seeleute auf den Schiffen der deutschen Handelsflotte hatte der VDR-Präsident schon an Ostern eine Videobotschaft auf Deutsch und Englisch über die Social-Media-Kanäle Twitter und LinkedIn gerichtet.

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